Der heilige Nichtwähler

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Den deutschen Staatsbürger Joseph Ratzinger, geboren in Marktl am Inn gibt es nicht mehr. So sieht es jedenfalls der Vatikan.

Deswegen wird Benedikt XVI. auch nicht an der Bundestagswahl teilnehmen und wählen. Dabei besitzt der Heilige Vater neben dem vatikanischen auch den deutschen Pass – und somit das volle Wahlrecht.

Quelle: Bild.de; Bundestagswahl: Der deutsche Papst Benedikt XVI geht nicht wählen

Wen sollte er auch wählen, nach dem er von Merkel grob unfair behandelt wurde? Katholiken sollten seinem Beispiel folgen und Zuhause bleiben. Schließlich ist er unfehlbar.

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9 Antworten to “Der heilige Nichtwähler”

  1. nk Says:

    Nette Pointe, aber der Papst ist auch nach eigenem Anspruch keineswegs unfehlbar.

    Er kann Entscheidungen ex Cathedra verkünden und Katholiken sind verpflichtet, diese als wahr zu akzeptieren. das macht er allerdings nicht wegen jedem Pille-Palle wie einer Bundestagswahl.

  2. Maria Magdalena Says:

    Wer nicht wählen geht, braucht sich nicht zu wundern, wenn die in der „Linken“ aufegangene SED demnächst mitregiert und den „katholikenfreundlichen“ Kurs wie zu DDR-Zeiten nun Deutschlandweit steuern will. Die sind nämlich in der Lage, ihre Anhänger zu mobilisieren.

    • Mcp Says:

      Möglicherweise, nein sicher, hast Du recht Magdalena. Nur ginge ich wählen und wählte die CDU und sie gewönne durch meine Stimme, was bekäme ich?

      Eine Familienpolitik aus dem Hause „Gender-Kompetenz-Zentrum“, dem Tummelplatz grüner Radikalfeministinnen, freundlich gesponsert durch Ursula von der Leyen, die per Kinderkrippengesetz Zustände wie in der DDR anpeilt.

      Eine Wirtschaftspolitik wie aus dem Parteiprogramm der Linken mit einem rigiden Staats–Interventionismus auf Kostender Steuerzahler and vor allem unserer Kinder.
      Eine Steuer- und Sozialpolitik, welche die Selbstständigen bestraft und Faulenzer belohnt.

      Eine völlig ungeordnete Zuwanderungspolitik, die vor allen zulasten der Sozialsysteme geht. Von einer nicht vorhanden Integrationspolitik ganz zu schweigen. Welches sind denn die originären Punkte, welche die CDU vom Rest unterscheidet?

      Eine Innenpolitik, die sich nicht mehr am die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung kümmert, sondern unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung die Bürgerrechte einschränkt.

      Eine Kirchenpolitik, welche die CDU schon mehrfach in Konflikt mit der katholischen Kirche gebracht hat und Bischof Mixa zu dem bitteren Schluss kommen ließ, dass die Katholiken durch keine Partei mehr vertreten werden.

      Die traurige Wahrheit ist, dass Rot-Rot in vielen Bereichen keine wesentlich andere Politik betreiben würde als Schwarz-Gelb. Die Hand soll mir verdorren, wenn ich so etwas wählte. Ich kann eine solche Politik nicht durch meine Stimme legitimieren, ich bin demotiviert. Linke hin, Linke her. Unter Merkel ist die CDU dorthin gerutscht, wo die SPD früher war.

  3. Don't care Says:

    @Mcp

    Absolument juste ! – Aber was bleibt da noch übrig ? – Die Piraten vielleicht ?

    • Mcp Says:

      Ich schwanke noch. Die Piraten haben ein paar attraktive Punkte, aber ob es reicht mich zu mobilisieren, weiß ich nicht. Sie müsste ein Hauch Freiheitlicher/Libertärer sein. Eine neue liberale Partei mit ein paar von den Grünen ausgeliehenen Bürgerrechtsfloskeln brauchen wir nicht.

  4. Don't care Says:

    Stimmt auch wieder. Zu befürchten steht, dass was die P. umtreibt, vorwiegend „internetfreiheit“ ist. Ansonsten scheinen da viele Linkslastige rumzudümpeln. Eine „brauchbare“, indes schwer vorherzuberechnende Option wäre, dass die Ps. knapp über 5% kommen, und zwar mit Stimmen, die sie den GrünInnen und Sozos absaugen. D. h., da kann die eigene Stimme leicht zur „Tonnenware“ werden, wenn sich die Ps. dann brav linksgrünfeministische gerieren.

  5. nk Says:

    Ich bin im Moment dabei, überzeugter Nichtwähler zu werden und habe in diesem Jahr in NRW reichlich Gelegenheit zu trainieren.

    Die alte kleinere-Übel-Argumentation von ‚Maria Magdalena‘ kann ich einfach nicht mehr ertragen. Die hat mich schon geärgert, als ich noch ein Linker war.

    Ich sehe im Moment einfach keine Möglichkeit, darauf einzuwirken, wie sich das Land im ganzen entwickelt. Die Machtstrukturen sind subtil und gut eingegraben. Durch Wahlen sind sie jedenfalls nicht zu ändern.

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