Revolution und Konterrevolution

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Sie ist seit November 1961 nach dem Begründer des Wissenschaftlichen Sozialismus benannt und weltbekannt: die Karl-Marx-Allee in Friedrichshain und Mitte. Die Vereinigung der Opfer des Stalinismus fordert jetzt jedoch eine Umbenennung in „Straße der friedlichen Revolution“.

Quelle: Berliner KurierNeuer Name für Karl-Marx-Allee

Nun ja. Ich mahne hier mal die „marxistische Dialektik „an. Ohne „die friedliche Revolution“ in 1989 gäbe es heute keine zweistelligen Zuwächse für eine Partei, die sich ziemlich unverhohlen zur Tradition und zum Erbe der SED bekennt.

Die „friedliche Revolution“ hat möglich gemacht, was den Nazis nach 1945 verwehrt blieb: Da weiterzumachen, wo die Genossen 1989 kurzzeitig aufhören mussten. Revolutionen haben normalerweise das Ziel derartige konterrevolutionären Entwicklungen zu verhindern. Daher waren die erfolgreichsten Umstürze auch die blutigsten.

Aber die Deutschen sind keine Revolutionäre und statt „Straße der friedlichen Revolution“ sollte man die „Marx-Allee“ konsequenterweise „Straße der verpassten Revolutionen“ nennen.

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