Broder schockt nicht nur den ZdJ

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Es ist fast, als hätte sich der Fuchs für den Vorsitz im Hühnerstall beworben. Dass der scharfzüngige Publizist und als ätzender Polemiker gefürchtete Henryk M. Broder zur Wahl des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland im kommenden Jahr seine „Kippa in den Ring geworfen“ hat, sorgt hinter den Kulissen der von Erstarrung in bürokratischer Routine bedrohten jüdischen Interessenvertretung für erhebliche Unruhe.

Quelle: WELT ONLINE; Jüdische Organisation: Broder schockt die Etablierten im Zentralrat

Broder hat nicht nur die Zentralratsjuden geschockt, seine Kritik war auch eine kräftige Klatsche für all diejenigen Nichtjuden, die hündisch nachgekläfft haben, was Knoblauch und Kramer soufflierten.

Das war in der Vergangenheit auch deshalb perfide, weil Widerspruch zur Politik des ZdJ in der Sache immer unter den Generalverdacht des Antisemitismus gestellt wurde. An Broder kann man sich reiben, ohne dass der den Nazi-Knüppel aus dem Sack lässt.

Broders Kritik trifft in allen Punkten den Nagel auf den Kopf und ist genau das, was hinter vorgehaltener Hand seit längerem gewispert wurde. Knoblauchs tiefrote Attitüden und Kramers unsägliche Nazivergleiche waren für jeden klar Denkenden schon des längeren eine intellektuelle Zumutung.

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4 Antworten to “Broder schockt nicht nur den ZdJ”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Nur ein Jude kann es sich erlauben öffentlich so aufzutreten. Ein Deutscher wäre als rechtsrextrem gebrandmarkt und dies sollte zu denken geben.
    Wer Zentralratsvorsitzender wird geht mir komplett am Allerwertesten vorbei. Wir bezahlen weiterhin, falls Broder hinkommen sollte, was ich bezweifle, werden die Töne leiser, an den Tatsachen wird sich nichts ändern. Wir bleiben das Tätervolk bis ans Ende der Tage unseres Volkes und bezahlen solange wir noch etwas abzugeben haben.

  2. Bauer Gerhard Says:

    „…Weil der Antisemitismus hartnäckiger geworden ist, reicht ein verhaltenes Räuspern vom Zentralrat nicht. ..“
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article4937483/Stoerenfried-Broder-hat-mal-wieder-Recht.html

    Mit deutschem Steuergeld weiter finanzierter Kampf gegen Antisemitismus, Broder wird andere Mittel anwenden.
    Wieso ist er denn von Polen weggegangen, Polen war befreit, er hat es vorgezogen sich an die Geldtöpfe beim Tätervolk zu setzen.
    Als freier Bürger in einem freien Land darf ich auch Antisemit sein, ebenso wie Antiislamist, Antichrist, Antihomo und sonstwas sein kann und darf.

  3. ultramontanus Says:

    Es sei immer günstig, wenn man einen Juden zitieren könne, sagte Mohler einmal irgendwo. Das hat dann häufig die lustige Folge, dass Juden in öffentlichem Diskurs zwar bestimmte Dinge sagen dürfen, Nichtjuden dies aber nicht mehr zitieren dürfen. 🙂

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