Erst die Affen, dann der Mensch

By Mcp
Karikatur Darwins

Primat Mensch

Nach Angaben von Wissenschaftlern, die eine Studie im Auftrag der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) eine Studie über Affen angefertigt hat, stehen 300 von 634 bekannten Affenarten auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten.
Die Ursache für die ernste Lage ist die rascher voranschreitende Zerstörung der Regenwälder und die zunehmende Jagt auf diese Arten. Vor allem in Südostasien in die Lage besonders ernst. So seien in Vietnam und Kambodscha durch die exzessive Jagt für den chinesischen Markt 90 Prozent aller Affenarten bedroht.
Auch Afrika zeichnet, trotz punktueller Erfolge, noch immer ein deprimierendes Bild. Hier sind vor allem die kleineren Arten bedroht, während sich die Bestände der Primaten durch Schutzprogramme erholen konnten.
Dass IUCN fordert daher ein weltweites Jagdverbot für Primaten und umfassenden Schutz für die Lebensräume der Affen.

Ob der hehre Appell Folgen zeitigt, ist eher unwahrscheinlich, ist doch der alleinige Verursacher für das Artensterben der Mensch, der unter allerlei guten Vorwänden in die Lebensräume der Tiere eindringt und sie dadurch entweder verjagt oder vernichtet. Hinzu kommt, dass der Homo sapiens (siehe Bild; sorry, den konnte ich mir jetzt nicht verkneifen) wenig Skrupel zeigt, wenn es um die Vernichtung der eigenen Art geht. Wer immer die natürliche Artenvielfalt auf der Erde erhalten will, muss den dominantesten aller Primaten von seinem Vernichtungswerk abhalten, den Menschen. Zum Schluss nämlich wird er, nachdem er alle anderen Arten ausgerottet hat, selber auf Roten Liste stehen.
Quelle: IUCN; Extinction threat growing for mankind’s closest relatives

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Eine Antwort zu „Erst die Affen, dann der Mensch“

  1. Halb-Affe sagt:

    Falls uns böse weisse, männliche (deutsche) Unholde nunmehro die Schamröte unsere maliziöse Physiognomie verunstalten sollte- Fehlanzeige!
    Diesen Schuld-Schuh müssen wir uns nicht auch noch anziehen. Denn sollte die Zerstörung der äffischen Lebensräume auf menschliche Missetaten zurückgehen, so gewiss nicht auf unsere. Wir vermehren uns nämlich zufällig nicht wie die Karnickel, eher im Gegenteil, unsere „Bestände“ schrumpfen. Sollte ferner der Ressourcenraubbau in der sog. 3-ten Welt als Spätfolge des Kolonialismus betrachtet werden, so sollten sich eher die klassischen Kolonialmächte Asche aufs Haupt streuen. Sollte dieser Raubbau als Ergebnis einer „ungerechten“ Weltwirschaftsordung“ gedeutet werden, so nehme man zuvor lieber Wirschafts-Dirigismus und Interventionismus oder Planwirschaften zur Brust.

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