Unverhohlene Diskriminierung

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Wer heimlich einen Vaterschaftstest machen lässt, kann künftig mit einem Bußgeld bis zu 5000 Euro bestraft werden. Das regelt das neue Gendiagnostikgesetz, das jetzt nach der Zustimmung des Bundesrats in Kraft treten kann. Damit gibt es nach einer siebenjährigen Kontroverse erstmals einen rechtlichen Rahmen für genetische Untersuchungen am Menschen. Außerdem werden dabei erhobene Daten besser vor illegaler Verwendung geschützt.

Quelle: WELT ONLINE; Neues Bußgeld: 5000 Euro Strafe für heimlichen Vaterschaftstest

Warum lehnt der Gesetzgeber eigentlich einen obligatorischen Vaterschaftstest nach der Geburt eines Kindes ab? Weil in Europa, nach konservativen Schätzungen, jedes zehnte Kind ein Kuckuckskind ist? Das „Schlampengesetz“, wie es im einschlägigen Jargon mitunter genannt wird, ist eine ziemlich unverhohlene Diskriminierung des Vaters.

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8 Antworten to “Unverhohlene Diskriminierung”

  1. Nikodemus Says:

    Ein obligatorischer Vaterschaftstest ist keine gute Idee – vorauseilendes Misstrauen haben wir eh schon genug. Außerdem vermute ich, dass es für viele Familien, in denen „unerkannt“ ein Kuckuckskind zur Welt kommt, für alle Beteiligten besser ist, wenn das unerkannt bleibt.

    • Mcp Says:

      Eine der Grundlagen christlicher Morallehre ist die Sicherheit des Vaters über die biologische Abstammung seiner Kinder. Dies war über die Jahrhunderte hinweg ein Grund für die Präferenz der monogamen Ehe durch das Christentum. Nachzulesen hier: Die Todsünde des unehelichen Beischlafs.

      Das hat mit „Frauenunterdrückung“, Misstrauen und ähnlichen Unsinn nichts, aber auch gar nichts zu tun. Das ist Männerrecht. Die in den Nachwuchs investierte Kraft, die Zeit und Mühe sind irreversible, unwiederholbare Anstrengungen, weil unsere Erdentage begrenzt sind. Wenn man dem Manne dieses Recht streitig macht, dann landet man schnurstracks im Kommunismus, weil doch „die Kinder“ angeblich ein Gemeingut seien. Leyens Bemühungen um eine Kindergrippe ist nicht anderes als der Versuch unseren Nachwuchs zu verstaatlichen. Die merkelsche Kommunistenbande soll die Finger von meinem Kindern nehmen. Noch leben wir nicht in einem Ameisenstaat.

  2. Don't care Says:

    Das ist doch nicht zu fassen. Genau das ist die verlogene Argumentation der Femi-Mafia. Zieh nur deinen feigen Schweif ein, Opa Nikodemus. „Für alle Beteiligten besser“. Haha, für die infamen Schlampen sicherlich, damit Mr. Angeschmiert schön weiter löhnen darf.

  3. Don't care Says:

    Sorry, aber manchemal gehen einem die Gäule durch. Die Contenance immerzu zu halten, sollen die Heiligen und sonstige Hyperedelinge praktizieren. Mir ist diese Tugend nicht zugewachsen. Werde indes den internen Bremskraftverstärker gegen Jähzornatacken nachjustieren.

  4. rotegraefin Says:

    @ Da scheint mir ja auch mein alter Freund in neuem Gewande aufgetaucht zu sein.
    Der Heißsporn ehemals Leser, der der zum wütenden Schreiberling wurde.

    @ Mcp
    schafft es auch mal etwas mehr zu schreiben als seinen Artikel und fühlt sich langsam für das Klima auf seinem Block verantwortlich. Welch ein männlicher Fortschritt. Großartig! Weiter so im Text, Jungchen.

    Aber offensichtlich scheinen die Autoren, die sich über die Todsünde auslassen vom Wesen des Christentums keine Ahnung zu haben.
    Denn ein Christ ein von seinen Sünden erlöster Mensch. Allerdings für jeden, der die Sünde für möglich hält, ist die Welt vor der Liebe sicher.

    Schon gewusst? Jesus war ein nicht eheliches Kind und Josef hat für dieses Kuckuckskind gesorgt. Der Vater spielt interessanter Weise im ganzen Evangelium keine besonders herausragende Stellung.
    Warum wohl.

    Wer von seinem Besitz- und Kontrolldenken nicht loslassen kann, bleibt in einer unerlösten Welt verhaftet, in der die Welt vor der Liebe sicher bleibt. Eine Jahrhunderte alte und sehr, sehr traurige Praxis der Kirche.
    Die Liebe ist ein Kind der Freiheit und wer das nicht kapiert, bleibt ganz einfach ein Gefangener seiner eigenen gefühllosen Beschränktheit. Da kann Frau halt dann nichts machen.
    Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz.

  5. tulli Says:

    Wer will denn schon für ein Kind Unterhalt zahlen, das er gar nicht gezeugt hat und wieso sollte er das auch?! Was hat denn das mit Jesus und der Vaterrolle in der Bibel zu tun?!? Lasst doch mal die Bibel aussen vor. Wir leben in einem kapitalistischen Staat. Hier gelten die Regeln der Marktwirtschaft.

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