Babycaust?

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Elsa hat einen Beitrag auf ihrem Blog (Warum Abtreibung und Holocaust gar nicht zusammengeht) über die Vergleichbarkeit von Holocaust und Abtreibung geschrieben und dabei einige passende Anmerkungen gemacht. Auch ich halte nichts vom Vergleichen, wenn auch aus anderen Gründen. Der Holocaust ist mit nichts vergleichbar und dabei sollte man es auch belassen. Er entsprang einer historisch einmaligen Situation, die sich so mit Sicherheit nie wiederholen wird. So wie jede andere geschichtliche Konstellation einmalig und unwiederholbar ist. Daher verbieten sich nicht nur historische Vergleiche, man kann aus der Historie genau aus diesem Grunde nichts für die Bewältigung der Gegenwart lernen, ohne etwas falsch zu machen.

Die legale Abtreibung ist die Folge einer völlig neuen historischen Erscheinung, die es noch nie zuvor in der Geschichte gegeben hat. Sie ist Produkt des Feminismus und der wiederum ist ein „Kind“ der Neuzeit, die, zumindest auf den europäischen Kontinent, 1789 begann. Das hat der Feminismus zwar mit dem Faschismus, Kommunismus und Nationalsozialismus gemeinsam, aber das ist schon fast alles, was man an Ähnlichkeiten ausmachen kann. Man kann die Abtreibung daher nur im Kontext der „Frauenbewegung“ verstehen und eben nicht durch Vergleiche mit den Auswüchsen anderer Ideologien.

Der Feminismus postuliert die Unterdrückung der Frau durch das Patriarchat, der Kommunismus die des Proletariats durch die Kapitalisten und der Nationalsozialist fühlt sich schließlich von den Juden ausgebeutet. Alle diese neuzeitlichen Feindbilder weden gebraucht um Massen zu mobilisieren und zusammenzuhalten, aber eben auf völlig unterschiedliche Weise.

Die Kommunisten planen zunächst die Revolution, um anschließend die „Konterrevolutionäre“ umzubringen.

Die Nazis kommen überall legal an die Macht, um die „bolschewistischen Juden“ zu loszuwerden.

Der Feminismus legt die Axt an Gesellschaft und Familie und bringt schließlich massenhaft Kinder um.

Man kann die Abtreibung logischerweise nicht dadurch bekämpfen, dass man gegen Faschismus und Kommunismus ist, auch wenn sich diese Ideologien mit dem Feminismus überlagern, ihre Grenzen verschwimmen. Aber weder der Faschismus, noch der Kommunismus oder Sozialismus hat ein ureigenes, aus der reinen Ideologie entspringendes Bedürfnis zur Beförderung massenhafter Abtreibungen. Das ist alleiniges Ideengut des Feminismus, welcher sich heute geschickt des bürgerlichen Liberalismus bedient, um seine menschenfeindlichen Ziele gesellschaftlich durchzusetzen. Feministische Ideen haben auch den Kommunismus und Sozialismus zersetzt, aber nicht in der totalitären Weise, wie es in liberalen Gesellschaften der Gegenwart geschieht.

Wem es also ernst ist mit der Bekämpfung der Abtreibung, der muss den Feminismus in all seinen Formen bekämpfen, was nicht mit Frauenfeindlichkeit verwechselt werden darf. Man muss die Feministen gesellschaftlich isolieren, stigmatisieren und den lebensfeindlichen Charakter ihrer Ideologie offenbaren. Das dürfte bei dem, was beispielsweise die Schwarzer von sich gibt, nicht allzu schwer fallen. Allerdings muss derjenige, der solches in Angriff nimmt, mit erheblicher Gegenwehr rechnen, denn die Feministen und ihre Verbündeten sitzen heute an den Schalthebeln der Macht und sie werden sie nicht ohne erbitterten Widerstand verlassen, man wird Gewalt dazu brauchen.

Vergleiche mit dem Holocaust sind kontraproduktiv, weil sie am Ziel – der Ächtung der Abtreibung und ihrer Befürworter – vorbeigehen, weil sie Ursachen nicht nennen, statt dessen die sattsam bekannten Debatten um die Zulässigkeit solcher Vergleiche entfesseln. So gerät der vermeintliche Angreifer schnell in die Defensive und die Feministen können sich wieder einmal genüsslich zurücklehnen.

Der Antifaschismus hat den Faschismus niedergerungen, der Antikommunismus den Kommunismus und nun sollte ein strammer Antifeminismus helfen, den Feminismus auf den sprichwörtlichen Müllhaufen der Geschichte zu kehren, wohin alle neuzeitlichen Ideen, inklusive des Liberalismus, letztlich gehören.

