Ungenehme Wahrheit

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Ich bin der Meinung, dass Menschen, die unter solchen Umständen mit HIV leben, aufgefordert werden müssen, ein Kondom zu benützen, um die Übertragung einer Tod bringenden Krankheit auf eine andere Person zu verhindern oder sich selbst zu schützen, insbesondere in Beziehungen, die von Missbrauch und Zerstörung bestimmt sind.

Quelle: imprimatur 2/2004; Die Kirche hat AIDS

Dass der Bischof eine abweichende Meinung zur Kondomfrage vertritt, mag er mit Gott ausmachen.

Aber das hier durchschimmernde Verständnis für promiskuitive Lebensweisen unter HIV-Infizierten liegt sehr weit außerhalb der traditionellen katholischen Morallehre. Das HIV-Infizierte Sex mit Nichtinfizierten pflegen, ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern strafrechtlich relevant. Auch Kondome bieten in solchen Fällen keinen hinreichenden Schutz vor Ansteckung.

AIDS ist eine Lustseuche, die ausschließlich durch Promiskuität verbreitet wird. Sexuelle Enthaltsamkeit in daher nicht das schlechteste Mittel zur Bekämpfung dieser Seuche und ein elender Heuchler, der das bestreitet. Das ist das Thema der katholischen Moral in Hinsicht auf diese Krankheit und nicht der richtige Gebrauch von Kondomen.

Diese Einsicht lässt der Bischof vermissen. Das die tatsächlichen Verhältnisse mit den reinen Lehren nicht in harmonischen Einklang stehen ist eine Binsenweisheit. Es bräuchte keine Morallehre, wenn man vor der sogenannten Wirklichkeit kapituliert. Der katholische Moralist verschließt auch nicht die Augen vor den Realitäten des Lebens, aber er verkündet eine dem Zeitgeist ungenehme Wahrheit, die gerade für Afrika gilt: Promiskuität tötet.

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10 Antworten to “Ungenehme Wahrheit”

  1. Markus Says:

    „Ausschließlich durch Promiskuität“: was auch die Promiskuität des Partners sein kann, und nicht die eigene; ausserdem kann man sich durch verseuchte Blutkonserven anstecken; und (in Afrika zunehmend) dadurch, dass man HIV-positiv geboren wird.

    Es gibt genug Möglichkeiten, ohne eigenes Verschulden HIV-positiv zu werden.

    • Mcp Says:

      Das Ammenmärchen von verseuchten Blutkonserven als eine Hauptursache für die Verbreitung von HIV lassen sich besser stecken. Es glaubt ihnen selbst in Afrika niemand. Sie machen sich höchstens lächerlich. Werden Sie konkreter und beschuldigen Sie bitte auch konkrete Personen oder Organisationen die sich derartiger (massenhaften) Nachlässigkeiten schuldig machen. Na? Ich warte. Oder ist die Luft schon raus?

      Kinder die mit HIV geboren werden, sind Produkte der Promiskuität – was denn sonst? Oder Sie glauben die Unbefleckte Empfängnis?

      Sie behaupten, dass es vielfältige andere Möglichkeiten gibt, sich mit dem Virus zu infizieren, bleiben allerdings eine erschöpfende Auskunft darüber schuldig. Bitte zählen sie auf, wie man ohne steten Wechsel von Sexualpartnern die Ausbreitung dieser Seuche erklären kann. Ich bin gespannt.

      Und kommen Sie jetzt nicht mit irgendwelchen infizierten Spritzen, die irgendwelche böswillig Infizierten Unifizierten in den Leib rammen. Urbane Ammenmärchen von der Love-Parade erklären die rapide Ausbreitung von AIDS sowenig, wie ihre anderen Schauergeschichten.

  2. LePenseur Says:

    Ach nicht schon wieder die AIDS-in-Afrika-Walze …

    Was in Afrika in Wahrheit grassiert, ist nicht AIDS (oder, exakter: deas HIV-Virus und seine Folgen), sondern ein total verschlamptes und korruptes „Gesundheits“-System, bei dem „AIDS-Fälle“ aufgrund von „WHO-Kriterien“ gemutmaßt werden.

