Aus für Raketenschild

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Die US-Regierung unter Barack Obama will offenbar eines der großen Projekte George W. Bushs beerdigen: den Raketenschild in Osteuropa. Grund sei eine neue Bewertung der Bedrohung durch den Iran. Teheran habe die Entwicklung von Langstreckenraketen „nicht so schnell wie angenommen“ vorangetrieben.

Quelle: WELT ONLINE;Sicherheit: Obama gibt Plan für Raketenschild in Europa auf

Da wird sich das „Neue Europa“ aber grämen. Allen vor die Polen, die schon stinksauer waren, weil Obama keinen Vertreter zu den Gedenkfeiern auf die Westerplatte schickte. Obama hält die Russen offenbar für wichtiger als die Polen, denn das Märchen von der iranischen Bedrohung, die ausgerechnet in Polen abgefangen werden sollten, hat schon zu Bushs Zeiten niemand geglaubt. Der Raketenschirm richtete sich klar gegen Russland und Polen hoffte auf dauerhafte amerikanische Militärpräsenz im Lande.

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3 Antworten to “Aus für Raketenschild”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Polen die Wadlbeißernation.
    Das war einmal eine gute Entscheidung. Deutschland sollte sich ebenfalls um die russische Freundschaft bemühen, soweit es zwischen Staaten Freundschaft geben kann.

  2. Bauer Gerhard Says:

    USA verzichten mit großer Wahrscheinlichkeit auf ABM-Stationierung in Europa
    15:11 | 17/ 09/ 2009

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    MOSKAU, 17. September (RIA Novosti). Die Information, dass die Administration Obamas beschlossen hat, auf die Stationierung von Elementen einer Raketenabwehr in Polen zu verzichten, ist bisher offiziell nicht bestätigt worden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entscheidung Washingtons hoch.

    Diese Meinung äußerte Michail Margelow, Vorsitzender des auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates (russisches Parlamentsoberhaus)…..
    http://de.rian.ru/world/20090917/123138989.html

  3. Bauer Gerhard Says:

    Russischer Experte hält Obamas neue Raketenabwehrstrategie für Mogelpackung
    17:45 | 18/ 09/ 2009

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    MOSKAU, 18. September (RIA Novosti). Während die russische Regierung die neuen Pläne für den US-Raketenschild (ABM) in Osteuropa begrüßt, vermutet Militärexperte Leonid Iwaschow dahinter einen Trick.

    Mit der Stationierung ihrer Abfangraketen auf Schiffen in Nordeuropa würden sich die USA vor den russischen Langstreckenraketen absichern wollen, die im Kriegsfall über den Nordpol fliegen würden, sagte Leonid Iwaschow, Präsident der Moskauer Akademie für geopolitische Probleme und ehemaliger Chef der Hauptverwaltung für internationale Zusammenarbeit im russischen Verteidigungsministerium, am Freitag.

    Am gestrigen Donnerstag hatte US-Präsident Barack Obama eine Überarbeitung der bisherigen Raketenabwehr-Strategie für Europa angekündigt, um Russland zu beschwichtigen. Verteidigungsminister Robert Gates stellte später richtig, Amerika verzichte nicht auf das ABM-System in Europa. Statt in Polen sollen die Abfangraketen auf Kriegsschiffen in Süd- und Nordeuropa stationiert werden.

    „Die Position der USA in Bezug auf die Raketenabwehr in Europa hat sich nicht geändert“, kommentierte Iwaschow. Ihm zufolge sind die Aegis-Waffensysteme, die auf Schiffen installiert werden sollen, gegen russische Atomraketen gerichtet. „Wenn das System in Polen unsere ballistischen Raketen überall innerhalb der Reichweite hätte vernichten können, können die Aegis, wenn sie etwa in der Barentssee oder näher am Nordpol installiert sind, die Raketen nur vor dem Eintreten in die Umlaufbahn abfangen.“

    Mit der Aufstellung der seegestützten Raketenabwehrsysteme in Nordeuropa würden die USA den meisten russischen Raketen, die vom Festland und von U-Booten im Nordpolarmeer aus abgefeuert würden, die Flugbahn absperren, sagte der Experte. Aus ihrem „Zugeständnis“ an Russland wollten die USA politische Dividende schlagen. „Die politische Taktik der USA lautet: ein Problem schaffen, es zuspitzen, dann davon Abstand nehmen und im Gegenzug von betroffenen Seiten Zugeständnisse fordern.“

    Das, was die Amerikaner Zugeständnis nennen, „ist in der Tat wieder eine Lüge“, sagte Iwaschow. Mit dem Verzicht auf den Raketenschild in Osteuropa würden die USA mehrere Zwecke verfolgen: Wenn Russland in Sachen Iran nachgäbe, würde das seine Beziehungen mit Teheran aber wahrscheinlich auch mit Peking belasten. Zugleich würden neue ABM-Pläne die Beziehungen der USA mit den europäischen Nato-Staaten verbessern.
    http://de.rian.ru/world/20090918/123159329.html

    Das hört sich schon anders. Die Russen sind auch nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen.
    Es gibt auch schon die ersten Meldungen, dass Russland die Lieferung ihrer Flugabwehrraketen an den Iran einstellen soll. Wahrscheinlich sind dies die einzigen Raketen mit denen sich der Iran wirkungsvoll gegen einen israelischen oder amerikanischen Luftüberfall verteidigen kann. Nur, ich denke nicht, dass die Russen so leicht zu kaufen sind.

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