Turiner Grabtuch echt?!

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Eine Historikerin des Vatikanischen Geheimarchivs will einen schlagenden Beleg für die Echtheit des Grabtuchs Jesu gefunden haben: Die in Turin aufbewahrte „Santa Sindone“ enthalte Schriftzeichen in Aramäisch, die aus der Zeit vor dem Jahr 70 stammen, berichtete die italienische Tageszeitung „La Stampa“ am Dienstag, wie Kathpress meldete.

Quelle: Kleine Zeitung; Vatikan-Expertin: „Grabtuch von Turin“ ist echt

Die Hinweise darauf, dass dieses Tuch tatsächlich aus der Zeit Jesus stammt mehren sich: Turiner Grabtuch könnte echt sein.

Freilich würde auch ein hundertprozentiger wissenschaftlicher Beweis jene nicht überzeugen, die das Leben Jesu für eine frei erfundene Geschichte halten. Glaubensfragen können mit den Mitteln der Wissenschaft nicht beantwortet werden.

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2 Antworten to “Turiner Grabtuch echt?!”

  1. Vinneuil Says:

    Das Tuch ist derart rätselhaft, daß die Bezeichnung „einfacher mittelalterlicher Lappen“ (Zitat SpOn) schon durch den bloßen Augenschein als widersinnig widerlegt wird. Kein Mensch auf der Welt kann plausibel erklären, wie dieses Abbild, eine Art Fotonegativ, entstanden ist. Selbst wenn es sich um eine mittelalterliche „Fälschung“ handelt, ist die Kunstfertigkeit des Fälschers stupend. Sie konnte bisher nicht experimentell rekonstruiert werden. Unter anderem sind die Kreuzigungswunden anatomisch richtig gesetzt – Handgelenke und nicht Handflächen, wie in der mittelalterlichen Ikonographie üblich. Schon allein dieser Umstand sollte zu denken geben.

    Das beste Buch dazu ist immer noch Ian Wilsons „The Turin Shroud“. Darin wird eine faszinierende These vertreten. Nämlich die Antwort auf die Frage, warum das Tuch so exakt unserer überlieferten Vorstellung von Christus entspricht. Wilson behauptet nichts geringeres, als daß es das Tuch selbst war, das die Vorlage geliefert hat. Also das der Sachverhalt genau umgekehrt war: nicht das Tuch wurde nach der Christusikonographie gebildet, sondern dieses sei ihr Ursprung. Das Tuch sei nämlich identisch mit dem Mandylion von Edessa, welches ursprünglich aber zusammengefaltet war, sodaß nur das Gesicht präsentiert wurde. (http://de.wikipedia.org/wiki/Abgar-Bild – man vergleiche die abgebildete Ikone mit dem Grabtuch).

    Dieses (auch bekannt als „Schweißtuch der Veronika“) diente als Vorlage für die „vera icon“, die ikonische Darstellung Christi in der Ostkirche, die sich dann auch weltweit durchgesetzt hat (frühe Christusdarstellungen zeigten ihn eher als bartlosen „Apollo“). Die Gesichtsproportionen, das Haar, der Bart stimmen exakt mit dem Turiner Grabtuch überein. Auch die Chronologie des Verschwindens und Auftauchens des Tuches bzw. des Mandylions ergibt ein völlig schlüssiges und logisches Kontinuum, wenn man annimmt, daß die beiden Artefakte identisch sind. Mich wundert, daß diese These offenbar noch keine weitere Verbreitung gefunden hat.

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