Balkanische Lichtgestalten

By Mcp

Als Alternativprogramm der aktuellen Berichterstattung zur Verhaftung von Radovan Karadzic sei darin erinnert, mit wem und was sich die UNO, die NATO und die EU eingelassen hat und warum einst NATO-Bomben auf Belgrad fielen. Es versteht sich von selbst, dass serbische Kriegsverbrechen angeklagt und bestraft gehören, doch soll man nicht so tun, als gäbe es auf der anderen Seite nur hehre Lichtgestalten, die das Böse bekämpft und schlussendlich heroisch besiegt hätten.

Da wäre zum Beispiel ein gewisser Ramush Haradinaj. Der ehemalige UCK-Kommandeur war von 2004 bis 2005 “Premierminister” im Kosovo und trat nach einer Anklage vor dem Den Haager Tribunal wegen diverser Kriegsverbrechen zurück. Er wurde in Untersuchungshaft genommen, durfte aber nach 3 Monaten zurück und betätigte sich, mit ausdrücklicher Genehmigung der UNMIK, sogar politisch. Zu den zahlreichen Anklagepunkten zählten unter anderen die gewaltsame Verschleppung von Zivilisten, Entführung, Freiheitsberaubung, Folter, Mord und Vergewaltigung.

„Am 3. April 2008 wurde Ramush Haradinaj sowie Idriz Balaj vom Den Haager Gericht freigesprochen. Im Verfahren fehlten die Beweise, da von den ursprünglich zehn Zeugen, die gegen Haradinaj aussagen sollten, nur noch einer lebte. Dieser zog seine Aussage allerdings zurück, nachdem er ein Attentat gerade noch überlebt hatte.“
Quelle: WIKIPEDIA; Ramush Haradinaj

Der Name Haradinaj taucht immer wieder auf, wenn es um das organisierte Verbrechen geht, welches das ganze kriminelle Spektrum, von Frauen- bis den Drogenhandel abdeckt und deren Spinnennetze sich mittlerweile über ganz Europa ausbreiten.

Wer mehr über die, von der UN und der EU hofierten, albanischen Saubermänner erfahren will, dem sei dieser Artikel im Stern vom 21. Februar 2008 zu empfehlen: Mafia-Staat von UN-Gnaden

Eines der harmloseren Zitate daraus heißt:

„Fast die Hälfte der Kosovaren ist arbeitslos. Der Energiekonzern KEK ist in den vergangenen Jahren von lokalen Machthabern wie internationalen Beratern gleichermaßen geplündert worden, ohne in der Zwischenzeit eine geregelte Versorgung sicherzustellen. Einziger nennenswerter Exportartikel des Kosovo ist Metallschrott. Bei der internationalen Anti-Korruptions-Organisation “Transparency International” lag Kosovo auch schon vor der Unabhängigkeit im Bericht vom Dezember 2007 zusammen mit Staaten wie Kamerun und Kambodscha in der Spitzengruppe der Korrupten. Ein beträchtlicher Teil des gesamten Heroin-Schmuggels von Afghanistan via Türkei nach Europa laufe durch den Kosovo, wiederholen Ermittler von BND und europäischen Polizei-Einheiten regelmäßig.“

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