Islam auf Deutsch

By katechon

„Seit langem setzen sich Muslime dafür ein, dass es an Schulen auch islamischen Religionsunterricht gibt – so wie für katholische und protestantische Kinder auch. Bisher steht nur in einigen Bundesländern Islam-Kunde auf dem Stundenplan. Auch Lehrmaterial ist noch Mangelware.“
Quelle: Tagesschau; Erstes Schulbuch für Islamkunde

Nun ist das erste Schulbuch zur Islam-Kunde auf Deutsch erschienen und soll den islamischen Religionsunterricht, wie er in einigen Bundesländern angeboten wird, unterstützen.

Kein gläubiger Christ kann etwas gegen einen Religionsunterricht vorbringen oder verlangen, die Ausübung von anderen Religionen zu unterbinden und doch sei hier entschiedener Widerspruch gegen das Buch und den Islam-Unterricht an deutschen Schulen angemeldet.

Das Abendland hat christliche Wurzeln, die sich bis in die Neuzeit ranken. Unser gesamtes Denk- und Wertesystem ist aus dieser Vergangenheit entstanden und auf Leben und Tod miteinander verwoben. Die Aufklärer mögen noch so laut Zeder und Mordio brüllen, ein schon oberflächlicher Blick in ihre Klassiker beweist, dass die Neuzeit nicht gegen die christliche Kirche, sondern aus ihr heraus gewachsen ist. Erst das Christentum machte die Aufklärung überhaupt möglich. Aus keiner Religion ist ähnliches hervorgegangen. Der christliche Glaube war der Same, aus dem der Okzident erblühte, um unter dem Kreuz die Welt geistig und kulturell zu erobern.

Er ist nicht so, dass Moslems und Christen zum gleichen Gott beten, wie uns die Ethos-bewegten weiß machen wollen. Im Islam ist Christus nur ein Prophet, im Katholizismus fleischgewordene Form des dreifaltigen Gottes. Islam und Christentum liegen seit jeher im unversöhnlichen Streit nicht nur wegen dieses theologischen Problems, es ist nur die Causa primus, aus der alle folgen. Orient und Okzident, Islam und Christentum haben sich nicht ohne Grund durch Jahrhunderte bekämpft: die Wertvorstellungen und die aus ihr resultierenden Lebensweisen sind bis heute inkompatibel.

Ein Buch, das den Islam lehrt, lehrt keine aufklärerischen Werte, sondern islamisches Mittelalter. Er mag sich modern geben, sogar so kleiden, doch im Wesen bleibt er uns fremd, gar feindlich gesonnen. Es ist keine Integration, wenn wir mit staatlichen Mitteln die Reproduktion uns fremder Ansichten und Werte nicht nur erlauben, sondern sogar fördern. Wenn die Vielfalt der Kulturen, die durch Einwanderung entsteht, nicht verschmilzt, droht die Balkanisierung Deutschlands, von Europa ganz zu schweigen.

Angebracht wäre daher das genaue Gegenteil: Ein Ethikunterricht, der Migranten die Werte der Aufklärung und Abendlandes näher bringt.

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2 Antworten zu „Islam auf Deutsch“

  1. KJ sagt:

    Ich möchte noch einen drauf bzw dransetzen und hinzufügen: Eine Gesellschaft, der es nicht mehr gelingt, ihre Ethik auf normalem Wege weiterzugeben, sondern einen Ethik-Unterricht braucht, die krankt.

    Unser Problem ist zum einen sicher die schiere Zahl der Zuwanderer, aber eben auch, dass wir ihnen wenig vorleben, was ihnen attraktiv erscheinen kann. Etwa ethisch – entweder bleiben sie bei ihren orientalischen werten oder sie schwenken auf den vulgär-Liberalismus um, den sie hier sehen.

    Die Situation, in der viele Einheimische stehen, nämlich unbewußt immer noch von den christlichen Werten zu zehren, fällt bei den islamischen Zuwanderern logischerweise weg. Langfristig aber – scheint jedenfalls so – auch bei den Einheimischen.

  2. Mcp sagt:

    Ja. Zustimmung.

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