Gerangel um Mindestlohn

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Die Bundesregierung hat den Weg für Mindestlöhne in Branchen mit geringer Tarifbindung geebnet. An diesem Dienstag konstituiert sich die neue Mindestlohn-Kommission, die über die Einführung gesetzlicher Lohnuntergrenzen entscheiden soll, wenn es in einer Branche „soziale Verwerfungen“ gibt. Der „Hauptausschuss“ wird von dem SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi geleitet.

Quelle: FAZ.NET; Arbeitsmarkt: Mindestlohn-Kommission soll Grenzen finden

Ob der Mindestlohn etwas bringt, kann berechtigt bezweifeln. Aber der hier gewählte Ansatz ist einfach nur Nonsens. Die Mehrzahl der Arbeiter „schuftet“ in kleinen oder mittelständischen Unternehmen, die sowieso keine Tarifbindung haben, weil sie sich die gewerkschaftlichen „Mondtarife“ entweder nicht leisten können oder leisten wollen. Letztere bleiben von diesen Reglungen unberührt, weil sie in Branchen tätig sind, die vom Mindestlohn ausgenommen werden sollen. Außerdem werden die Betriebe, die dann unter diese Reglung fallen, mit Sicherheit Wege finden auszuweichen. Das führt in der Folge zu erhöhten bürokratischen Aufwand und ausufernder Kontrollwut seitens der Behörden. Wenn schon Mindestlohn, dann einheitlich und für alle. Am besten aber gar nicht.

Angemerkt sei noch: Dass die „Kommission“ unter der Leitung von Dohnanyi steht, ist ein sicheres Zeichen, dass die Reglung wohl nicht zustande kommen wird oder zumindest so ausfallen wird, dass sie wirkungslos verpufft.

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Eine Antwort to “Gerangel um Mindestlohn”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Freiheit oder Menschen in Käfigen

    Man fragt sich, ob es Zufall ist oder Ironie des Setzers. Heute liest man jedenfalls im Wirtschaftsteil der FAZ untereinander gestellt einen Artikel über die Verelendung großer Teil der Bevölkerung von Hongkong und dann einen weiteren, der sich mit der Bestenliste ökonomischer Freiheit beschäftigt und daselbst Hongkong auf Platz 1 ausweist.Hier also Menschen, die in Käfigen hausen, in Kleinwohnungen aufgestellt, die abwechselnd schlafen müssen und nichts besitzen außer der Kleidung am Leib und Plastikgeschirr und dort eine Sondersonderwirtschaftszone des kommunistischen China, die der Entfaltung des Kapitalismus jede Chance bietet. Hier Entwurzelung und Ausbeutung der Vielen und da eine liberale Idealsituation, gemessen an den Kriterien geminderter Staatstätigkeit, Rechtssystem, Schutz des Eigentums, Stabilität des Geldwertes und Freihandel. Liberale Idealsituation deshalb, weil Liberale da geurteilt haben, die Studie Economic Freedom of the World wurde auch unter Beteiligung der FDP-nahen Naumann-Stiftung erstellt…..
    http://www.sezession.de/7275/freiheit-oder-menschen-in-kaefigen.html

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