Zweifelnde Atheisten

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Je mehr Leute wie Dawkins uns mit ihrem „Gotteswahn“ traktieren und je militanter Atheisten auftreten, um den Glauben und Gläubige zu bekämpfen, desto mehr rückt das Thema Gott und Glaube in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Diskussion, desto mehr Menschen beschäftigen sich mit religiösen Fragen. Insofern sind Leute wie Dawkins, die Brights und wie sie sich sonst noch alle nennen, sogar hilfreich bei der Mission und insbesondere dann, wenn sie mit merkwürdigen Parolen hausieren gehen:

Es gibt wahrscheinlich keinen Gott. Jetzt hören Sie auf, sich Sorgen zu machen, und genießen Sie Ihr Leben“, steht seit neusten auf Londons Bussen zu lesen.

Wahrscheinlich? Die Atheisten beginnen zu zweifeln! Das ist doch eine wirklich frohe Botschaft.

Quelle: Zeit; Gott ist tot. Oder nicht?

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4 Antworten to “Zweifelnde Atheisten”

  1. Raistlin Says:

    Das ist quasi die Renaissance der oft gescholtenen „Pascalsche Wette“. Oder wie Papst Benedikt einmal sinngemäß schrieb: die Unsicherheit … das „was wenn doch?“

  2. Leser Says:

    Ist auch Ausdruck allgemein verbreiteter Feigheit. Da denkt so mancher Atheist im stillen:
    „Oh, oh, wenn die anderen doch recht haben, soll ich nach meinem Abgang denen zufolge ordentlich gegrillt werden. – Also besser ein bischen „mitglauben“, dann kann’s vielleicht nicht ganz so schlimm kommen.“

  3. Nikodemus Says:

    Ich habe einen gewissen Respekt vor der genannten Formulierung, da sie sich nicht scheut, die eigene Position als so unsicher auszuweisen, wie sie tatsächlich ist. Denn tatsächlich kann die Nicht-Existenz einer transzendenalen (also im die Welt umfassenden ‚Jenseits‘ angesiedelten) Gottheit mit weltlichen Wissenschaften und Strategien nie bewiesen werden.

  4. Möchtegern Says:

    Wenn man bei dem „keinen“ das „k“ streicht, ist der Satz genauso sinnig. Es wäre sinnvoller, erstmal zu klären, was unter „genießen“ zu verstehen ist. Das Christentum ist nämlich keinesfalls genußfeindlich. Aber wahrscheinlich haben „Brights“ ala Dawkins und Hitchens niemals den Katholizismus in seiner italo-römischen Ausprägung kennengelernt, sondern nur calvinistische Zerrbilders des Christentums.

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