„Die Rauchverbote in Baden-Württemberg und Berlin sind verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht hat am Mittwoch den Beschwerden zweier Kneipenwirte aus Berlin und Tübingen sowie eines Diskothekenbetreibers aus Heilbronn stattgegeben.“
Quelle: FAZ;In der kleinen Eckkneipe darf wieder geraucht werden
Als eingefleischter Nichtraucher freue ich mich dennoch über die Niederlage der Tugendterroristen, nicht deshalb, weil ich Verständnis für Raucher aufbrächte, sondern deshalb weil die Verfügungsgewalt über Privateigentum wenigstens teilweise gewürdigt wurde. Die Einmischung des Staates in die Handhabung privaten Eigentums ist ein Grundübel einer Zeit und einer Ordnung, in der Habe- und Taugenichtse sich zu Herren über fremdes Gut und die Erträge fremder Arbeit aufschwingen.
Kein Mensch wird gezwungen eine Kneipe zu besuchen, in der man frei und fröhlich die Luft vollquarzt. Wer es dennoch tut, ist entweder nicht bei Troste oder er geht dies „Risiko“ freiwillig ein. Der Staat hat damit nichts tun.
Schlagworte: Eckkneipen, Rauchverbot, Urteil, Verfassungsgericht
Juli 30, 2008 um 12:26 |
>Die Einmischung des Staates in die Handhabung privaten Eigentums ist ein >Grundübel einer Zeit und einer Ordnung, in der Habe- und Taugenichtse >sich zu Herren über fremdes Gut und die Erträge fremder Arbeit >aufschwingen.
Meine absolute Zustimmung, das bringt es auf den Punkt! Bravo!
Rauchverbote, Spielverbote, Trinkverbote, Ess-Verbote, Hohe-Gehälter-Verbote … der Staat scheint ja zu wissen, was dem Volk schadet und wovor er seine Schäfchen schützen muss.
Juli 30, 2008 um 1:24 |
Leider falsch, da es bei dem Urteil nicht um Freiheit geht, sondern um Gleichheit. Demnach kann ein allgemeines Trinkverbot ganz problemlos ausgesprochen werden.
Juli 30, 2008 um 2:30 |
@iljuschin
Hier geht es nicht darum, was der Staat darf, sondern was er soll. Sich raushalten nämlich.
Deshalb stand da: „wenigstens teilweise gewürdigt“.
Über die bloße Erwähnung von Eigentümerrechten muss man sich heutzutage ja schon tierisch freuen.
Juli 30, 2008 um 8:13 |
Gut, hoffen wir dass als nächstes das Anti-Diskriminierungs-Gesetz gekippt wird… Naja, aber wie schon bemerkt wurde – mal ein Hoffnungsschimmer.