Stunde der Heuchler

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Ihr behauptet, dass Wahlen stattfanden? Ihr lügt! Und alle Welt soll es sehen. Diese Botschaft hallt nach, weil sie den letzten Rest an Illusionen vertreibt, die mancher über das Mullahregiment noch hatte. Alle Masken sind nun ab, diese Fratze lässt sich weder leugnen noch schönreden noch überschminken.

Quelle: Tagesspiegel; Islam und Demokratie

Um es vorwegzusagen: Ich weiß nicht, ob es bei den Wahlen im Iran mit rechten oder schlechten Dingen zugegangen ist. Möglicherweise. Möglicherweise nicht. Es gibt Hinweise, die auf beide Möglichkeiten weisen, aber keinen einzigen Beweis. Und nein, ich hege keine Sympathien für den islamischen Gottesstaat; bin allerdings auch nicht Iranophob, denn das wäre ganz sicher ein „Hassverbrechen“.

Den normalen westlichen Musterdemokraten plagen solche Zweifel nicht. Der Wahlbetrug ist für ihn ausgemacht, entsprechend hoch schlagen die Wellen im medialen Wasserglas.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Den hiesigen „Demokraten“ ist es herzlich egal, ob die Wahlen ordnungsgemäß abgelaufen sind oder nicht. Das Ergebnis passt ihnen in beiden Fällen nicht. Es bleibt, aus ihrer Sicht, der falsche Mann an der Macht. Das und nichts anderes ist der Druckpunkt, an dem der Chitinpanzer einer Kakerlake knackt. Die dichten Moralinschwaden, die aus den Redaktionsstuben unserer „Qualitätsmedien“ wabern, sollen die Tränendrüsen reizen und den Horizont des Mobs vernebeln.

Er könnte sonst auf die Idee kommen, dass ihm die Muster sattsam bekannt vorkommen: Frankreich hat den EU-Vertrag abgelehnt, die Niederländer und die Iren haben Nein gesagt. Andere Völker wurden nie gefragt. Der Vertrag wird trotzdem beschlossen.

Auch ein westlicher „Demokrat“ akzeptiert nur Wahlergebnisse, die seinen vorher geäußerten Wünschen entsprechen. In diesem Punkte unterscheiden sich seine Interessen nicht von denen iranischer Mullahs. In diesem Punkte heucheln sie beide.

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Eine Antwort to “Stunde der Heuchler”

  1. Bauer Gerhard Says:

    War da nicht was im selbsternannten Musterland der Demokratie, als vor ein paar Jahren eine Neuauszählung per Gerichtsbeschluss verhindert wurde?
    Gab es nicht auch im gleichen Land Probleme mit Wahlcomputern, die irrtümlich manche Stimmen doppelt zählten oder nicht gelöscht werden konnten?
    Ist es nicht das Land, von dem die Kreuzzüge der jüngeren Zeit ausgerufen und geführt werden.

    Wurden nicht irgendwo in Sachsen Stimmen der NPD großzügig unter den Tisch fallen gelassen? Bei einer Neuauszählung wurde dies entsprechend korrigiert.

    Zum Artikel, Zustimmung.

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