Die Droge ist die Religion des Volkes

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Obama hat in seiner Jugend reichlich Haschisch, Alkohol und Kokain konsumiert. Er war, schreibt er heuer in BILD, auf dem Weg zun Junkie. Er wollte, so Obama weiter, die Frage aus dem Kopf bekommen, „wer ich war“, „wollte meine innere Landschaft ebnen, meine Erinnerungen verwischen“. *)
Quelle: Bild; Hasch, Alkohol, Koks. Ich war auf dem Weg zum Junkie

Vergessen ist wohl das Motiv für jeden Drogenkonsum. Dass blöde Vieh auf der Weide weiß nicht, dass sein Leben völlig verkorkst ist. Der Rausch schaltet aus, was Mensch und Tier scheidet: das Bewusstsein. Dort kann es vergessen, dass seine Stammeltern vom Baum der Erkenntnis naschten. Vorher war das bewusstlose Paradies, hernach kam die Vernunft über Adam. Schon die Griechen, so moserte Platon**), stellten sich das Jenseits als Zustand ewiger Trunkenheit vor.

Marx nannte die Religion wohl deshalb die Droge des Volkes. Denn aus marxistischer Sicht, ist der Gottesglaube ein Versuch der „Wahrheit“ und „Wirklichkeit“ zu entkommen, die natürlich, weil aufklärerisch und rational durchdacht, nur nihilistische Antworten liefern können. Der aufgeklärte Mensch braucht keine religiösen Drogen. Er braucht andere.

Die Bibel kennt keine Drogen, nur „Zauberei“. „Pharmakeia“, dass Wort aus den Urtexten der Heiligen Schrift, lässt sich freilich auch anders deuten. Hexenzauber war immer auch profunde Kräuterkunde und Kräuter dienen noch heute als wirksame Drogen. Die taz kennt sich aus.
Quelle: taz; Kräuter zum Kiffen

Wenn die Bibel also Zauberei verbietet, dann nicht den Hokuspokus, sondern das Herstellen und Verbreiten von Drogen. Die Hexe war ein Drogendealer und die Inquisition eine hocheffiziente Drogenpolizei. Nicht nur, aber auch. Denn das, was Kräutermixturen bewirkten, musste dem mittelalterlichen Wissensstande nach, als böse Zauberei erscheinen.

Man sieht, der Kampf der Religion gegen Drogen und umgekehrt, währt schon länger, als die Neuzeit dauert. Wer Drogen nimmt, glaubt nicht an Gott. Er ist höchstens, wenn überhaupt, auf einem esoterischen Egotrip. Meist will er, wie Obama, nur den Hohepriestern des Rationalismus und Nihilismus entfliehen, vergessen das sein Leben sinnlos sein soll. Sehnsucht nach einem Paradies, die in der Hölle endet.

„Gott ist tot“, erklärt der aufgeklärte Nihilist und hofft der „religiösen Droge“ zu entkommen. In „Wahrheit“ und „Wirklichkeit“ doch, hier schließt sich der Kreis, hat er den Glauben nur durch Haschisch, Kokain, Heroin und andere Gifte ersetzt und der allgegenwärtige Kampf um die Liberalisierung der Drogengesetze ist nichts anderes als die verbrämte Einführung einer Ersatzreligion. Heute ist das Christentum keine „Volksdroge“ mehr. Die Droge ist vielmehr zur Religion des Volkes geworden.

***

Fussnoten:
*) Ein Junkie als Präsident. Na toll. Noch vor zehn Jahren hätte das „Outing“ seiner Kandidatur den Todesstoß versetzt. Jetzt wird es dazu führen, dass sein Beispiel als Torbrecher für eine weitere Liberalisierung des Drogengebrauches dient. In einigen Bundessstaaten sind bei dieser Wahl schon Drogengesetze gelockert wurden. Passend zu den wilden Jugendjahren des Nochnichtpräsidenten. Noch so ein „Fortschritt“, den der Kandidat in seiner Antrittsrede vergaß zu erwähnen.

**) „Noch lustiger spendet Musaios und sein Sohn den Gerechten das Gute von den Göttern: sie führen sie nämlich in ihrer Schilderung in die Unterwelt, lassen sie da sich lagern, veranstalten ein Gastmahl der Frommen und lassen sie da die ganze Zeit bekränzt mit Zechen verbringen, indem sie als den schönsten Lohn der Tugend ewige Trunkenheit betrachten.“
Quelle: Platon; Der Staat; Zweites Buch

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12 Antworten to “Die Droge ist die Religion des Volkes”

  1. rotegraefin Says:

    Tja wir leben doch in einer schrecklichen Welt. Trotzdem habe ich beschlossen sie zu nehmen wie sie ist. Eine Schöpfung Gottes.
    Gott hat doch alles gut geschaffen wie kommt es nur, dass sie so verhunzt ist?
    Packst Du mit an, es zu verbessern? Oder ziehst Du es vor in der ewigen Anklage stecken zu bleiben?

  2. Mcp Says:

    Die ewigen Weltverbesserer sind das Grundübel der Neuzeit. Im Namen der Weltverbesserung wurden schon Millionen Leben verheizt. Zuletzt im Kommunismus. Denn was wollten die Kommis? Natürlich die Welt verbessern. Was sonst?

