Es „drohselt“ wieder

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Der Bundesvorstand der Jusos hat eine stärkere Bekämpfung der studentischen Burschenschaften gefordert. Gegen deren Akzeptanz an den Universitäten und in der Gesellschaft müsse „aktiver Widerstand“ geleistet werden, heißt es in einem entsprechenden Antrag für den vom 19. bis 21. Juni stattfindenden Bundeskongreß.

Quelle: Jungefreiheit; Juso-Vorstand fordert Kampf gegen Burschenschaften

Die Jusos wollen nicht nur Deutschland sondern nun auch noch die Burschenschaften bekämpfen. Der Erste, der das versuchte hieß Fürst Metternich, der letzte Adolf Hitler. Die Namen verweisen auf die geistige Kontinuität solchen Ansinnens.

Nebenbei noch ein Vorschlag für Kubitscheks Buch der neuen Wörter:

– drohseln: mit linksradikale Vorschlägen drohen

(Franziska Drohsel ist Bundesvorsitzende der Jusos und für ihre linksradikalen Ansichten berüchtigt.)

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4 Antworten to “Es „drohselt“ wieder”

  1. Don't care Says:

    Wäre auch gelacht, wenn nicht allein schon die Bezeichnung „BURSCHENschaft“ die HalsaderInnen der JosuInnen anschwellen lassen würde. Gegen diese Studentenverbindungen können sie synchron mit der Fascho- UND Macho-Keule so richtig eindreschen. „Männerbündelnde Reaktionäre“ ein Alptraum für alle linksgrünfeministisch verorteten ZeitgenossInnen. Vermutlich wittern sie, dass sich in diesen Burschenschaften noch ein Geist erhalten hat, der gegen Sozialismus und Titten-Sozialismus resistent geblieben ist.

  2. alipius Says:

    Linksextremes Pappnasentum auf höchstem Niveau!

    Grundgütiger, was sind die tief gesunken: Nur noch Gesinnungsscharmützel und Etikettenpolitik

  3. AndiBauer Says:

    Hallo Mcp,

    nichts gegen eine gepflegte Polemik, Franziska Drohsel in eine Linie mit Adolf Hitler zu stellen ist doch etwas gewagt (und auch einige Burschenschafter würden dies sicher nicht unterstützen, siehe http://tt.com/tt/home/story.csp?cid=9781389&sid=57&fid=21). Die letzten, die die Burschenschaften bekämpft haben, waren übrigens nicht die Nazis (die haben sie ja auch nur gleichgeschaltet, der Antisemitismus und Nationalismus war denen gar nicht so unrecht), sondern die Siegermächte in den deutschen Besatzungszonen.

    Viele Grüße,

    Andi Bauer

    • Mcp Says:

      Stimmt. Der Vergleich mit der kommunistischen Hochschulpolitik hinter dem Eisernen Vorhang wäre vermutlich passender. Dort waren die Burschenschaften ganz verboten. Wenn Drohsel könnte, wie sie wollte, würde sie wohl die stalinistische Methode wählen.

      In Hitlerdeutschland gab es „nur“ Unvereinbarkeitsbeschlüsse. Die sahen so ähnlich aus, wie die, die der SPD-Vorstand 2006 beschloss. Kein Burschenschafter konnte nach 1936 Mitglied der NSDAP, des NSDStB und anderer nationalsozialistischer Organisationen werden. Die Mitgliedschaft in NS-Kameradschaften jedoch war zwingend für die Erlangung von Examen. Die Burschenschaften wurden nicht „gleichgeschaltet“, sondern „ausgeschaltet“.

      Es gibt sehr wohl historische Parallelen zum Vorgehen der NDSAP damals und der SPD heute. Ich erinnere hier an den Fall Sascha Jung. Das SPD-Mitglied und Burschenschafter wurde nicht nur mit einem Berufsverbot belegt, sondern auch aus der SPD hinausgeworfen.

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