Die bildungspolitischen Geisterfahrer in Hamburg erhöhen das Tempo.
„Hamburgs große Schulreform soll auch vor den Sonderschulen nicht Halt machen. Schüler mit Förderbedarf sollen zukünftig in Stadtteil- und Primarschulen untergebracht werden.“
Quelle: Welt; Senatorin Goetsch will Sonderschulen abschaffen
Welches Ziel damit erreicht werden soll, außer einer diffusen „Integrationsabsicht“, ließ die Dame von der GAL allerdings offen. Die „Integration“ von Problemkindern in normale Klassen führt letztlich nur dazu, dass die leistungsstärkeren Schüler in ihrer Entwicklung gehemmt werden, weil das Niveau dadurch sinken wird, dass die Lehrer mehr Rücksicht auf Leistungsschwächere nehmen müssen. Genau das war ein Grund für die Schaffung von Förderschulen, die daneben noch erhöhte Möglichkeiten haben, auf die besonderen Belange solcher Kinder einzugehen.
Matthias Oehrlich, Chef des Hamburger Lehrerverbandes, dazu: „Ich fürchte, dass hier ohne Sachkenntnis vorgegangen wird“. Dem ist nicht hinzuzufügen. Gott sei Dank ist die Einführung dieses bildungspolitischen Unsinns erst ab 2012 geplant.
Schlagworte: Bildungspolitik, grün-schwarz, Hamburg, Matthias Oehrlich, Senat, Senatorin Christa Goetsch