Das Schwulendenkmal in Berlin sorgt erneut für Schlagzeilen. Unter dem massiven Druck der Zeitschrift „Emma“ wurde nun erzwungen, dass der Film, der zwei küssende Männer zeigt und der an die Schwulenverfolgung im Dritten Reich erinnern soll, in zwei Jahren gegen einen Film ausgetauscht werden soll, der die Lesben würdigen soll. Der Haken an der Geschichte: „Weibliche Homosexualität wurde (im Dritten Reich – d. A.) nicht strafrechtlich verfolgt “, wie auf der Tafel am Denkmal dick und deutlich zu lesen steht. Es regt sich Widerstand:
„Die Antwort kann es nicht sein, gewissermaßen in Verkehrung des Generalverdachts auch die Lesben mit der Opfergruppe der Schwulen gleichzustellen. Wo die Überlieferung fragmentiert ist, bleibt zu viel Raum für Umdeutungen, Spekulationen, volkspädagogisch gestreute Mythen. Die Arbeitsgemeinschaft der NS-Gedenkstätten hatte die Befürworter des Kompromisses vor einer „Verzerrung der Vergangenheit für gegenwärtige Zwecke“ gewarnt, die die „kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Ganzen“ zu entwerten drohe.“
Quelle: FAZ; Szenelokalverbot gleich Konzentrationslager?
„Wieder einmal die Frauen vergessen“, lautet das Argument im oben verlinkten Artikel der Zeitschrift „Emma“. Mit dem gleichen Impetus kann man ein Denkmal für alle Mutterkreuzträgerinnen fordern, weil diese Frauen nach heutiger feministischer Lesart als reine „Gebärmaschinen“ missbraucht und durch ihre „gender role“ als Frau im Dritten Reich diskriminiert waren.
Die Relativierung des Naziterrors, die bloße Einschränkung gewisser Freiheiten mit planmäßiger Vernichtung gleichstellt, ist nur ein besonders absurdes, aber auch exemplarisches Beispiel für den hiesigen Umgang mit Geschichte. Alice Schwarzer, die deutsche Chefemanze, deutete kürzlich gar das Mittelalter zum „Frauenholocaust“ um und verglich, gegen alle historischen Fakten, die Hexenprozesse mit dem Genozid an den Juden.
Alles, was man in Deutschland aus der Geschichte lernen kann, sind die Methoden mit denen man sie manipuliert.
Schlagworte: Feminismus, Homo-Denkmal, Lesben, Schwarzer, Schwule, Verfolgung