Trau keinem über 40

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Die AUF-Partei für Arbeit, Umwelt und Familie und die Libertas Partei haben sich für die Wahlen zum EU-Parlament am 7. Juni in Deutschland verbündet. Zur Wahl wird die AUF-Partei mit ihren Kandidaten, eigenem EU-Programm und unabhängiger Finanzierung antreten. Die Libertas Partei wird im anstehenden EU-Wahlkampf die Kandidatenliste der AUF-Partei empfehlen sowie den AUF-Wahlkampf mit eigenen Aktionen unterstützen. Die künftigen AUF-Parlamentarier werden der Libertas Fraktion im neuen Europäischen Parlament beitreten. 

Quelle: AUF; AUF-Partei und Libertas schließen Bündnis für EU-Wahlen im Juni

Eine interessante Konstellation. Nach dem verpatzten Einstand von Libertas in Deutschland eine Alternative, die man in Erwägung ziehen könnte. Kuby und Herman stehen für eine glaubwürdige Familienpolitik. Raddatz macht sich keine Illusionen über den Islam und Lohmann ist ein christlicher Publizist, mit dem man etwas anfangen kann: Die Wahrheit über Benedikt.

Die Wirtschaftspolitik hört sich gut an, dürfte aber einen Praxistest, in Zeiten international agierender Konzerne, nicht überstehen. Andere Splitterparteien haben allerdings wesentlich krudere Vorstellungen.

Eine sehr attraktive Mischung für Konservative und angenehm bieder. Die Jugend werden sie damit allerdings nicht erreichen: Mediengewalt erzeugt echte Gewalt. Es ist wohl auch eher ein Projekt des Alterskonservatismus, denn fast alle Kandidaten zur Europawahl haben die 40 weit überschritten. Trau keinem über 40 und schon gar nicht solchen, die möglicherweise Computerspiele verbieten wollen. Schade, denn Ron Paul zeigt, wie auch eine alter „Knacker“ mit libertären Ideen die Herzen der Jugend erobern kann.

Zum Grundsatzprogramm geht es in diese Richtung: Partei für Arbeit, Umwelt und Familie; Grundasatzprogramm (PDF)

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6 Antworten to “Trau keinem über 40”

  1. Bauer Gerhard Says:

    ttwoch, 13.05.2009
    Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble zensiert Satire
    Gestern Abend saß ich auf dem Podium des Mediacoffee in Frankfurt. Irgendwann kam, wenig überraschend, die Diskussion auf den Widerstreit von Bloggern und klassischen Medien. Und ich warf ein, mancher wolle am liebsten die freie Meinungsäußerung im Netz verbieten. “Wer denn? Das will doch keiner?”, meinten darauf hin die anderen Podiumsteilnehmer.

    Die Antwort ist seit heute klar: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble.

    Es ist bemerkenswert, wie schnell das Innenministerium handeln kann, wenn es sich in seinem Ruf angegriffen fühlt. Da gibt es also einen eher dem linken Polit-Spektrum zuzuordnenden, medienkundigen Menschen, der sich über die Web-Sperre der Regierung mokiert. Er errichtet eine Satire-Seite auf dieses Vorhaben. Sie ist böse, hat gelungene Elemente und platte, aber es geht hier ja nicht um eine Niveaukritik. Einen Screenshot der Seite ist noch hier zu haben. ….
    http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2122

    Die BRD wird immer mehr zu einer Kopie der DDR. Unter Führung der CDU, wir brauchen, weiß Gott, keine Rot-rote Regierung dazu. Merkel, vdL und Schäuble reichen dazu vollkommen aus.

  2. Nikodemus Says:

    Mal abwarten, was daraus wird. In meinen Augen aber der erfolgsversprechenste Ansatz (wenn man davon sprechen will…) einer christlichen Partei. Wenn die mal die „Wahrnehmungshürde“ überspringen könnte, könnte sich da durchaus was entwickeln…

    • Mcp Says:

      Ja klar. Ich persönlich würde sie wählen. Schon wegen Herman und Kuby. Allerdings hat die Partei eben offene programmatische Flanken. Wirtschaft und Jugend stechen als Defizite hervor. Noch eine moralisierende Verbotspartei ist das Letzte, was dieses Land braucht. Der freiheitliche Gedanke muss her. Nicht der Liberalismus, sondern Libertarismus gehört gestärkt. Das wäre eine echte Alternative zur linksdrehenden CDU unter Merkel. In Anbetracht der Alternativen: Rettet den Kapitalismus. Er ist der zurzeit der einzige Garant der von allen Seiten bedrohten Freiheit. Leider. Aber es ist so. Als Christ vor die Wahl gestellt, schlage ich mich immer auf die Seite der Gewissensfreiheit. Anders könnte ich nicht existieren.

  3. Aktuelle Berichterstattung zu AUF im Internet Says:

    […] https://efeder.wordpress.com/2009/05/13/trau-keinem-uber-40/ […]

  4. Dieter Steffen Says:

    Hipp-Hopper, Punks und auch Skins und sonstige jugendliche Gruppierungen haben in ihrer Lyrik deutliche Fragen nach Werten. Sie suchen da auch Antworten in der Politik. Dass ist mir als Mitbegründer und Mitinitiator der AUF – Partei sehr wohl und deutlich bewusst. Ich sage das nun mal provokativ so, ihr seid doch wohl alle Regierungstreue oder? Na ja man singt halt nur von Veränderungen, aber ansonsten zofft man nur gengenseitig rum, die eine Gruppe gegen die andere. Damit kann die Regierung oder besser noch die wirklichen Mächtigen im Hintergrund gut leben. Die Jugend vermag sich halt nicht auf einen Nenner einen, und somit werden sie kein Zähler. Also ich habe die Jugend voll auf dem Radar, um Politik auszuarbeiten, die gerade der Jugend Wege eröffnet, auf denen sie ihre eigene Zukunft mitgestalten kann. Wir sind erst einmal mit unseren Werten angetreten um die ersten Hürden der Parteienstrukturen zu nehmen. Für eine Jugendbewegung hin zu einer vernünftigen Zukunft ist es noch ein Stück Weg, und bedarf einer voll hingegebenen Mitarbeit um einen AUF-stand zu wagen. Ich persönlich habe viele Jahre in einer Drogen und Alk – Rehaeinrichtung gearbeitet, und weiß da doch mitzureden. Es ist nicht möglich, auf der einen Seite Veränderungen haben zu wollen, die einem das Leben wieder lebenswert machen und auf der andern Seite alles das beibehalten wollen, was unsere Gesellschaft und persönliche Lebensfähigkeiten untergräbt. Wir müssen da doch auch über Grenzen reden können, die eine freie Gesellschaft erst ermöglichen. Ich sage das gern so: „Freiheit ist, wenn ich immer die Kraft habe, dass zu tun was richtig ist“. Wenn das ein akzeptabler Satz ist, dann müssen wir nur noch herausfinden wer bestimmen soll was richtig ist. Linke, Rechte, halblinke , halbrechte oder du oder ich? Also Freiheit ohne Chaos bedarf einer ethischen Übereinkunft, und darüber müssen wir dann sprechen. Ich habe da echte Erwartungen an die unter 40ern und ich bin schon ein 60er, der sich aber noch 30 fühlt. Gerade ihr Jugendlichen dürft bei dieser Wahl zum ersten Mal AUF-begehren. Liebe Grüße von Dieter Steffen.

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