Liebeserklärung an Merkel

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Das CDU-Blog verfasst eine „Liebeserklärung“ an Frau Merkel. Nun gut, es ist die Sache des Autors. Er tat es ja vorsichtshalber anonym. „Meine“ Meinung zu der Frau erschien kürzlich in der Jungen Freiheit und ich habe mich beim lesen ganz köstlich amüsiert: Nein, es geht nicht mehr.

Ich rede hier vor allem von der tagein tagaus schmerzenden, quälenden, peinigenden Zumutung, ja Gottesstrafe typischer und übertypischer Merkelscher Sätze seit ca. 2000 und dann vor allem seit 2005: Sätze, die, ganz gleich, ob sie nun mehr ihrer eigenen Sprachhirnhemisphäre oder der ihrer (ebenfalls hosenanzugsgewappelten) Bürochefin Frau Baumann entkreucht sind, zum Aufheulen sind, zum Davonlaufen, zur Landesflucht animieren.
Ja, und von mir wird also jetzt trotzdem im Ernst verlangt, mich doch noch für einen Wahlkampf zu befeuern, bei dem lang schon feststeht, daß an seinem Ende vier (aber mindestens!) weitere Jahre lang mich Sätze und Satzbildungsversuche durchs Leben begleiten und geleiten wie die hier im Moment in meinem Kopf und strafregisterlichen Notizbuch angesammelten:

„Die Perspektive beruht darauf, daß wir ein europäisches Unternehmen schaffen“ (Mai 2009)

„Es geht darum, daß von seiten des Papstes sehr eindeutig festgestellt wird, daß es natürlich einen positiven Umgang mit dem Judentum insgesamt geben muß“ (Februar 2008)

„Bayern steht da, wo der Bund hinwill“ (Juli 2008)

„In der Mitte sind wir und nur wir. Wir sind die Mitte. Wo wir sind, ist die Mitte“ (Parteitag 2007)

Quelle: JF; Nein, es geht nicht mehr.

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5 Antworten to “Liebeserklärung an Merkel”

  1. Don't care Says:

    Was wegen der preussischen Dominanz in BRD-istan schon als selbstvertändlich hingenommen wird, ist die Überrepräsentanz der vorlauten, grosskotzigen Nordstaatler (nördlich der Mainlinie). Das Hosenanzugs-Modell ist eine besonders typisches Exemplar der Berlin/Brandenburger-Quassler-Seele. Sprödes, wortverschleissendes Gesalbader, altgescheites Plattitüdengedresche. Dazu der Nebelkrähen-Akzent dieser Region (sprich, die gepresste Stimme, häufig gutturale Artikulation)
    Beispiel: „Eiens oda zwei, isch weies eienfach nischt meah weieta“
    Soll heissen „Eins oder zwei, ich weiss einfach nicht mehr weiter“.

    Aba, det halten die Jrossmäula aus diesa Jejend ooch noch füa richtijet deutsch.
    Die „Säggsler“ (seligen Andgedenkens) wurden wääschen ihro düsslischen Ohsschbrache wänischdens ’n wähnisch gehändseld und barodiert.

  2. Elsa Says:

    Februar 2009 war das, nicht 2008 (blöder Fehler, so einen hatte ich neulich auch schon, das passiert ganz schnell… )

  3. Bauer Gerhard Says:

    Nordstaatler gefällt.
    Auf zur Sezession.

  4. Tiberius Says:

    Der Herr vom CDU-Blog scheint ja einiges an Soma zu sich genommen zu haben. Muß ich glaub ich auch haben.

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