Denunzieren statt diskutieren

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Wenn Juden heute angesichts der zahlenmäßigen Asymmetrie zwischen Judentum und Christenheit in der Judenmission, selbst wenn sie gewaltfrei ist, eine erneute Bedrohung ihrer religiösen Existenz nach Auschwitz sehen, muss dies von Christen zur Kenntnis genommen und theologisch bedacht werden.

Quelle: ZdK; Pressemeldungen

Der Textschnipsel stammt aus dem Papier, in dem der ZdK seine Positionen zur Judenmission verteidigt. Ich halte diese Argumentation für infam.

In Auschwitz wurden die Juden nicht in ihrer religiösen, sondern in ihrer physischen Existenz bedroht, aber bestimmt nicht von Christen. Die Judenverfolgung der Nazis war weder eine Mission, noch war sie religiös motiviert. Auschwitz hat mir dem Missionsgedanken nicht das geringste zu tun. Wer die Mission in die Nähe von Auschwitz rückt, sie mit einem Völkermord gleichsetzt, will nicht diskutieren sondern denunzieren.

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3 Antworten to “Denunzieren statt diskutieren”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Vielleicht weiß die Kirche mehr?

  2. Vinneuil Says:

    Es war auch nicht das religiöse Bekenntnis, das einem den Fahrschein nach Oswiecim einbrachte, sondern die Abstammung.

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