Der Unmut in der CDU über den Kurs der hessischen SPD wächst, zumindest bei den CDU’lern, die im Werten sozialisiert wurden, steht mit einer Wahl Ypisilantis zur hessischen Ministerpräsidentin mithilfe der Linken, die Große Koalition in Bonn zur Disposition. Was für Christian Wulff, Roland Koch und Peter Müller eine rote Linie markiert, scheint für Merkel überhaupt kein Problem zu sein. Wie auch, kommt unsere Kanzlerin doch aus einer Zeit und einem Land, in der die SED und die CDU in „fester Verbundenheit“ am Aufbau des Sozialismus werkelten. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf Thüringen, wo CDU und Linkspartei fleißig miteinander um Posten und Pfründe mauscheln. Wenn, wie in Hamburg, Schwarz-Grüne Koalitionen auch im Bund Schule macht, werden wir noch eine „ausgemerkelte“ CDU erleben, die sich eines Tages sogar von Linkspartei tolerieren lässt.
Insofern ist der Ypsilanti-Alarm, den die Welt ausruft, nichts als ein Fehlalarm. Längst sind West-CDU’ler ausgebootete Staffage ohne Macht und Einfluss in ihrer eigenen, einst so stolzen, Partei.
„Der Linkskurs der SPD sorgt für heftigen Unmut in der Union. Der Druck auf die Bundesspitze wächst, die große Koalition zu beenden, sollte es in Hessen zu einer rot-roten Regierungskooperation kommen. Kanzlerin Merkel stellte jedoch klar: Für die Bundesregierung besteht keine Gefahr.“
Quelle: Welt; In der großen Koalition herrscht Ypsilanti-Alarm
Schlagworte: Angela Merkel, CDU, Christian Wulff, Hessen, Linkspartei, Peter Müller, Roland Koch, Ypsilanti