Protest mit Dildo

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„Mädchen“ finden es offenbar ganz toll, wenn sie mit „Dildos“ gegen Christen protestieren, die sich gegen die Abtreibungspraxis demonstrieren. Jedenfalls lässt der Eintrag im „Mädchen-Blog“ derartiges vermuten.

Ehrlich jetzt: Ich habe den Sinn der „Dildos“ als Protest gegen die Abtreibung bis heute nicht kapiert. Muss ich wahrscheinlich auch nicht, denn vermutlich ist der ähnlich sinnfrei, wie die, auf diesem Blog, gestellte Frage nach der Vereinbarkeit von BDSM und Feminismus. Spätestens hier käme ein „Freudianer“ auf die Idee, dass der „Dildo“ das unbewusste Symbol unbefriedigter Frauen ist, die ihren Männerhass genau deshalb im Feminismus ausleben. Was ich allerdings von Männern halten soll, die einen „Dildo“ – zum Protest – schwenken, weiß ich nicht. Vielleicht sind sie einfach nur die passende Ergänzung der freudschen Vermutung und der Grund für … Nein, lassen wir das. Es reicht wenn sich „Mädchen“ über die Vulva Gedanken machen: DIE ENTHÜLLUNG DES „UNSICHTBAREN GESCHLECHTS“ (Ein Buch, das dem weiblichen Geschlechtsorgan endlich die Aufmerksamkeit schenkt, die es verdient.)

Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzebogen, welche Selbstbefriedigungswerkzeuge beim nächsten Marsch für das Leben vorgezeigt werden. Mädels lasst euch was einfallen.

Man muss die „Titanic“ gar nicht abonnieren. Das Leben schreibt die besseren Realsatiren.

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9 Antworten to “Protest mit Dildo”

  1. earendil Says:

    Mein Gott, die Dildos sollen halt diese bigotten Heinis provozieren, die Sex nur zum Zwecke der Fortpflanzung akzeptieren. Ist doch nicht so schwer zu kapieren. Und du kannst dir nicht vorstellen, was auch Männer mit diesen Dingern machen? Tja…

    Realsatire ist eher, auf welche karierten Gedanken Freudianer so kommen.

    • Mcp Says:

      Ich bin so „bigotter Heini“ und ich fühle mich garantiert nicht provoziert, sondern sehr belustigt über die Vorstellung was Männer mit Dildos wohl anstellen mögen. Ich könnte mich sogar ausschütten vor Lachen darüber.

      Ihr merkt wirklich nicht mehr, wann ihr die Grenze zur Realsatire überschreitet.

      Ich könnte mich kringeln über die Frage, ob eine Feministin BDSM-Praktiken praktizieren darf. Das ist so urkomisch, dass ich euch eine Weile kabarettistisch begleiten werde.

      • earendil Says:

        Siehste, und andere lachen halt über Leute, die statt gegen Krieg, Armut, Staat, Kapitalismus oder sonstige Schweinereien auf die Straße gehen, sondern für das „Lebensrecht“ von Zellhaufen ohne Gefühl und Verstand. Oder über Blogger, die krampfhaft ein „Frauenbild“ suchen und dafür sämtliche erreichbaren Mottenkisten durchwühlen. So hat jede_r ihren_seien Spaß, und alles wird gut. 🙂

        Wie sagtes du so schön: Das Blog hat ein beachtliches kabarettistisches Potential.

  2. LePenseur Says:

    Irgendwie finde ich den im ersten Link vorgeschlagenen Demo-Slogan (cri de guerre?)

    wir sind hier und wir sind laut – auch ganz ohne jungfernhaut!

    wirklich recht putzig! Die jungen Damen scheinen die Jungfernhaut tatsächlich irgendwo beim Trommelfell anzusiedeln („Joy, san Se da falsch!“, kann man nur murmeln …). Und, ganz nebenbei sprochen: wenn Mädchen laut zu werden anfangen, dann pflegt es mit der Jungfernhaut auch nicht mehr weit her zu sein 😉

    Das mit den Dildos ist natürlich ein komplizierte Sache. Vielleicht wissen die Mädchen auch einfach nicht, wofür man diese benutzt, und denken in edler Einfalt (wenn auch ohne stille Größe), daß es sich dabei um ein Abtreibungsinstrument handele?

    Oder sie wissen es schon (weil sie mittlerweile ohne Jungfernhaut in gewissen Situationen laut zu werden gelernt haben), und wollen in Wirklichkeit (bzw. eben von der anderen Seite, was die Dildo-schwenkenden Männer betrifft) den demonstrierenden Abtreibungsgegnern demonstrieren, daß die flächendeckende Dildobenutzung die bessere Verhinderung von Abtreibungen wäre — oder hat man je gehört, daß ein Mädchen dadurch schwanger geworden wäre?

    Freudianisch gesprochen wäre natürlich die richtige Antwort auf durch Dildo-schwenken gegen Abtreibungsgegner demonstrierende Männer die Aufforderung, sich diesen rektal zu applizieren. Denn vielleicht könnten bei ihnen dadurch anale Fixierungen gelöst werden. Womit die Gegen-Demostration wenigstens irgendeinen Nutzen gezeitigt hätte …

  3. Don't care Says:

    Kann man auch viel banaler interpretieren (Ohne verstiegene, gewundene Thesen und ohne die dicke Staubschicht von Freudschen) Werken zu wischen und darin rumstöbern zu müssen). 😉

    Das Dildoschwenken ist einfach eine vulgäre, rotzfreche, ostentative Geste, die in etwa heisst:

    -Ich bin eine narzisstische Egomanin, die tut und lässt was und wann es ihr passt und auf ethische oder juristische Prinzipien pfeift.

    -Das sind die passenden Substitute für die Ausgeburten ds Teufels (Männer), deren Entmachtung und Überflüssigmachung die bösen Abtreibungsgesetze kippen würde, bzw. Atreibungen gar nicht erst „nötig“ machen würde.

  4. männerhassende feministin Says:

    ich würde eher sagen, dieses blog ist realsatire, wie kann man denn so dumm sein? je, wir hassen alle männer ganz ganz schlimm.. du hast leider nichts verstanden, versuchs mal mit lesen und denken 😉

  5. Don't care Says:

    @Mcp

    Die armen Nullinnen, die ihre geistigen Enddarmentlehrungen neuerdings hier platzieren, kannste getrost ignorieren. Ausser dämliches Kluggeschiss kommt da nix. Mit billiger höhnischer Herablassung verraten sie doch nur, dass sie argumentative Hohlnüsse sind.

  6. stefan Says:

    wenn man ein bißchen dran rumfeilt…

    „-Ich bin eine narzisstische Egomanin, die tut und lässt was und wann es ihr passt und andere ethische oder juristische Prinzipien habe als ihr.

    -Das sind die passenden Symbole gegen Prüderie, deren Entmachtung und Überflüssigmachung die bösen Abtreibungsgesetze kippen würde, bzw. Atreibungen gar nicht erst „nötig“ machen würde.“

    …wird ein schuh draus.

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