Schwarz-Grünes Chaos

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Wie Reformfreude konkret aussieht, wissen Hamburgs Schüler ziemlich genau. Leonie Boettcher (Name geändert) geht in die zwölfte Klasse des Gymnasiums Christianeum, schüttelt die blonde Mähne und nimmt die Finger zu Hilfe, um aufzuzählen, was sie alles erlebt hat. „Als ich in die fünfte Klasse kam, wurde gerade G8 eingeführt, also das Abitur in Klasse 12, und mein Gymnasium wurde achtstufig. In der sechsten Klasse waren wir plötzlich Ganztagsschule, in der achten aber nicht mehr. Weil ich eine Klasse übersprungen habe, saß ich auf einmal wieder in einem neunstufigen Zug.“ Es folgte die Vergleichsarbeit für die Klassen sechs und acht, dann wurde die Profiloberstufe eingeführt – „ja, und jetzt kommt die ganz große Reform“. Begeisterung klingt anders.

Quelle: FAZ.NET; Schulreform in Hamburg: Alarm im Lernbezirk

Dieses unglaubliche Schwarz-Grüne Bildungschaos in Hamburg war ein wesentlicher Grund meiner Stadtflucht.

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3 Antworten to “Schwarz-Grünes Chaos”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Mit Reformen wurde zu Zeiten Herbert Frahms begonnen und seitdem wird reformiert auf Teufel komm raus. Mit jeder Reform verschlechtert sich etwas.
    Veränderung um des Veränderns willen.

  2. Bauer Gerhard Says:

    http://deutsche-sprachwelt.de/

    Ich möchte auch hier die Gelegenheit nutzen und für dieses Projekt werben.

  3. quadratura Says:

    Stadtflucht als Stichwort, besser Stadtteilsflucht. Diese beginnt doch schon „im Kleinen“, bei der Einschulung. Ich weiß nicht, wieviele Ehefrauen kurz vor dem Stichtag Anmeldung Grundschule einen neuen Wohnsitz haben. Das Kind natürlich auch und die erste Post ist von der GEZ ;).

    Grund hierfür ist nur, eine Schule zu finden, in der das Kind in der 1. Klasse Deutsch schreiben lernt und nicht nur sprechen.

    4 Jahre später erneuert sich das Problem.

    Schaut man sich den Stundenplan eines 10jährigen an, sieht man einen Vollzeitjob. Es sind nicht nur die Schulstunden, es kommt z.B. der Musikunterricht hinzu, damit das Kind an genau diesem Gymnasium sein kann. Hinzu kommen Hausaufgabenzeiten etc.

    >Ich möchte heute nicht mehr mit meinem Kind tauschen und bin heute noch nicht bildungsresistent.<

    Hinzu kommen dann noch die Unsicherheiten im Bildungsweg. Intelligente Kinder -die bald schon der Durchschnitt aufgrund des Schnittes sind- sind hoffnungslos unterfordert. Folge: Leistungsabfall etc.

    Wir lassen unsere Kinder ganz schön im Stich…. Wir wählen ja, wir DÜRFEN ja auch….

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