    Daher nochmals meine schon öfters ausgesprochene Lesenempfehlung: Christian Fiala*)-Peter M. Lingens: »Lieben wir gefährlich? Ein Arzt auf der Suche nach den Fakten und Hintergründen von AIDS«, ISBN-10: 3216302938 Deuticke 1997.

    Wenn mehr Leute eine Ahnung davon hätten, könnten sich brave Bischöfe sinnlose (und von allen Seiten, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen, übelgenommene) Wortspenden ersparen. Und überhaupt viele Menschen (die in Wahrheit von AIDS etwa so wahrscheinlich betroffen sind, wie vom Einschlag eines Meteoriten) schlaflose Nächte …

    *) Ich weiß: das ist der böse Abtreibungsarzt aus Wien, aber egal: er hat in diesem Buch einfach recht! Das meint auch ein Rezensent bei amazon:
    Dr. Fiala zeigt in diesem Buch auf Basis der offiziellen Daten und zahlreicher Publikationen aus medizinischen Fachzeitschriften, daß es weder in Europa, noch in Amerika eine Ausbreitung des HI-Virus in der heterosexuellen Bevölkerung gegeben hat und eine solche auch nicht zu erwarten ist. Vielmehr weist Dr. Fiala klar nach, wie durch Tricksereien mit den Statistiken und einer sich ständig ändernden AIDS-Definition der Mythos kreiert wurde, HIV wäre durch Vaginalverkehr übertragbar und AIDS würde sich nun auch außerhalb der bekannten Risikogruppen ausbreiten. Auch auf die angebliche AIDS-Epidemie in Afrika geht Dr. Fiala ein und legt dar, wie hier aufgrund einer völlig anderen AIDS-Definition, verglichen mit Europa und Amerika, die herkömmlichen Tropenkrankheiten nach Belieben in AIDS umbenannt werden können. Der Autor erwähnt im Zusammenhang mit AIDS in Afrika auch, daß die HIV-Antikörpertests, die in Afrika aus Kostengründen ohnehin selten angewandt werden, gerade bei Patienten mit Infektionskrankheiten und parasitären Infektionen, wie sie in Afrika weit verbreitet sind, regelmäßig zu einem falsch-positiven Testergebnis führen. Nicht zuletzt wird auch AIDS in Asien kritisch beleuchtet und ausführlich auf die Rolle der Medien eingegangen, die zur Verbreitung einer AIDS-Panik in der Bevölkerung maßgeblich beitragen. Wer dieses Buch liest, wird schnell erkennen, daß der Behauptung, AIDS würde sich mittlerweile auch in der heterosexuellen Bevölkerung außerhalb der Risikogruppen ausbreiten, jegliche wissenschaftliche Basis fehlt. Da auf Fachchinesisch verzichtet wurde, ist das Buch zudem für jedermann leicht verständlich und gut zu lesen. Einziges Manko im Aufbau des Buches ist die fehlende Zuordnung der im Text genannten Aussagen zu den Referenzen, die im Literaturverzeichnis am Ende des Buches aufgeführt sind. Hier wurde offensichtlich ein Kompromiß zwischen wissenschaftlicher Präzision und Lesbarkeit geschlossen. Insgesamt kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

  3. Mcp Says:

    Ich werde mir das Buch zu Gemüte führen, aber wehe ihnen, es ist bloß wieder Zeitverschwendung. 🙂

    Nebenbei: Das Gesundheitswesen in den muslimischen Ländern Afrikas unterscheidet sich hinsichtlich seiner Qualität nicht von dem nichtmuslimischer Länder. Trotzdem ist die HIV-Rate signifikant niedriger. Rigide Sexualmoral rettet trotz -oder wegen- Steinigung ehebrecherischer Männer und Frauen doch scheinbar mehr Leben, als geopfert werden.

