Sechs Stockhiebe für die Gleichberechtigung

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In manchen Ländern sind die Sitten rau. In Malaysia beispielsweise kontrolliert die Religionspolizei die Einhaltung des Alkoholverbotes für Moslems. Wer dagegen verstößt, wird nach islamischen Recht bestraft: Die Prügelstrafe ist dort gang und gäbe.

Nun kann man als „aufgeklärter“ Europäer über Alkoholverbot, Religionspolizei und Prügelstrafe verächtlich die Nase rümpfen, aber Sitte ist Sitte. Wo sie gelten, hat man sie zu beachten. Da gibt es keine Ausnahme. Denkt man.

Nun hat die dortige Religionspolizei eine Frau beim Biertrinken und der zuständige Scharia-Richter wohl einen besonders schlechten Tag erwischt, denn er verurteilte die Dame für dieses „Vergehen“ zur Höchststrafe: sechs Stockhiebe.

Unschön. Ja. Aber keine Staatsaffäre. Denkt man.

Beide Male falsch gedacht: Denn die Frau, die nebenbei noch als Model gearbeitet hat, ist die erste Frau in diesem Lande die zu einer einer Prügelstrafe verurteilt wurde, denn die wurde bisher ausschließlich über Männer verhängt. Dass es der Islam nicht so ernst mit der Gleichberechtigung der Geschlechter nimmt, ist nichts Neues.

Das sich nun aber ausgerechnet „internationale Frauenaktivistinnen“ darüber echauffieren, erstaunt. Offenbar ist solcherart Gleichberechtigung hoch unwillkommen. Mit ihnen jault die internationale Medienmeute und man hat sich in Malaysia offensichtlich unter dem Druck der Öffentlichkeit entschlossen aufs Prügeln – in diesem Fall – zu verzichten.

Wohlgemerkt, nicht die Prügelstrafe ist vordergründiger Gegenstand feministischer Kritik, sondern hauptsächlich die Tatsache, dass es sich um eine Frau handelt, die so bestraft werden soll.  Also doch das „schwache Geschlecht“, dem man so etwas nicht antut. Das die „Aktivistinnen“ damit einem „reaktionären“ Frauenbild huldigen, scheint in diesem Falle nicht zu stören.  „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – ja. „Gleiche Strafe für gleiche Vergehen“ – nein. Wie nennt sich solches denken gleich nochmal? Ja richtig: scheinheilig.

Werden Männer von Staatswegen verprügelt werden, interessiert das die „Menschenrechtsaktivisten“- im Vergleich zu diesem Echo: Medienecho – recht wenig. Denn seit Jahren kursiert im Internet ein Video, dass die Prügelstrafe in Malaysia dokumentiert. (kann man hier anschauen, ist aber nichts für zartbesaitete Gemüter) Die Reaktionen damals, beschränkten sich auf kopfschüttelnden Voyeurismus.

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3 Antworten to “Sechs Stockhiebe für die Gleichberechtigung”

  1. Don't care Says:

    Ururalter Hut: Feminismus war noch nie mehr als dummdreiste Rosinenpickerei.
    Wären Männer nur zu einem Prozent die Monster, zu denen die IrrInnen dieses Wahnideensystem sie diffamieren, würde unser Planet vom Krachen der Stockhiebe wiederhallen, die auf die Bande von grössenwahnsinigen IdiotInnen niedersausen würde.
    Dass die internationale Medienmeute für solcherlei impertinentes Getön auch noch Multiplikator spielt, ist daher eher Indiz für die Feigheit und das Krierchertum des sog. „Patriarchalischen Systems“.

  2. LePenseur Says:

    @Don’t care:
    Danke für Ihr treffliches Statement, das ich mir erlaubt habe in meinem Blog zu zitieren (unter „Das rechte Wort zur rechten Zeit“).

  3. Don't care Says:

    „Bitte, keine Ursache !“, wäre zwar dier Standentgegenung, indes „Bitte, jede Menge Ursache !“ leider passender 😦

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