Trügerische Hoffungen

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Die Hoffnung der bürgerlichen Migrationsdemagogen, dass die Einwanderer die bürgerliche Lebensweise der Einheimischen nachahmen und deren Gewohnheiten übernehmen, hat sich scheinbar als Trugschluss erwiesen.

Von Demokratie und Luxus angezogen, waren sie (die Migranten A.d.R) anfangs sogar bereit, sich einzugliedern; dann aber erkannten sie die Sinnleere unserer materialistisch orientierten Welt“, meint nicht nur die Wiener Philosophin und Publizistin Astrid Meyer-Schubert.[1] Nach ihrer Ansicht radikalisiere sich der Islam und die Frage, ob Europa eine Islamisierung drohe, muss mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet werden.

Der Historiker Ernst Nolte beurteilte die Aussichten für die „westliche Lebensweise“ in einem Interview mit der Jungenfreiheit kürzlich viel optimistischer: „Ich halte die Anziehungskraft der „westlichen Lebensweise“ für so mächtig, dass der Islamismus auf mittlere Sicht einen aussichtslosen Kampf führt und schließlich unterliegen wird – sofern sich nicht die Situation aus diesem oder jenem Grunde fundamental ändert.“[2]

Die jüngsten Ereignisse im Iran scheinen Nolte recht zu geben. Dort kämpft das städtische Bürgertum gemeinsam mit einer „verbürgerlichten Mullahschicht“[3] gegen die Fortführung der „islamischen Revolution“ unter Ahmadinedschad. Das zeigt zumindest, dass auch der islamische Klerus vor solchen Tendenzen nicht gefeit ist.

Widersprüchliche Aussagen und Tendenzen, die eine abschließende Beantwortung der Frage, welche Lebensweise sich am Ende durchsetzt schwierig erscheinen lässt.

Das Epizentrum des Islamismus bilden die arabischen Staaten. Diese Staaten haben eine sehr junge Bevölkerung[5]. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt in Deutschland bei 43 Jahren, während es in Afghanistan bei knapp 17 Jahren liegt. Der westliche Lebensstiel setzt eine Teilhabe der Massen am gesellschaftlichen Wohlstand voraus. Diese Partizipation erwächst aus der Integration der nachwachsenden Bevölkerung in das gesellschaftliche Leben des jeweiligen Landes. Bevölkerungsexplosionen machen diese Integration schwierig und führen über die Konkurrenz um nicht ausreichende Ressourcen zur Radikalisierung, die sich oft in inneren oder äußeren Konflikten entlädt.[4] Der Export des Bevölkerungsbeschusses aus dem arabischen Raum in die europäischen Länder könnte die latenten Radikalisierungstendenzen unter der Voraussetzung dämpfen, dass die „Migranten“ in den Aufnahmeländern assimiliert werden.

Ob die neuzeitliche Völkerwanderung zur Konfliktvermeidung taugt, wird sich aber nicht nur an der sozialen Frage entscheiden. Auch die Belastbarkeit multikultureller Konzepte wird einem Stresstest unterzogen, dessen Ausgang vollkommen unvorhersehbar ist. Historische Beispiele gelungener Integrationen beziehen sich immer auf zahlenmäßig kleinere Einwanderungsgruppen.[6] Im Falle Europas ist dies nicht der Fall. Hier müssen unterschiedliche Lebensweisen für lange Zeit nebeneinander existieren, was nicht konfliktfrei ablaufen wird. Erweist sich die multikulturelle Gesellschaft als Fata Morgana, was der Balkan vermuten lässt, dann wird sich der innere Frieden nur durch einen repressiven und autoritär handelnden Staat aufrechterhalten lassen, der die „westliche Lebensweise“ mit Sicherheit konterkariert und eher „balkanische Verhältnisse“ erwarten lässt.

Mag sein das „der Westen“ als „Sieger“ aus diesem Konflikt hervorgehen wird. Aber es wird mit Sicherheit nicht „der Westen“ sein, der seinen Gründungsvätern vorschwebte. Alles andere sind Illusionen.

Quellennachweis:
[1] Kath.net;
Unruhe über Islamisierung Europas wächst
[2] Jungefreiheit;
„Widerstand gegen die Moderne“
[3] Eiserne Krone;
Die zweite Etappe der Islamischen Revolution und die Legion des Erzengels Michael
[4] vgl. dazu: Gunnar Heinsohn; Söhne und Weltmacht
[5] Welt auf einen Blick;
Bevölkerung-Durchschnittsalter
[6] vgl. dazu: Karlheinz Weißmann; Nation

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