    Huch-jetzt – moralischer Aufbrüller! Wie kann ich bloß? Zur Entschuldigung – ich bin Mathematiker. Ich glaube an Zahlen. Fragen sie im Versicherungswesen nach. Die sind zwar maulfaul, aber ihre Zahlen sind mehr als aufschlußreich. Man wird es nie zugeben, aber hinter den Versicherungspolicen steckt ein ehrliches Stück Mathematik.

    Das Thema Kirche und Kondome würde ich gerne beerdigen. Nur leider graben die Untoten das leidige, wie sinnfreie Thema immer wieder aus.

    Daher nochmal, und widerlegen Sie mich, Promiskuität tötet, gerade dort, wo das Gesundheitswesen versagt.

    Und, wie wird AIDS (massenhaft) anders übertragen als durch Sex?

    Ist also sexuelle Enthaltsamkeit der sicherste Schutz vor dieser Seuche?

    Ich warte auf schlüssige Antworten.

  4. alivenkickn Says:

    Sex ist IMMER eine zweiseitige Angelegenheit. Also ist jeder der Beteilgten für Schutz verantwortlich. Aber wie schön das es Stigma und Schuldzuweisung gibt. Ich befürchte nur das irgendwann das „Unschuldswasser“ in dem der Mensch seine Hände wäscht versiegt. und was dann?

    Ansonsten . . . Sex als Lustseuche . . au weia . . .mehr fällt mir nicht ein . .

    • Mcp Says:

      AIDS ist eine Lustseuche. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

      • LePenseur Says:

        Ich würde AIDS eger als „Lifestyle-Seuche“ bezeichnen. Die „sicherste“ Möglichkeit, HIV zu bekommen, ist immer noch die, HIV-hältiges Blut in seinen Kreislauf zu bringen. Was aber eher mit dem Lifestyle von Drogenfixern zu tun hat, als mit Sexualverhalten.

  5. LePenseur Says:

    @Mcp:

    Rigide Sexualmoral rettet trotz -oder wegen- Steinigung ehebrecherischer Männer und Frauen doch scheinbar mehr Leben, als geopfert werden.

    „Scheinbar“ — ganz richtig! Wieviele Leben die ständige Bedrohung von Menschen, für Quisquilien (und wenn zwei junge Erwachsene mit einander in freiem Einverständnis ins Bett gehen, dann ist das nichts anderes) mit der staatlich gebilligten Ermordung sanktioniert zu werden, kostet — nämlich im Sinne von: lebenswerte Lebenszeit, das kommt Ihnen dabei nicht in den Sinn?!

    Ehebrecher zu steinigen ist etwa so gerecht, wie Knaben, die onanieren, die Eier abzuschneiden. Oder Dieben die Hände abzuhacken. Wenn sie derlei Barbarei unter dem Motto „aber es rettet Leben“ rechtfertigen, dann können Sie genauso gut alle Menschen ins KZ sperren, um ein Ideal einer verbrechenslosen Gesellschaft zu verwirklichen. Ich halte das, tut leid, für einfach krank!

    Und wenn Sie sagen „Promiskuität tötet“, dann antworte ich: praktisch alles, was Spaß macht, tötet! aber es macht
    1.) trotzdem Spaß
    2.) tötet es nur einen Teil derer, die Spaß haben — die anderen haben nur Spaß, ohne daran zu sterben.

    Die Wahrscheinlichkeit, als Mann durch ungeschützten insertiven Vaginalverkehr mit einer nachweislich HIV-positiven Frau HIV zu bekommen ist unter 1 : 1000 (können sie in jeder AIDS-Statistik des Robert-Koch-Institutes für Epidemologie, Berlin, nachlesen!).

    Das heißt: wenn ich zweimal jede (!) Woche mit einer anderen Eroberung ungeschützt ins Bett gehe (und das würde ich schon als extrem promiszuitiv bezeichnen — es liegt jedenfall weit über dem langjährigen Durchschnitt von Sexualkontakten!), und durch eine geradezu unwahrscheinliche statistische Schwankung ausschließlich HIV-Patientinnen flachlege, so brauche ich immerhin mehr als 10 Jahre, um statistisch einmal angesteckt zu werden.

