Blutige Tradition

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Die internationalen Truppen sollten die Lehren aus der Vergangenheit ziehen, hieß es in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung Omars. Afghanistan sei schon immer „ein Friedhof“ für „Kolonialtruppen“ gewesen. Der Taliban-Chef verwies auf die „hohen Verluste und die sinkende Moral“ bei den mehr als 100.000 ausländischen Soldaten, um seine Prophezeiung zu untermauern.

Quelle: SPIEGEL ONLINE; Afghanistan: Taliban-Führer Mullah Omar prophezeit Nato-Niederlage

Man mag Mullah Omar für einen religiösen Fundamentalisten halten, der nach Auffassung des aufgeklärten Europäers dem tiefsten Mittelalter entsprungen ist.

Fest steht allerdings, dass die Afghanen eine sehr lange und sehr erfolgreiche Tradition haben, fremde Truppen aus ihrem Land zu werfen, die ihnen natürlich – was auch sonst – „Fortschritt und Zivilisation“ bringen wollten.

Im ersten anglo-afghanischen Krieg 1839 fielen die Briten mit 16.500 Mann in Afghanistan ein. Von diesen Expeditionskorps kehrte nur ein Mann zurück: der britischen Militärarzt Dr. Brydon. Es gab keine anderen Überlebenden.

Man sollte den bärtigen Mullah ernst nehmen, denn trotz ihrer erdrückenden technischen Überlegenheit haben die Westmächte bisher werden ihn, noch Osann bin Laden gefangen setzen können.

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Eine Antwort to “Blutige Tradition”

  1. Arminius Says:

    Die Amerikaner hätten die Russen in Afghanistan in Ruhe arbeiten lassen sollen. Dann wäre ihnen einiges erspart geblieben. Jetzt müssen sie halt selber die Knochen hinhalten und wir leider auch.

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