„In seinem Prozess vor dem Uno-Kriegsverbrechertribunal will der des Völkermords angeklagte Serbenführer Karadzic die ehemalige amerikanische Aussenministerin Albright und den damaligen Balkan-Gesandten Holbrooke unter Eid aussagen lassen. Er behauptet, sie hätten ihm einst Straffreiheit zugesichert. “
Quelle: NZZ; Karadzic will Holbrooke und Albright vorladen lassen
Ein interessanter, wie vorhersehbarer Schachzug. Holbrooke hat diesen Einlassungen schon widersprochen. Selbst wenn es den Serbenführer gelingen sollte, solche Absprachen nachzuweisen, ist zweifelhaft, ob diese ihn vor einer Verurteilung schützten. Sie hätten ungefähr denselben Stellenwert von Vereinbarungen, die ein Geiselnehmer mit der Polizei trifft, während er die Geiseln noch in seiner Gewalt hat. Sie wären für Tat und Schuld vor einem Gericht juristisch irrelevant.
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