    Mit anderen Worten: „Otto Normalverbraucher“ können’s einfach vergessen! AIDS ist für sie etwa so gefährlich, wie Lufthansa-Flüge (bei denen man ja auch praktisch immer nicht abstürzt!). Das ist — möglicherweise moralisch gutgemeinte — unsinnige Panikmache!

    Was anderes sind Drogenfixer mit needle-sharing oder passive Schwuchteln, die sich ungeschützt „rezeptiven“ Freuden hingeben: da steigt das Inzidenzrisiko freilich dramatisch! Aber ich gehe mal davon aus, daß das außer diesen Risikogruppen sonst eher keiner macht …

    Ist also sexuelle Enthaltsamkeit der sicherste Schutz vor dieser Seuche?

    Genau so, wie nicht mehr aus dem Haus zu gehen der sicherste SChutz vor herabfallenden Dachziegeln ist. Gehe ich deshalb nicht mehr aus dem Haus?

    Gerade als Mathematiker wird Sie Fialas Buch durchaus „augenöffnend“ interessieren. Und zur Ergänzung gönnen Sie sich den neuesten AIDS-Report des Robert-Koch-Instituts. Und dann schalten Sie Ihre mathematisch-statistischen Kenntnisse an und beginnen zu rechnen!

    Falls Sie Fialas Buch nicht mehr bekommen (es wurde — m.E. vermutlich auf Druck der Aidshilfe-Mafia — nicht mehr aufgelegt, obwohl es binnen kurzem vergriffen war), dann lesen Sie einfach diesen Aufsatz von Fiala, der seine Ergebnisse „in a nutshell“ enthält.

    • Mcp Says:

      Wenn Sie – ich nehme an Sie ein Libertärer – ihren Spaß haben wollen – bitte sehr. Ich habe als Freiheitlicher absolut nichts dagegen, jeder soll sich nach seiner eigenen Fasson zu Tode bringen. Nur einen Einwand habe ich: Die Kosten und die Risiken, die ihr „Spaß“ mit sich bringt, bürden Sie bitte nicht der Gesellschaft auf, sondern tragen sie – ganz libertär – bitte selber.

      Wer sich unbedingt zu Tode vögeln (saufen, rauchen usw.) will – bitte. Er soll nur nachher nicht herumjammern und verlangen, dass man ihm Arztrechnung bezahlt. AIDS bekommt man nicht zufällig oder unvermeidlich – wie etwa eine Grippe.

      Wenn wir uns darauf einigen können, bestehe ich nicht auf der Einführung rigider Moralvorschriften. Im anderen Fall werde ich mich genau dafür einsetzen, weil ich nicht einsehen kann, dass Leute vorsätzlich und mutwillig auf Kosten anderer Menschen leben.

      Sexuelle Enthaltsamkeit ist im übrigen eine Lebenseinstellung zu der mehr gehört als der sogenannte „Lustverzicht“. Sie hat auch etwas mit Treue zu tun und damit, dass man ein am Altar gegebenes Versprechen – bis das der Tod Euch scheidet – unter keinen Umständen bricht. Das mag Ihnen anachronistisch erscheinen, aber ich bin halt auch ein bekennender Reaktionär. Ein Ehrenwort ist mir immer noch lieber als ein Vertrag mit vielen Kleingeschriebenen.

      Ich ziehe aus der Askese – ja Sie lesen richtig – mehr Freiheit und Unabhängigkeit als einer, der sich zum Sklaven seiner Leidenschaften macht. Aristoteles hat darüber eine schöne Dialektik verfasst und Diogenes von Sinope sei ihnen – Sie Hedonist – wärmstens empfohlen. (Vorsicht PDF)

