Versäumtes SED-Verbot

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Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, Marianne Birthler, hat es als Versäumnis bezeichnet, daß die ehemalige Staatspartei SED nach der friedlichen Revolution von 1989 nicht verboten wurde.

Quelle:  Jungefreiheit; Birthler bedauert versäumtes SED-Verbot

Erstens bezweifle ich ob es durchsetzbar und zweitens ob es wirksam gewesen wäre. Man kann Menschen nicht verbieten, sondern höchstens verfolgen oder umbringen. Das ist die letzte Konsequenz jeder Revolution. 1989 gab es in der Zone eine Revolte, einen Aufstand mit der Konsequenz, dass sich die von einer Revolution bedrohte DDR-Elite in Windeseile in die Arme des einstigen Klassenfeindes rettete. Kohl, Strauß und Konsorten hatten ja schon vorher mit Honecker und Genossen fanatisiert. Die waren im Westen nicht unwillkommen. Siehe Angela Merkel, eine DDR-Karrieristin, die in einer Revolution sehr tief gefallen wäre, statt hernach hoch zu steigen.

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2 Antworten to “Versäumtes SED-Verbot”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Die SED ist ja nicht gestürzt worden. Der ganze Prozess war doch nur möglich, weil die Supermächte ihre Zustimmung gegeben haben und auch die Bedingungen festgelegt haben.
    Wenn die SED durch eine Revolution davon gejagt worden wäre, wäre sie auch aufgelöst und verboten worden.
    Es ist das Schicksal der Deutschen, seit dem 30jährigen Krieg, das fremde Mächte über unser Schicksal mitbestimmen. Davon gilt es sich zu befreien. Der erste Versuch war die Reichsgründung 1871, der zweite 1933. Beide Versuche wurden mit kriegerischen Mitteln unterdrückt und bekämpft. Haben wir noch die Kraft die zu einem dritten Versuch?

    • Mcp Says:

      Karthago führte drei große Kriege. Nach dem Ersten war es noch groß und mächtig. Nach dem Zweiten noch vorhanden. Nach dem Dritten nicht mehr auffindbar.

      Den Spruch habe ich in Mitteldeutschland aufgeschnappt. Keine Ahnung, von wem der stammt. Aber er ist eine schlüssige historische Analogie.

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