Es geht nicht um die Wiederherstellung irgendwelcher eingebildeter „Ausbeutungsverhältnisse“, sondern um das Entlarven der Lügen darüber. Ja, es wurden Hexen verbrannt. Was verschwiegen wird, ist, dass wesentlich mehr Ketzer den Feuertod litten als Frauen.

Gerade unsere Altvordern haben ihre Frauen auf Händen getragen. Wer die Minne der Mittelalters kennt, der weiß, wie hoch Frauen damals im Kurse standen. Die ganze Kultur dreht sich um die „holde Maid“ und wie man ihre Gunst erringen könne. Den Weibsbildern hat es offenbar gefallen. Nie wieder in der Geschichte hatten Frauen mehr Aufmerksamkeit als damals. Versklavung, Unterdrückung, Ausbeutung – all diese dümmlichen Vokabeln sind Kopfgeburten von nichtsnutzigen, zu kurz gekommenen Tagedieben und elenden Banausen, die es, wie Voltaire, höchstens zu gemeinen Löffeldieben gebracht hätten, wenn man ihnen weniger Aufmerksamkeit geschenkt hätte. Gerade Voltaire war nichts als ein eingebildeter Salonlöwe, dessen Geschwätz nur einen Selbstzweck erfüllte: ihm ein möglichst angenehmes Leben zu ermöglichen. Der Held der Revolution – dass ich nicht lache. Ein gepuderter Affe, der beim Anblick von Blut theatralisch in Ohnmacht fiel. Sehr zum Entzücken der aristokratischen Damenwelt, die nachher freilich, unter Behuf auf sein Geschwafel, ihren Kopf unter die Guillotine legen mussten. Aber das ist schon ein anderer Treppenwitz der Weltgeschichte. In jenen Tagen aber wurde das Unkraut gesät, beginnt die sogenannte „Emanzipation“ zum legalen Kindsmord. Nicht nur, aber auch.

An dieser Stelle müsste jedem ein Licht darüber aufgehen, warum Antisemitismus und Kinderfeindlichkeit nun wirklich unvergleichbar sind. Der Judenmord ist traurige Geschichte. Der massenhafte, legale und industriell organisierte Mord an ungeboren Kindern schreckliche Gegenwart. So etwas hat es in der menschlichen Geschichte noch nie gegeben. Die Lebensschützer kämpfen nicht gegen Gespenster aus ferner Vergangenheit, sondern gegen die „modernen“ Monster in ihrer Gegenwart.

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17 Antworten to “Babycaust?”

  1. Vinneuil Says:

    Leuten, die mit „Holocaust“-Vergleichen kommen, sollte man prinzipiell mißtrauen – meistens sind das nur Schreihälse, die meinen, sie könnten überzeugen, wenn sie auf diesen Knopf drücken.

  2. Elsa Says:

    Sehr gut beobachtet und herausgearbeitet. Finde mich in vielen Teilen deiner Analyse wieder. Dem Feminismus ist aber nicht die Alleinschuld zu geben, auch wenn er tatsächlich die Ideologie liefert. Die Ideologie alleine hätte rein gar nix bewirken können, wenn nicht ganz besonders Männer, die Abtreibungskliniken finanzieren, projektieren, hochziehen und betreiben, die Pharmakonzerne sowie zigtausend Ärzte richtig fett Kohle damit verdienten.
    (Und ja, da ist die eine oder andere Frau sicherlich auch dabei. Aber ich wette, dieser spezielle Business ist mehrheitlich von Männern betrieben. Natürlich nicht nur, ich weiß ja… )

    • Mcp Says:

      Zwei Anmerkungen.

      Geld spielt glaube ich keine Rolle. Es gibt „Gewinnler“ – eine Abtreibungsindstrie – aber das keine Feministen im eigentlichen Sinne, höchstens Profiteure.

      Ich glaube Du irrst Dich bezüglich der Rolle des weiblichen Geschlechts bei der Entwicklung und Propagierung des Feminismus. Das ist eine hoch geschlossene Gesellschaft, die teilweise unter ausdrücklichen Ausschluss von Männern tagt. Das ist nicht die Masse der Frauen, sondern eine kleine „Avantgarde“ politisierender „Amazonen“ mit einem sehr geschlossenen „Theoriegebäude“ und vorzüglicher nationaler und internationaler Vernetzung, die quer durch alle politischen Lager reicht.

