Homo-Ehe soll ins Grundgesetz

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Das Grundgesetz wird 60. Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) nahm dies zum Anlass, mehrere Änderungen zu fordern. Sie will neben der traditionellen Familie auch Homo-Ehen unter den Schutz des Grundgesetzes stellen.

Quelle: WELT ONLINE; Verfassung : Zypries will Homo-Ehe im Grundgesetz verankern

Die Ehe war eine Institution, die nichts mit dem heute völlig verkitschten Hollywoodbild zu tun hatte. Bis Goethes „Werther“ war die Ehe keine Liebesbeziehung, sondern politisches, ökonomisches, soziales und gesellschaftliches Kalkül. Es war in jener Zeit nicht ungewöhnlich, wenn sich die Ehepaare siezten und sich ihre sexuellen Kontakte auf die reine Nachwuchszeugung beschränkten. Die Großfamilie und die in ihr eingebettete Ehe war für die Menschen bis Bismark, die einzige soziale Sicherheit auf die sie bauen konnten. Die Ehe stand aus diesem und nur aus diesem Grunde unter dem besonderen Schutz nahezu aller Verfassungen. Sie war viel zu wichtig, um sie auf unzuverlässige Gefühle wie „Liebe“ oder gar „Leidenschaft“ zu gründen. Kinder wurden deshalb immer gezeugt, weil die Dreigenerationenfamilie auf Kontinuität angewiesen war und schon das ausbleiben nur einer Generation einen unmittelbaren sozialen Abstieg nach sich zog.

Vor allem der nach dem Krieg ausufernde Sozialstaat hat die ökonomische und soziale Bindekraft der Ehe nachhaltig zerstört. War in früheren Zeiten der Staat von einem funktionierenden Netz familiärer Beziehungen abhängig, so hängt heute umgekehrt die Ehe am Tropf des Staates. Sie sieht sich heute auf eine „Liebesbeziehung“ reduziert und ist nicht einmal mehr das geistige Zentrum der nachwachsenden Generation. Die moderne „Familienpolitik“ hat nur dazu beigetragen diesen Prozess zu beschleunigen und setzt mit der Anerkennung der „Homo-Ehe“ nur einen parodistischen Schlusspunkt.

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3 Antworten to “Homo-Ehe soll ins Grundgesetz”

  1. Nikodemus Says:

    Tatsächlich eine eigenartige Entwicklung: Lebte der Staat früher von Voraussetzungen, die sich ihm entzogen, ist der Staat heute offenbar Voraussetzung für alles. Und das ist das Problem, es funktioniert nämlich nicht. Solange ein Restbestand an christlichen und meinetwegen auch anderen Voraussetzungen da ist, schleppt sich das noch so hin – aber dann?

    • Mcp Says:

      Die Ehe war immer eine Institution der Kirche. Erst der „moderne“ Staat hat die Befugnisse über die Eheschließung an sich gerissen. Die Ehe ist ein Bund vor Gott, nicht vor dem Kaiser. Streng genommen sind rein weltliche Eheschließungen ohne Sakramente gar nicht gültig. Insofern sehe ich die Homo-Ehe sehr gelassen. Sollen sie, dies ist nicht mehr meine Kultur und ich werde keinen Finger rühren, wenn sie einst fällt.

      Es ist ja seit Kurzem wieder möglich anerkannte Ehen auch ohne staatlichen Trauschein, also nur mit kirchlichem Segen, zu schließen. Vielleicht wird die bürgerliche Ehe verschwinden, aber die war sowieso eine Erfindung der Pariser Gosse, insofern hoch entbehrlich.

      Ich bin zudem davon überzeugt, dass wenn die vollmundigen Versorgungsversprechen des Staates unter der ungeheueren Schuldenlast kollabieren, die Ehe der Hafen sein wird, in dem sich die Menschen notgedrungen retten müssen. Ich sehe also nicht ganz so schwarz, wie es mancher Konservative tun. Man muss nur dafür sorgen, dass dieser christliche Lebensentwurf nicht in Vergessenheit gerät.

      Der moderne Staat hat hier wieder einmal mehr bewiesen, dass er alles, was er anfasst, zerstört.

  2. Vinneuil Says:

    … dann wird der Staat, frei nach Nietzsche, zum „kältesten aller kalten Ungeheuer“.

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