  3. Raistlin Says:

    Der Versuch der Selbsterlösung führt eben zu nichts Gutem😉

  4. Mcp Says:

    Ganz genau.

  5. rotegraefin Says:

    Hört ihr das monotone Gerassel der Bartwickelmaschine unten im Keller?🙂

    Die ewigen Neinsager. Mein Gott wie habe ich die zum fressen gern. Aus dem Trotzalter noch nicht raus, wegen der bösen bösen Mamis, die sie nicht richtig lieb gehabt hat.

    Ham, ham, ham, schmatz, schmatz, schmatz!
    Grrr ein bischen quer liegt ihr mir schon im Magen, aber mit Gottes Hilfe werde ich Euch schon gut verdauen.

  6. Frank Says:

    Als jemand der in der Drogenarbeit tätig ist, denke ich nicht, dass man das so pauschalisieren kann. Abgesehen davon dass es in Deutschland illegal ist hat wohl ein wenig Haschisch bisher kaum jemanden mehr geschadet als ein eine Flasche Bier. Bedenklich wird es eben nur wenn es zur Sucht wird.

  7. rotegraefin Says:

    Die Droge ist die Religion des Volkes, weil die Sucht eine Suche ist die mit dem Tod endet.

    Wir haben seit dem Sündenfall und Augustinus, der Liebe den Sex genommen und dem Sex die Liebe. Das rächt sich heute.

    Erst wenn wir die natürliche Ordnung wieder herstellen, dass die Liebe zwischen Mann und Frau so groß ist dass daraus eine eigene Person wird, können wir getrost in die Zukunft sehen.

    Hier Mcp herrscht noch der Hass auf die Frauen vor und damit auf das Leben.

  8. Leser Says:

    Hier Mcp herrschte bislang eine relativ rationales Kommentierungsklima vor.
    Das änderte sich indes schlagartig, als eine aufgeblasene Dummschwurblerin mit der grosskotzigen Selbsttitulierung „Gräfin“ aufkreuzte und zahlreiche Beiträge mit ihrem geschwollenen Nonsens beehrte. Als „running Gag“ wird dem Autor und diversen anderen Kommentatoren regelmässig ein irgendwo her halluzinierter Frauenhass unterstellt.
    Nur reicht die sonst so weit verbreitete Diskurshoheit des Feminismus nicht mehr bis in diesen Blog, um uns mit solchen beliebten Totschlagphrasen ins Bockshorn zu jagen.
    Sollte hier etwas wirklich vorherrschen, ist es ein gerütteltes Mass an Empörung über Verlogenheit, Impertinenz, Infamie, Perfidie und Penetranz. Dass sich der Feminismus durch derlei Eigenschaften nicht nur einmal auszeichnete, und viele seiner Protagonist(inn)en der Weiblichkeit angehören, ist deren Problem, nicht unseres.

  9. rotegraefin Says:

    Oh lieber Leser,

    ich sehe mich gerade zu von Mcp dazu aufgefordert ein bisschen Schwung in seine öde Langweiligkeit rein zubringen. Er findet es unanständig wie ich bei den Brights geschrieben habe. Aber offensichtlich liebt er ein wenig Unanständigkeit.

    Ich freue mich recht herzlich darüber, wie Du meinen Beiträgen noch die richtige Würze gibst in dem Du Dich wie ein Gockel so richtig schön aufplusterst. Gottes Tierreich ist doch wunder schön groß und sehr vielfältig.
    Jesus hat zwar gesagt, wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, aber Tiere sind mir genauso lieb. Sind auch Gottes Geschöpfe und die wurden vor den Menschen geschaffen. Es ist doch gut dass es die Evolution gibt.

    Darf ich fragen, was Deine Polemik gegen mich lieber Leser mit dem Thema Drogen zu tun hat?

  10. Leser Says:

    Genau so wenig, wie mit dem „Hass auf die Frauen und damit auf das Leben“.
    Und danke, dass die zweitklassige Gesalbtheit Deiner Diktion mir eine so plastische Metapher „Gockel“ zukommen lässt. Da tun sich geradezu unerwartete Dimensionen auf. Ästhetische Aspekte hätte ich zum Thema Drogen am allerwenigsten erwartet. „Richtig schön aufgeplustert“ ist indes zu viel der Ehre. Diese Huldigung muss ich leider beschämt zurückweisen. Meinem mediokren Äusseren ist der Vergleich mit einem gefällig anzusehenden Hühnervogel nicht angemessen.

  11. rotegraefin Says:

    Ach lieber Leser,

    wie ich schon schrieb Gottes Tierreich ist groß und seit der Entdeckung,gibt es ja wohl keinen Zweifel mehr darüber, dass der Mensch vom Affen abstammt.
    Auch Du bist wie Moses nur aus dem Fruchtwasser Deiner Mutter gezogen und dann leider wie er verzogen worden, von der Tochter des Pharo. Das heißt völlig unnatürlich erzogen worden.

    Also es gibt nur einen Weg zurück zur Natur.
    Das Natürliche ist, dass die Liebe zwischen Mann und Frau so groß ist, dass daraus eine eigene Person wird. Was ist mit Deinem Vater?

  12. rotegraefin Says:

    Hier etwas zum Lachen:

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