  3. Don't care Says:

    Mir deucht da, dass es in diesem Blog momentano thematisch etwas „engpassig“ geworden ist. Daher dieser weitschweifige Beitrag, mit seinem Rekurs auf den Holocaust. Nur, werter Autor, davon bekommen wir beileibe schon genug in der pädagogischen Tagesdosis, die uns „freundlicherweise“ von unserer medialen „Ärzteschaft“ verabreicht wird. An den lebenswichtigen Vitaminen und Spurenelementen „Singularität“ und „Unvergleichlichkeit“ soll es uns dahero nicht mangeln. Aber vermutlich hat die „Holo-Begriffsfamilie“ fürwahr die von Astrophysikern beschriebene Eigenschaft einer “Singularität“ („Schwarzes Loch“) angenommen. Alles kreist unter Aussendung grosser Energiemengen (Aufgeregtheiten) in immer engeren Spiralen und immer schneller um sie, um schliesslich von ihr geschluckt zu werden. Das beobachten wir tagtäglich. Beinahe jedweder Diskurs, womit auch immer thematisch angeschmissen, zirkelt nach wie vielen Rotationen auch immer, direktemang ins „Supermassive Schwarze Loch“, namens „Holocaust“.

  4. Don't care Says:

    @Elsa

    Wie kann’s denn anders sein. Hinter allen Missständen können halt nur Hinter-MÄNNER ausgemacht werden. Dass der Spezies der Nur-OpferInnen ein Freibrief zum Töten (genauer töten lassen) ausgestellt wurde, ist natürlich nur sekundär. Da die ArmInnen ihre lästigen Bälger da nicht „eigenhändig“ abservieren können, sondern „medi-zyinsche Assistenz“ benötigen, lässt jenne Gehülfen zu den wahren Malefizen mutieren.
    Darauf haben die männlichen Pharma/Krankenhaus-Raffkes nämlich nur gewartet, dass die armen Hascherl angekrochen kommen, um dann in händereibender Reibachlaune eine ganze Abzockindustrie hochzuziehen. Klar, nur so kann’s gewesen sein.
    Seht ihr, liebe Kinder, dieses ist das typische Verdrehungs-Paradigma. Auf derlei Klitterei baut das gesamte feministische Lügengebäude auf. Prinzip: Alle Verantwortung den pöhsen Männern unterjubeln, so wird der OpferInnen-Status zementiert und perpetualisiert.

  5. Elsa Says:

    @dont care: Ja, und weil ich eine Frau bin, denkst du, du kannst mir derartig saudumm daherkommen? Oder hat es garnichts mit mir zu tun und du bist halt einfach von Natur aus so?

  6. Don't care Says:

    Jo, glaub was du willst. Wen, oder was da für saudumm hälst, schert mich einen Dreck. Ausserdem bin ich niemandem persönlich irgendwie „dahergekommen“. Wenn euch die Argumente ausgehen, wird die Macho-Keule ausgepackt und gleich plump persönliches ausgewürgt . Kenn ‚mer alles schon. Aber eins stimmt, bin von Natur aus allergisch gegen Verlogenheit, Impertinenz, Infamie und Penetranz.

    Anders herum wird eher ein Schuh draus. Weil DU eine Frau bist, denkst du, du kannst jedem auf dei Nase k….en, und der darf auch noch „Dankeschön“ sagen.

  7. Elsa Says:

    Eine Runde Mitleid.

  8. Tiberius Says:

    Der Hinweis, daß das vermeintliche Recht auf Abtreibung nicht bloß von einer feministischen Avantgarde als weltanschauliches Anliegen erkämpft wurde, sondern auch von Geschäftsleuten, die einfach nach Profit streben.

  9. Elsa Says:

    don’t care. Verlogener wie du es bist, wage ich gar nicht sein.

  10. Don't care Says:

    Schon gut ihr armen OpferInnen. Verschanzt euch nur hinter eurem Verfolgungs- und Unterdrückungs-Wahn. In Ewigkeit Amen. Jede weitere Antwort wäre nunmehr Verschwendung.

  11. Don't care Says:

    Dunkel ist mir deiner Rede Sinn. – Welche Krimis ?

  12. Don't care Says:

    Woher soll’n ich das wissen ? – Aber wat juckt det mir überhaupt ?- Lese überhaupt keine Krimis, und selbst, wenn mir die elsatischen morgen mit Schleifchen verpackt reinschneiten, würde ich die Hervorbringungen einer solch pampigen Dame allsogleich in Richtung Tonne eskortieren.

  13. Elsa Says:

    Ach du bist ja goldig. Deine Jauche über drei Hektar verteilen und mir die Schuld geben dafür dass es stinkt.
    Danke Mcp.

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