Orwell blogt

By Mcp

„Die Organisatoren des Orwell Prize haben angekündigt, ab dem 9. August die Tagebücher von George Orwell zu veröffentlichen, die dieser vor 70 Jahren wieder zu führen begann. Dabei soll das Material sowohl aus den persönlichen Tagbüchern wie aus den politischen Tagebüchern kommen, die Orwell im Spanischen Bürgerkriegs führte. Die Tagebuchnotizen werden in Form eines Blogs veröffentlicht, in dem jedermann kommentieren kann.“
Quelle: Heise; Orwell blogt

Die Nachricht ist für alle interessant, die sich brennend für die Geschichte des spanischen Bürgerkrieges interessieren. Also mich. Beispielsweise.

Auch wenn Orwell auf der falschen Seite kämpfte und es mir mehr darum geht, die Verbrechen der Republikaner, der Anarchisten und Kommunisten an der spanischen Bevölkerung zu dokumentieren, sind solch neue Quellen immer hoch willkommen. Im Übrigen nehme ich Hinweise auf Literatur oder Webseiten, die sich um die Aufklärug roter Verbrechen in der Zeit des spanischen Bürgerkrieges verdient machen, jederzeit dankend entgegen.

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4 Antworten zu “Orwell blogt”

  1. Raistlin sagt:

    Ich habe Orwells “Mein Katalonien” vor einem Jahr gelesen, die wirren, chaotischen Zustände sind darin gut ersichtlich.

  2. Mcp sagt:

    Ich bin dabei, mich in das Thema zu vertiefen. Knackpunkt war die Seligsprechung von 498 Frauen und Männern durch den Papst in 2007. Ich habe mir dann einige tragische Schicksale angesehen und war erschrocken, wie wenig die Öffentlichkeit diese wahrnimmt. Da hat ein entmenschter Mob gewütet und zwar bevor man Franco überhaupt kannte. Der Bürgerkrieg wurde nicht durch die christliche Rechte losgetreten, sie hat aus blanker Notwehr gehandelt. Aber wie schon Dávila treffend bemerkte: Der „Demokrat“ empört sich am hefigsten über die Notwehr seiner Opfer. Vor allem dann, wenn sie sogar erfolgreich ist.

  3. Raistlin sagt:

    Die Republik genießt ja sogar eine Art “Heldenstatus”. Dabei waren einige Exzesse regelrecht viehisch und bestialisch. Ich wage auch zu bezweifeln, dass so ein Hass überhaupt menschlich sein kann (was aber wohl für alle Ideologien, ob rot oder braun gilt). Märtyrer sind darüber hinaus in der öffentlichen Meinung nicht besonders gefragt. Aber die spanische Bischofskonferenz hatte es gut thematisiert:

    http://www.conferenciaepiscopal.es/santos/martires.htm

    Dazu hatte ich im April mal einen kurzen Beitrag geschrieben:

    http://fe-y-vida.blogspot.com/2008/04/gloria-los-mrtires.html

    Die Bilder auf der Carlistenseite sind wunderschön. Gerade die spanischen Fahnen, mit dem Herz Jesu, gepaart mit dem Andreaskreuz der Carlisten vor dem Petersdom.

    “Vosotros sois la luz de mundo” :)

  4. Mcp sagt:

    Ein Bürgerkrieg ist die wohl schlimmste Art eines Krieges überhaupt. Eben deshalb ist mir die Heroisierung der Republik zuwider. Am Mob ist nichts heroisch. Und genau der war es der nach dem Wahlsieg vom 16. Januar 1936 durch die Straßen tobte. Ein Pogrom gegen Christen, die meisten der seliggesprochenen Märtyrer wurden in diesen Tagen ermordet. Sofern ich es richtig in Erinnerung habe.

    Dass die Francisten später mit ähnlicher Brutalität vorgingen, will ich nicht bestreiten oder entschuldigen, aber es waren nicht die Einzigen und vor allem nicht die Ersten. Wirklich losgetreten haben den Terror die Republikaner, wohl inspiriert von den Jakobinern und Bolschewiken.

    Ach so, danke für Links.

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