Heikle Verhältnisse?

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Nach dem Holocaust kann es normale Beziehungen zwischen Juden und Christen kaum geben – und schon gar keine »Mission«

Quelle: ZEIT ONLINE; Mission: Über das heikle Verhältnis von Christen und Juden

Ich bin Christ. Ich pflege ein völlig entspanntes Verhältnis zu den Juden. Sie sind in Gänze weder meine Freunde, noch meine Feinde. Sondern ganz normale Individuen, von denen ich einige kenne, die Überzahl nicht. Mein Urteil orientiert sich am Einzelfall. Ich verallgemeinere nicht. Induktion ist eine unzulässige Beweismethode. Meistens jedenfalls.

Ältere Brüder habe ich zwar, aber die sind ganz sicher keine Juden. Und selbst wenn sie es wären, na und? Ich kann nur meinen Nächsten beurteilen und bei denen sind, abgesehen von meiner Familie, Religion, Hautfarbe, Herkunft oder Überzeugung eher zufällig verteilt. Ich bete auch mit Kommunisten. Ja, es gibt sogar anständige Genossen. Uff.

Selbstverständlich würde ich mich freuen, wenn ich einen Juden, einen Moslem oder einen Hindu von meinem Glauben überzeugen könnte. Warum denn nicht?

Kann jemand erklären, wo genau das Problem liegt, welches die „Zeit Online“ hier zu thematisieren meint? Ich finde diese Hetze zum kotzen. Ich habe kein „heikles Verhältnis“ zu irgendwelchen abstrakten Menschengruppen. Heikel sind höchstens die Beziehungen zu meiner Frau. Zumindest manchmal.

Die Hassprediger tragen den Hass aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Sie wollen die Konflikte unserer Großväter, die ihre Enkel längst begraben haben, neu entflammen. Ihre Absicht ist nicht der Frieden.

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3 Antworten to “Heikle Verhältnisse?”

  1. Tiberius Says:

    Sehr schön. D´accord.

  2. Don't care Says:

    Es ist wieder mal unsere PC-Hohepriesterschaft, die ins altebekannte Horn stößt. Einfach nur noch ignorieren, diese Narren. Die denken immer noch, wenn sie sich als selbsternannte Zuchtmeister gegenüber dem ewigen Tätervolk gerieren, könnten sie sich von einem Teil des „Nazi-Fluchs“ reinwaschen. Daß die Nazi-Keule schon stark abgenutzt ist, entgeht solchen in paranoidem Wahnsystem gefangenen Kleingeistern für gewöhnlich. Eine Ablenkung von wirklichen Problemen ist es überdies. In deren Beswchweigen sind die Gutmenschen auch große Meister, haben sie doch einen Großteil mitzuverantworten.

  3. Vinneuil Says:

    Ja, was soll denn das heißen: „Kann“ es nicht geben? Wer schreibt denn soetwas vor?

    Und wie oft muß man denn noch wiederholen, daß die „Judenmission“ und der „Holocaust“ in überhaupt keinem Zusammenhang stehen?

    Argh.

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