Ein gesunder Glaube

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Der Vorwurf, dass die Römische-Katholische Kirche wegen ihrer Ablehnung von Kondomen die Verbreitung von AIDS in Afrika befördere, ist eine „urbane Legende“, die, gegen alle Tatsachen, zum unausrottbaren und gern verbreiteten Repertoire aller möglichen Christenhasser gehört.

Abgesehen von dem schlichten Faktum, dass der römisch-katholische Glaube, im Gegensatz zum Islam, nirgendwo Staatsreligion ist, was seinen Einfluss auf staatliche Handlungen begrenzt, verhält sich der statistische Zusammenhang genau umgekehrt zur aufgestellten Behauptung. Dort wo der Einfluss, aufgrund ihres Bevölkerungsanteils, der katholischen Kirche besonders hoch ist, ist der Anteil der AIDS-Infizierten besonders niedrig und umgekehrt. Bei genauem Hinschauen sind die AIDS-Erkrankungen dort am höchsten, wo der Anteil indigener Naturreligionen besonders hoch ist. Der Zusammenhang zwischen rigider Sexualmoral und niedriger Infektionsrate ist so augenfällig, dass man nicht einmal einen Korrelationskoeffizienten berechnen muss, um ihn zu begreifen.

Land AIDS RKK
Swaziland 43% 5%
Botswana 37% 4%
Simbabwe 25% 8%
Südafrika 22% 6%
Mosambik 12% 22%
Kenia 7% 25%
Nigeria 5,4% 40%
Ruanda 5% 47%
Uganda 4% 36%

Siehe auch: Index Mundi; HIV/AIDS Rate der Erwachsenen

Das sehen im Übrigen die Profis im Geschäft mit Kondomen nicht wesentlich anders:

„Der Vorwurf, die katholische Kirche sei schuld an den hohen Infektions-Raten in Afrika, wird in der öffentlichen Diskussion vor allem implizit, aber auch explizit, immer wieder erhoben. Jedoch zeigen statistische Gegenüberstellungen zwischen der AIDS-Rate und dem katholischen Anteil der entsprechenden Länder, dass die Aidsrate in afrikanischen Ländern mit hohem katholischen Anteil signifikant niedriger sind.“
Quelle: Kondom- Express-Versand; KONDOM UND die römisch katholische KIRCHE

Womit bewiesen ist, dass der römisch-katholische Glaube nicht nur die geistige Gesundheit fördert und Promiskuität die eigentliche Ursache für die Verbreitung solcher Krankheiten ist.

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5 Antworten to “Ein gesunder Glaube”

  1. KJ Says:

    Man fragt sich irgendwie, warum man im TV stets Leute präsentiert bekommt, die der RKK vorhalten, sie schicke Menschenmassen in den Tod, weil sie keine Verhütungsmittel verteile. Bis hin zu Preisverleihungen für Priester, die dennoch Kondome unter die Leute verschleudern…

    Mal wieder: Der Blick in unserer Gesellschaft, besonders in den Medien, ist oft so verengt, dass vieles gar nicht mehr wahrgenommen wird. Das muss gar keine Absicht sein, denn die Gleichung RKK = wenig Kondome = viel AIDS ist in stein gemeißelt. Hinterfragt wird sie selten – und so gehts ja oft. Ich hoffe aber doch, dass sich die Wirklichkeit irgendwann auch in den Köpfen durchsetzt. Ich glaube, die Abwehrmauer dagegen bröckelt auch langsam, allerdings sehr langsam…

  2. Mcp Says:

    Ergänzen kann man hier vielleicht noch folgenden Gedanken: Sie bekommen bei grassierender Promiskuität und hohen Kondomgebrauch die Ausbreitung dieser Seuchen deshalb nicht in den Griff, weil es immer einen gewissen Anteil ungeschützten Sex geben wird und wechselnde Partner die Seuche verbreiten.

    Bei strikt monogamem Geschlechtsverkehr hingegen, gibt es weder ein Ansteckungs- noch ein Verbreitungsrisiko. Die Risiken sind auch dann um ein vielfaches geringer, wenn man in einer weitgehend monogam lebenden Gesellschaft eine gewisse Anzahl von Partnerwechseln zugrunde legt.

    Aber natürlich, der „moderne Mensch“ will seinen Spaß und die RKK ist sowieso „bäh“.

