Sardonische „Altenpflege“

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Otto Dix; Lachen;1924

In der vorrömischen Zeit soll es auf Sardinien üblich gewesen sein, alte Leute zu erschlagen oder von den Klippen zu stürzten. Die Greise sollten lachend in den Tod gehen, so wollte es die Sitte. Vermutlich deshalb, weil sich die liebe Verwandtschaft besser fühlen wollte. Allerdings überließ man das nicht dem Zufall. Um sicher zu gehen, verabreichte man den Todeskandidaten ein Pflanzengift (Herba sardonica), das die Gesichtsmuskeln zu einem unnatürlichen, sardonischen Lachen verzerrt, an dem die Seele unbeteiligt ist.

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