Mit welchem Recht?

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US-Streitkräfte haben bei einem Luftangriff in Somalia offenbar einen der meistgesuchten al-Qaida-Führer in Ostafrika getötet. Saleh Ali Saleh Nabhan, der nach US-Einschätzung Anführer der al-Qaida in Somalia ist, wurde von zwei US-Hubschraubern beschossen. Bei dem Angriff kamen mehrere Menschen ums Leben.

Quelle: WELT ONLINE; Angriff auf Auto-Konvoi: US-Streitkräfte töten al-Qaida-Führer in Somalia

Es ist ja nicht so, dass ich einem Saleh Ali Saleh Nabhan hinterher trauere, ich frage mich bei solchen Nachrichten allerdings ernsthaft, woher die USA das Recht nehmen, den Bürger eines anderen Staates zu töten, ohne das ein rechtsstaatlicher Weg beschritten wird. Der Mann gehörte gefangen gesetzt und vor ein ordentliches Gericht gestellt, wo seine Schuld oder Unschuld über alle Zweifel erhaben festgestellt werden kann. Dass dieses rüde Vorgehen der USA vom internationalen Recht gedeckt wird, wage ich doch sehr zu bezweifeln und es beschädigt die Werte, für  deren Verteidigung dieses Land angeblich kämpft.

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3 Antworten to “Mit welchem Recht?”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Es gilt das Recht des Stärkeren.

    Die USA halten sich weder an Verträge noch an Gesetze wenn es ihren Interessen dient.

    Die Tötung feindlicher eingestellter Personen sehen die USA und Israel als ihr ureigenstes Recht an. Was bei anderen Terrorismus genannt wird, ist bei ihnen Bestandteil der Politik. Auch Osama bin Laden und seine Mitstreiter wurden ohne Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde von der Bushregierung gesprochen, die sowohl Ankläger als auch Richter waren.

    Hier ein anderes Beispiel über die Art und Weise unserer „Freunde“:

    „…Die amerikanische Regierung hatte in einer Note vom 23. Februar 1957 die Zahlung von 650 Millionen Mark „als Beitrag zu den Kosten der Stationierung amerikanischer Truppen in der Bundesrepublik“ gefordert, obwohl die einschlägige Verpflichtung Bonns 1956 erloschen war. Ein Umstand, auf den Konrad Adenauer in einem persönlichen Brief an US-Präsident Eisenhower vom 23. März 1957 hinweist. Wörtlich schreibt er darin dem amerikanischen Staatschef: „Ich möchte einmal unterstreichen, daß die Verpflichtung der Bundesrepublik zur Zahlung von ‘Stationierungskosten’ im Vorjahr erloschen ist … Wir verhandeln jetzt auf der Grundlage des Artikels 3 des NATO-Paktes über Maßnahmen der gegenseitigen Hilfe …“….
    ….Diese beliefen sich auf annähernd 600 Millionen Golddollar und wurde im Zweiten Weltkrieg von der Roosevelt-Administration beschlagnahmt. Mangels eines Friedensvertrages war über das endgültige Schicksal dieser „eingefrorenen“ deutschen Vermögenswerte in den USA noch nicht entschieden. Wie der ZFI bekannt wurde, befanden sich darunter auch „Mündelgelder“, die für gewöhnlich außerhalb staatlicher Zugriffsgewalt stehen und internationales Privatschutzrecht genießen. …
    …Statt der von Washington ursprünglich geforderten 650 Millionen Mark hatte Bonn nach den eindringlichen Gegenvorstellungen Adenauers 1957 nur die Hälfte zu zahlen und damit einen fairen Ausgleich zwischen beiden Interessen erreicht….
    http://www.jf-archiv.de/archiv98/098aa16.htm

    So, so ein fairer Ausgleich, die Deutschen mussten die Hälfte einer nicht berechtigten Forderung bezahlen. So kennen wir die Amis.

  2. LePenseur Says:

    …für deren Verteidigung dieses Land angeblich kämpft.

    Genau so ist es! Wer angibt, hat bekanntlich mehr vom Leben …

  3. Physiker Says:

    So ein Quatsch. Al-Qaida führt einen Krieg mit Terroranschlägen und die USA sollen sich statt selber mit Kriegsmassnahmen antworten zu dürfen, streng an ein formal-legales Verfahren halten.

    BG:“Das Urteil wurde von der Bushregierung gesprochen, die sowohl Ankläger als auch Richter waren.“ Mit solchen Sprüchen greifst du nur die ‚internationales Recht‘-Propagnda der Linken auf; aber wenn es gegen die USA geht, scheint das nicht zu stören. Kurz: Im Krieg sind Begriffe wie Ankläger, Richter … sinnlos.

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