      Zum Schluss: Wenn sie schon die Sexualmoral und ihren gesetzlichen Kontext in gewissen Staaten angreifen, dann berücksichtigen sie bitte auch die kulturellen Eigenheiten, respektive den Entwicklungsstand solcher Staaten. Die meisten Staaten können sich weder ein Sozialsystem, noch ein Gesundheitswesen nach europäischen Vorbild leisten. Es übersteigt ihre ökonomischen Kapazitäten. In diesem Falle sind rigide Moralgesetze die einzige Möglichkeit solcher Seuchen Herr zu werden. Moralgesetze sind keine willkürlichen Ansichten irgendwelcher religiösen Fundis, sondern entspringen gesellschaftlichen Gegebenheiten und Notwendigkeiten. Wenn Sie so argumentieren, wie es gerade tun, so blenden sie diese Aspekte vollständig aus. Im Grunde argumentieren sie exakt genauso wie ein britischer Kolonialherr um 1800, der über seinen eigenen Wertvorstellungen den Stab über die Barbaren bricht, denen er unbedingt die „Zivilisation“ beibringen müsse. Früher nannte man dies Kolonialismus, heute nennt es sich „Entwicklungshilfe“.

  6. LePenseur Says:

    Die Kosten und die Risiken, die ihr „Spaß“ mit sich bringt, bürden Sie bitte nicht der Gesellschaft auf, sondern tragen sie – ganz libertär – bitte selber.

    Völlig d’accord! Da ich meine Privatkrankenversicherung selbst abgeschlossen habe und selbst zahle, sind Sie da vor allen Ansprüchen sicher. Mit allfälligen Krankenkosten belaste ich daher keine Sozialtöpfe (für deren weitgehende, wenn nicht gar ersatzlose Abschaffung ich eintrete — an die Stelle einer Pflichtversicherung sollte eine Versicherungspflicht treten. Sowas funktioniert bei der Autohaftpflicht seit Jahrzehnten klaglos, warum also nicht auch bei Krankheit oder Pension).

    Was Ihr „Sie Hedonist“ betrifft: ich halte es mit dem guten alten Epikur. Natürlich ist die ἡδονή das zentrale Ziel des menschlichen Lebens! Doch:
    „Wir halten auch die Selbstgenügsamkeit für ein großes Gut, nicht um uns in jedem Falle mit Wenigem zu begnügen, sondern damit wir, wenn wir das Viele nicht haben, mit dem Wenigen auskommen, in der echten Überzeugung, daß jene den Überfluß am süßesten genießen, die seiner am wenigsten bedürfen, und daß alles Naturgemäße leicht, das Sinnlose aber schwer zu beschaffen ist, und daß bescheidene Suppen ebensoviel Lust erzeugen wie ein üppiges Mahl, sowie einmal aller schmerzende Mangel beseitigt ist, und daß Wasser und Brot die höchste Lust zu verschaffen vermögen, wenn einer sie aus Bedürfnis zu sich nimmt. Sich also zu gewöhnen an einfaches und nicht kostspieliges Essen verschafft nicht nur volle Gesundheit, sondern macht den Menschen auch unbeschwert gegenüber den notwendigen Verrichtungen des Lebens, bringt uns in eine zufriedenere Verfassung, wenn wir in Abständen uns einmal an eine kostbare Tafel begeben, und erzeugt Furchtlosigkeit vor den Wechselfällen des Zufalls.

    Wenn wir also sagen, daß die Lust das Lebensziel sei, so meinen wir nicht die Lüste der Wüstlinge und das bloße Genießen, wie einige aus Unkenntnis und weil sie mit uns nicht übereinstimmen oder weil sie uns mißverstehen, meinen, sondern wir verstehen darunter, weder Schmerz im Körper noch Beunruhigung in der Seele zu empfinden. Denn nicht Trinkgelage und ununterbrochenes Schwärmen und nicht Genuß von Knaben und Frauen und von Fischen und allem anderen, was ein reichbesetzter Tisch bietet, erzeugt das lustvolle Leben, sondern die nüchterne Überlegung, die die Ursachen für alles Wählen und Meiden erforscht und die leeren Meinungen austreibt, aus denen die schlimmste Verwirrung der Seele entsteht.“ (Epikurs Brief an Menoikeus)

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