Das Opium Paradoxon

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Allein in den Nato-Staaten sterben jedes Jahr Tausende an den Folgen ihrer Heroinsucht, heißt es in einem Uno-Bericht. Damit verursache die Droge weit mehr Tote bei den westlichen Alliierten als der Afghanistan-Krieg. Die Allianz müsse den Anbau am Hindukusch mit mehr Truppen bekämpfen.

Quelle: SPIEGEL ONLINE;Heroin-Tote: Uno warnt vor afghanischer Opium-Industrie

Die Taliban hatten das Problem irgendwie besser im Griff.

Allerdings haben amerikanische Truppen immer das Pech, gerade in Gegenden zu operieren, wo der Drogenanbau floriert.

Im Vietnam Krieg kam die Hauptmasse der Drogen aus dem Goldenen Dreieck.

Mit dem Abzug der Truppen dort verschwanden auch die Opiumbauern. Vielleicht haben die sich ja in Afghanistan niedergelassen, um die Amerikaner zu ärgern?

Früher hatten die Briten das gleiche Problem, wie heute die Amerikaner. Überall wo ihre Truppen auftauchten, war auch das verfluchte Opium nicht weit.

Merkwürdig das – nicht war?

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4 Antworten to “Das Opium Paradoxon”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Die Russen glaube ich auch und noch früher war Afghanistan mal das Land in das die Hippies reisten um kostengünstig kiffen zu können.

    Es wäre ja nicht der erste Krieg den unsere Alliierten führen um den Drogenhandel aufrecht zu erhalten. Größe Reichtümer wurden damit begründet. Die Verstrickung der CIA etc. in den Drogenhandel ist ja auch seit längerem bekannt.

    Es wäre ein leichtes den Drogenhandel auszutrocknen, mit etwas Willen und Wollen, wäre Deutschland nahezu drogenfrei.

  2. Markus Says:

    Solange die Menschen nicht drogenfrei sein wollen, kann man den Handel auch nicht austrocknen. Und wenn die Menge der Suchttoten Kriterium für ein Verbot sein sollte, müsste man als erstes Alkohol verbieten — in diesem unseren Land undurchsetzbar.

    • Mcp Says:

      Es geht eigentlich nicht um den Markt, sondern um die, die ihn bedienen.
      Es ist merkwürdig, dass massiver Drogenanbau oder seine Vermarktung im Umfeld kolonialer Kriege stattfindet. Das war, die zugegeben ironische Diktion des Eintrages.
      Ich kann es nicht beweisen, aber diese „Zufälligkeiten“ lassen auf Systematik schließen und darauf, das man Waffengänge darüber finanziert, ohne den heimischen Steuerzahler allzusehr zu verärgern. Drogenhandel und Krieg sind in der Moderne zur Einheit verschmolzen.

  3. Markus Says:

    Krieg und Profit waren schon immer eine Einheit, und Krieg und wirtschaftliches/politisches/regulatives Chaos (im bekriegten Land) ebenfalls. Das daraus eine de-fakto Ökonomie entsteht, die maximalen Profit unter Umgehung etwaig bestehender Regeln sucht, ist unausweichlich. Also gibt es Schwarzmärkte, Drogenhandel und -Produktion (wo möglich — in nördlichen Breiten eher Schwarzbrennerei als Opium ;-), und Prostitution.

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