Stunde der Toleranzen

By Mcp

Berlins Polizeipräsident Glietsch lässt die Regenbogenflagge vor dem Polizeipräsidium hissen, nachdem auf Anweisung Wowereits die Fahnen bereits vor dem Roten Rathaus in Berlin, dem Sitz des Senats, sowie vor allen Bezirksrathäusern der Hauptstadt wehen.

„Glietsch wertete das Hissen der Regenbogenfahne dagegen als „Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit“.
Quelle: JF; Berliner Polizeipräsident hisst Regenbogenfahne

Nun sind Toleranz üben und Toleranz fordern zwei auseinander zu haltende Begriffe. Wer Toleranz fordert ist noch lange nicht bereit sie auch zu üben. So auch hier. Der CSD Köln, stellte die diesjährige Veranstaltung unter das Motto „Null Toleranz“ und erklärte dies so:

„Das Motto „Null Toleranz!“, verbunden mit der offensiven Stopp-Hand in einem auffallenden Logo, drückt aus, dass wir nicht länger dulden wollen, dass unsere Rechte verletzt und unsere Würde von Teilen der Gesellschaft mit Füßen getreten werden.“
Quelle: ColognePride

Von den sonstigen Geschmacklosigkeiten dieser Kampange abgesehen, man betrachte die „Steckbriefe“, wird auf der einen Seite Toleranz für die eigene Lebensweise eingefordert, während man selber nicht bereit ist, abweichende Meinungen zu tolerieren. Denn natürlich kann man zur Homosexualität und deren Ursachen anderer Meinung sein, als die Schwulen und Lesben selbst, ohne das man sie dadurch „diskriminiert“ oder „entwürdigt“.

Die Kampange der Schwulenlobby um Volker Beck gegen das „Christival 2008“ und ein Seminar zu Wegen aus der Homosexualität zeigt wohin die Reise gehen soll: zur rigorosen Durchsetzung der eigenen und der repressiven Unterdrückung anderer Meinungen. Das Seminar wurde absagt, wegen massiver Proteste und Drohungen seitens der Schwulenlobby.

Ein Teilnehmer am Festival schrieb dazu treffend in seinem Blog:

„Man darf ja alles. Wenn ein Familienvater plötzlich seine homophile Ader entdeckt, applaudieren ihm alle. Freiheit, Selbstbestimmung…. Wenn ein Mann entdeckt, er sei im falschen Körper geboren worden, und möchte nun eine Frau werden, applaudieren alle. Jeder, was er will. Nicht festlegen lassen. Veränderung muss möglich sein dürfen.
Nur eines darf man nicht: Homosexuell empfinden und Wege der Veränderung suchen. Alles darf man verändern, nur nicht die homosexuelle Orientierung. Verpönt ist der Ansatz einer „reaparativen Therapie“. Statt dessen geht man den Weg der „bestätigenden Therapie“.
Es kommt daher im Gewand der Toleranz. In Wirklichkeit geht es aber nur scheinbar um Toleranz. Denn veränderungswillige Menschen dürfen nicht so empfinden, wie sie wollen, sie müssen auf Gedeih und Verderb so bleiben.“
Quelle: Theo-Blogie

Schlagworte: , , , ,

Eine Antwort zu „Stunde der Toleranzen“

  1. Stunde der Toleranzen « Abfahrtslauf sagt:

    [...] [mehr] [...]

Eine Antwort schreiben