Ein animalisches Erbe

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Es gibt „Homo-Hasser“, die Homosexualität für etwas Perverses und Unnatürliches halten. Die schwulen Pinguine, die allzeit als schlagender Gegenbeweis durch die Medien geistern, verhöhnen solche weltfremden Ansichten zurecht. Natürlich ist Homophilie „natürlich“.

Als Argument für die Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Sexualität innerhalb der menschlichen Gesellschaft taugt es indes nicht.

Die erste Regung jeder Kultur ist das Bedecken der Scham. Es ist eines der frühen herausragenden Merkmale, das den Menschen aus dem Tierreich hervorhebt. Man kann es noch heute bei den archaischen Stämmen in Indonesien oder Südamerika beobachten. Ausnahmslos jede Kultur beginnt damit.

Kultur ist der Wille des Menschen sich von seinem animalischen Erbe zu lösen, seine Triebe und Leidenschaften zu zügeln, sie unter Kontrolle zu bringen und zu halten. Der Mensch ersann Regeln, Riten und Kulte, um sich vom „blöden Vieh auf Weide“ herauszuheben, sein Sklavendasein zu beenden (Aristoteles). Kultur als eine neue, nicht mehr von Instinkten beherrschte, Art des Zusammenlebens. Eine Befreiung von den Willkürlichkeiten des natürlichen Daseins.

Die Idee der Fortpflanzung ohne Lust ist der Versuch den Sexualtrieb, unser mächtigstes Erbe unter den tierischen Trieben, zu zähmen. Jede erwachende Hochkultur beginnt mit rigider Sexualmoral, die zu ihrem Ende hin in dionysischer Raserei, als sicheres Vorzeichen ihres herannahenden Niedergangs, umschlägt. Die vom Pöbel euphorisch bejubelte „sexuelle Revolution“ ist nichts als eine weitere Kulturbarbarei, vergleichbar mit jener, mit der die roten Horden das Erbe der chinesischen Kultur verwüsteten.

Das Prinzip der Fortpflanzung ohne Lust ist der Lust ohne Fortpflanzung gewichen. Das Ergebnis ist eine demografische Katastrophe, die man dadurch zu vertuschen sucht, dass man die Bürgerrechte willkürlich jeden hinterherwirft, der sich die Mühe macht, sie aus dem Rinnstein zu klauben. Auch die Römer haben so versucht ihr Imperium zu retten. Ihre ins Land geholten neuen Herren führten als Erstes jene rigide Sexualmoral ein, durch die sich die frühen Römer ausgezeichnet hatten. Jede Sexualität, die nicht die Zeugung zum Ziele hatte, galt fürderhin als pervers, gerade weil man derartiges Verhalten bei den Tieren beobachtete, von denen man sich jedoch zu unterscheiden wusste. Homosexualität gehört dazu, gerade weil es ein animalisches Erbe ist. Der Mensch ohne Kultur ist nur ein weiteres Tier, zurückgeworfen auf die pure Biologie, Sklave seiner Leidenschaften, Triebe und Instinkte. Niemand hat behauptet, dass es leicht sei, ein Mensch zu sein.

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2 Antworten to “Ein animalisches Erbe”

  1. Ein animalisches Erbe « Abfahrtslauf Says:

    […] [mehr] […]

  2. Johannes Says:

    Bitte korrigieren:

    Die Idee der Fortplanung ohne Lust …

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