Wenn Du zum Weibe gehst, vergiß…

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Für das „unschickliche“ Tragen einer Hose war sie zunächst zu 40 Peitschenhieben verurteilt worden, doch der Prügelstrafe ist Lubna Hussein entgangen. Ein Gericht sprach stattdessen eine Geldstrafe aus. Die sudanesische Journalistin weigert sich zu zahlen und muss nun ins Gefängnis.
Quelle: SPON; Sudanesin entgeht Peitschenhieben

Es sind schon merkwürdige Prioritäten, die unsere „Qualitätsmedien“ setzen. Sind sie gegen Auspeitschungen? Nein. Denn dann würden sie über ähnliche Fälle mittelalterlicher Bestrafungsmethoden, die im Sudan und anderswo alltäglich vorkommen, auch berichten. Nichts davon – nirgends. Das ist dort nun mal so Sitte, eine kulturelle Besonderheit archaischer Gesellschaften halt. Schulterzucken. Weiterschreiben.

In diesem Falle setzte es nicht einmal Peitschenhiebe – bei der „Qualität“ unserer Medien bin ich nicht einmal sicher, ob das mit der Peitsche keine freie Erfindung ist; Weib und Peitsche, nicht wahr, ist seit Nietzsche ein „Bestseller“, nicht nur im Porno-Geschäft – sondern nur eine Geldstrafe.

Das ist nichts anderes als eine Ordnungswidrigkeit, vergleichbar mit einem Strafzettel fürs Falschparken. So ein „Verbrechen“ schafft es in SPON: Die Frau darf keine Hosen anziehen, weil es dort nun mal so Sitte ist. Wie der Mann keine Frauenkleider, denn er würde dafür mit Sicherheit ausgepeitscht. Ohne Nachlass. Er stürbe, im Gegensatz zur Frau, sogar daran. Homosexuelle wurden in jedem Zeitalter wesentlich härter bestraft als lesbische Frauen.

Frau ohne Hosen: Was für ein unglaubliches Verbrechen, welches nur noch durch den Strafzettel getoppt wird, den mir eine schurkische Politesse fürs Falschparken an meine Windschutzscheibe gepappt hat. Wenn ich mich weigere, die Strafe zu bezahlen, dann gehe ich auch hierzulande in „Erzwingungshaft“.

Sitten prägen Kulturen, machen sie unverwechselbar, geben ihnen Identität und sorgen für ein geregeltes Zusammenleben und Zusammenhalt. Sitte war es hierzulande rechts zu fahren. Es wurde später zur Regel, dann zum Gesetz. Ohne solche Sitten herrschte auf unseren Straßen Chaos und Anarchie.

Manche Sitten anderer Völker mögen aus der Ferne betrachtet etwas merkwürdig erscheinen und doch erfüllen sie einen Sinn, auch wenn er sich uns nicht erschließt. Wer auf unseren Straßen links fährt, ist ein gefährlicher Geisterfahrer. Niemand würde Gleiches von einem Engländer in England behaupten, so wie kein Deutscher in England auf dem „Rechtsfahrgebot“ bestünde. Zumindest, solange er bei Troste ist. Niemand würde dies als Einschränkung seiner persönlichen Freiheit betrachten. Nur im Sudan, so der Ratschluss unserer „Qualitätsjournalisten“, gilt diese Logik nicht. Dort muss die Hose für die Frauen her. Unbedingt, sonst ist die „Freiheit“ in Gefahr.

Schwätzer. Vornehm ausgedrückt.

Nachdenken, differenzieren – so bemerke ich – ist eine keine Stärke unserer „Qualitätsjournalisten“: Meide die Medien – Teil 2. Sonst droht die Verblödung.

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5 Antworten to “Wenn Du zum Weibe gehst, vergiß…”

  1. Markus Says:

    Ich stimme dem voll zu und fordere des weiteren eine Geldstrafe für jeden Bundesbürger, der es versäumt, am Sonntag den Gottesdienst zu besuchen — ein unverzichtbarer Teil deutscher Sitte und Kultur.

  2. Don't care Says:

    Auch das Auftauchen dieser „Nachicht“ ist von geradezu „dick-tintiger“ Klarheit.
    Denn für die Oberexklusiv-OpferInnen ist jeder noch so banale Verstoss gegen ihre unantastbarstesteste Integrität ein sofortiger Aufschrei-Auslöser. Da unsere jahrzehntelange feministische Gehirnwäsche uns gründlich darauf konditioniert hat, dass Frauen nur „dürfen müssen“, (während Männer eher „müssen dürfen“), ist eine solch ungeheurliche „Zwangsmassnahme“ kompletto unzumutbar. Da muss allermindestens die UNO eingreifen, so die heiligen Menschen(Frauen)-Rechte derart brutal mit Füssen getreten werden.

    • Mcp Says:

      Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Dahinter steckt auch ein imperialistischer Reflex: Man will die „Wilden“ darüber belehren, was sie unter Zivilisation zu verstehen haben.

      Im Notfall hilft man nach. Früher schickte man Kanonenboote, heute streicht man das Budget – für die Hungerhilfe, nachdem man genau mit dieser die heimische Landwirtschaft zugrunde gerichtet hat. Das hat den „schönen“ Nebeneffekt, dass sich hungernde Kinder immer gut machen, um die „Fernstenliebe“ der dämlichen Deutschen anzuregen. Der funktioniert wie ein Pawlowscher Hund: hungernde Kinder-Heul. Dann fließen neben den Tränen auch reichlich Spendengelder, um den nächsten afrikanischen Bauern um sein Hab und Gut zu bringen. Schließlich weiß auch die westliche Landwirtschaft endlich, wohin sie ihre Überschüsse exportieren kann.

  3. Don't care Says:

    Aha!- Da fällt mir doch gerade wieder so eine schizophrene Attitüde unserer GutmenschenInnen ein.
    Einerseits wird mit einem nebulös-rousseauistischen Impetus die Unverdorbenheit der Kultur der „Edlen Wilden“ beschworen und ihre Kontamination mit unserer pöhsen „Weissen Zivilisation“ verteufelt.
    Andereseits haben diese „Tropen-Bewohner“ sich aber auch gefälligst an unsere gängigen Gutmensch-Paradigmen zu halten, wollen sie sich nicht unser „Wohlwollen“ verscherzen. Ganz erschröcklich ist es zum Bleistift, wenn die „Drittweltianer“ auf unsere heiligsten Tabus husten.
    Mit Antisemitismus kann eher selten gedient werden, mangels „Semiten“ in diversen „Äquatorial-Regionen“, bleiben dann aber noch lokale „ethnische Animositäten“ bis hin zu Pogromen und der „Sexismus“ (in Klartext Frauenfeindlichkeit).
    Vermutlich erwächst daraus das starke Verlangen der linken Bestmenschen diese „Drittweltlinge“ hierher zu importieren, damit sie allhier von ihren Verirrungen kuriert werden und zur Gutmenschen-Religion konvertieren.

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