Maulkorb für Minister

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Frankreichs Innenminister Brice Hortefeux muss wegen rassistischer Beleidigung vor Gericht. Hortefeux habe eine Vorladung für den 17. Dezember, teilte sein Büro mit. Die französische Anti-Rassismus-Bewegung MRAP zeigte den Minister an, nachdem er eine Bemerkung über einen jungen Mann aus einer Einwandererfamilie gemacht hatte.

Der junge Mann hatte sich bei einer Veranstaltung mit dem Minister fotografieren lassen. „Das ist unser kleiner Araber“, hatte eine Frau dabei gesagt. Hortefeux erwiderte darauf: „Einen braucht man immer. Solange es einer ist, geht es. Probleme gibt es, wenn es viele sind.“

Quelle: AFP; Frankreichs Innenminister muss wegen Rassismus vor Gericht

Dieser Rassismusvorwurf ist eine Farce. Der Innenminister hat ein Problem benannt und niemanden rassistisch beleidigt. Das Frankreich, vor allen Paris, ein Problem mit zugewanderten Arabern hat, die sich ähnlich schwer integrieren, wie die Türken hierzulande, ist spätestens seit den Unruhen in Paris im Jahre 2005 ein offenes Geheimnis. Die Probleme sind bis heute ungelöst.

Die Tatsache, dass man einen Innenminister für derartige Äußerungen vor Gericht zerrt, kommt praktisch einem Maulkorb gleich: Niemand darf es mehr wagen die Probleme anzusprechen, die im Zuge der modernen Völkerwanderung entstehen. Eine Einwanderungsdebatte ist unerwünscht. Das Volk hat das Maul zu halten und sich in sein Schicksal zu fügen. Nichts anderes hat Schäuble kürzlich in der WELT gesagt.

Im Grunde ist das ganze aktuelle Toleranz- und Rassismusgeschwätz nichts anders als der Versuch die Meinungsfreiheit zu diesen Fragen massiv einzuschränken, weil auch hierzulande mit dem Rassismusvorwurf recht üppig gewuchert wird und die Volksverhetzungskeule ziemlich häufig auf „Querulanten“ niedersaust, sobald diese auf – nicht zu leugnende – ethnische Hintergründe diverser Integrationsprobleme verweisen oder – noch schlimmer – überhaupt eine Debatte um Sinn oder Unsinn der Einwanderung führen wollen.

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3 Antworten to “Maulkorb für Minister”

  1. Don't care Says:

    Irgendwo las ich mal, die Ursache für die sog. „Sexuelle Befreiung“ sei das Totschweigen und die „Deckelung“ der Triebregungen in der „viktoriansichen und willhelminischen Prüderie“ gewesen. Über die graduellen Aspekte mag man geteilter Meinung sein, das Prinzipielle ist indes einleuchtend.
    Übrträgt man selbiges auf die rezente krampfhafte Leugnung und Unterdrückung ethnischer und rassischer Animositäten und Konflikte, kann das für die Zukunft ja „heitere Perspektiven“ implizieren.
    Sollte sich eine analoge „Befreiung“ etablieren, sind die Nächte der langen Messer schon abzusehen.

  2. LePenseur Says:

    @Don’t care:
    Der Vergleich mit dem Viktorianismus ist in der Tat treffend! Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: während dieser alle in seinem Würgegriff hat, ist die politishc korrekte Meinungsdiktatur ausgesprochen einäugig eingestellt. Abtreibungsgegner verbal das Umgebracht-werden zu wünschen ist völlig o.k., den Rentner in drer Münchener U-Bahn als typischen deutschen Spießer zu diffamieren, der sein Schicksal nicht unverdient erlitten hat, ebenso. Arabger und Türken dürfen europäische Mädchen als Christenschlampen bezeichnen, auch kein Problem. Aber wehe, jemand zeigt völlig der Wahrheit entsprechend die weitaus überpropotionale Gewaltkriminalitätsrate von Arabern und Türken auf — das ist Rassismus und wird mit gerichtlichem Vorgehen bestraft.

    Das ist circa so, wie wenn die Prüderie des Wilhelminismus bloß gegenüber Preußen gegolten hätte, Bayern hingegen jedem preußischen Mädchen ungestraft zwischen die Beine hätten greifen dürfen und sogar die Berichterstattung über diese Ungleichverteilung bei Preußen strafbar gewesen wäre!

  3. Don't care Says:

    Vergleiche hinken bekanntlich. 😦
    Dem Zusätzlichen Aspekt der Einseitigkeit stimme ich voll zu. Er profiliert die Perfidie der PC-Meinungsdiktatur noch schärfer. Das heisst die Hohepriester und Grossinqisitoren des Meinungskartells müssen erhebliche Aufwände sowohl im Totschweigen und Deckeln einerseits als auch im Gross-Herausposaunen andererseits treiben.

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