  3. alipius Says:

    Erstens (Obacht, Ironie!) wissen wir ja alle, daß der HI-Virus durch das Nicht-Vorhandensein eines Gummihäutchens überrtagen wird und nicht etwa durch Geschlechtsverkehr.

    Zweitens versuche ich ständig, mir vorzustellen, was im Kopf eines katholischen Afrikaners vorgeht, der sich einerseits bereits dazu entschlossen hat, außerehelichen Geschlechtsverkehr zu haben oder gar fremdzugehen, der aber dann, kurz bevor er sich ins Vergnügen stürzt, seine katholische Identität wiederentdeckt und die Kondome in die Ecke schleudert („Nein, DAS ist verboten!“).

  4. bukacarsten Says:

    Hey, als im Bereich tätiger “church worker” neige ich nicht gerade dazu dem Papst alle Schuld an der Verbreitung von HIV und AIDS zu geben. Die These der Korrelation zwischen Katholizismus und niedriger Infektionsrate möchte ich allerdings überhaupt nicht unterschreiben. In Afrika herrscht ein Nord-Süd-Gefälle: im zufälligerweise protestantischeren Süden herrscht eine höhere Infektionsrate als im zufälligerweise katholischeren Norden.

    Aus einem Statement wie „Bei genauem Hinschauen sind die AIDS-Erkrankungen dort am höchsten, wo der Anteil indigener Naturreligionen besonders hoch ist. Der Zusammenhang zwischen rigider Sexualmoral und niedriger Infektionsrate ist so augenfällig, dass man nicht einmal einen Korrelationskoeffizienten berechnen muss, um ihn zu begreifen.“ spricht sogar eine ausgesprochene kulturelle Arroganz. Das klingt ja schon fast so, als ob „Naturvölker“ wild rumvögeln würden. Sog. „Naturreligionen“ sind in der Regel ausgesprochen sexuell konservativ.

    Wie wäre es mit dieser Erklärung: Bei Naturvölkern herrscht eine so rigide Moral, dass sexuelle Aufklärung gar nicht erst möglich ist, weil über Sex und Tod nicht gesprochen werden darf. Vielleicht haben Naturreligiöse als weniger alphabetisierte Völker auch einfach keinen Zugang zu Aufklärungsinformationen. Diese Theorie deckt sich eher mit meinen Erfahrungen als Entwicklungshelfer in Papua-Neuguinea.

  5. Mcp Says:

    Möglicherweise ist der Zungenschlag hinsichtlich indigener Religionen falsch. Ich bin zu wenig Anthropologe, um mir darüber ein abschließendes Urteil anzumaßen. Fakt aber ist, dass monogame Lebensweisen bei Naturvölkern die absolute Ausnahme sind. Diese Aussage können sie schon der antiken Literatur entnehmen, in der die Monogamie der germanischen Stämme ein hervorhebenswertes Attribut war, dass diese Menschen von allen andern Völkern des Mittelmeerraumes schied. Die Aussage hat nichts mit „kultureller Arroganz“ zu tun, die Sie mir hier unnötiger- und ärgerlicherweise unterstellen wollen.

    Die Thesis von einem Zusammenhang zwischen Sexualmoral und Infektionsraten ist keineswegs zufällig, wie sich gerade am dramatischen Nord-Süd Gefälle der Infektionsraten ablesen lässt. Der „antisexistische“ islamische Norden hat mathematisch so signifikant niedrige Raten, dass ein Zufall aus naturwissenschaftlicher Sicht getrost ausgeschlossen werden kann. In diesen Staaten ist der Islam Staatsreligion.

    Ich behaupte also nochmals und nachdrücklich, dass Sexualmoral Lustseuchen effektiver eindämmt, als alle modernen Hilfsmittel die der Mensch bisher einsetzt. Ich bin diesbezüglich sogar Darwinist, weil ich glaube, dass Monogamie einen evolutionären Vorteil deshalb verschafft, weil sie die Ausbereitung von Infektionen massiv eindämmt.

    Verkehr, gleich welcher Art, ist geeignet Pestilenzen zu verbreiten und es ist kein Zufall, dass die europäische Pest genau in dem Augenblick Europa auszurotten drohte, als der Kontinent begann, globalen Handel zu treiben. Schauen Sie auf eine Zeittafel und sie werden feststellen dass die Pest, wie AIDS heute, die Globalisierungswelle um 1500 begleitete.

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