Rassistix im Gallierdorf

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Klar: Die Comics von Asterix und Obelix sind oft sehr lustig. Aber die Geschichten aus der kleinen, völkischen Dorfgemeinschaft nehmen in trivialisierter Form jenes Ideal von der reinen Rasse auf, das einst nicht nur in Deutschland verbreitet war und nicht erst durch die Nazis in die Welt gekommen ist.

Quelle: WELT ONLINE; Wenn einem das Lachen vergeht: Schluss mit dem Kult um die Asterix-Comics!

Schlimmer als Rassisten, sind Leute, die sich ihre eigenen Rassismus zurechtdefinieren, mit dem sie gegen den „alltäglichen Rassismus“ anschwafeln. Erst kürzlich schaffte es eine gewisse Noah Sow mit der unwidersprochen hingenommen Behauptung auf dieses Blog, „Rassismus“ wäre „ein System, in dem Weiße davon profitieren, dass sie bestimmte Privilegien haben“. Sie bewies damit allerdings auch, dass sich das Niveau, welches sie an Wallraff zurecht kritisierte noch unterbieten lässt.

Überhaupt scheint die Wallraff-Methode zu grassieren, wenn man nun sogar Obelix des Rassismus zeiht. Rassismus ist die Einteilung der Menschen nach biologischen Merkmalen und die Behauptung, nach der besondere Merkmale eine Rasse über die andere erhebt. Nur wenn beide Bedingungen erfüllt sind, ist der Tatbestand des Rassismus erfüllt. Nichts davon findet sich in der Asterix-Komik.

Dass der Autor die Asterix-Hefte lustig findet, beweist nur, dass sein Humor mindestens genauso seicht ist, wie das intellektuelle Niveau seines Artikels.

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15 Antworten to “Rassistix im Gallierdorf”

  1. Vinneuil Says:

    Untersteh Er sich, die frühen Asterix-Hefte sind genial, und haben einen herrlichen, feinsinngen Humor…

  2. Bauer Gerhard Says:

    Léon Poliakov, der Verfasser dieses Blödsinns dürfte ein Jude sein.
    Dass gerade immer wieder Juden Anstoß an dem Wunsch nach Rassereinheit nehmen, ist schon etwas merkwürdig, passt aber genau ins Bild der Tatsachenverdrehungen unserer Zeit.
    Die Arier sind ihnen ein wahrer Dorn im Auge, siehe auch das Interview mit Broder:
    Henryk Broder über historischen Masochismus, arabische Logik und die Entarisierung Europas:
    …Einige Städte sind schon recht farbig und nicht mehr «arisch» weiss, und dagegen kann man überhaupt nichts sagen. ….
    http://www.hagalil.com/archiv/2006/07/europa.htm

    Wieso ist seine Familie nicht in Polen geblieben oder nach Israel gegangen?
    Sie wollten an die Geldtöpfe der verhassten Deutschen und mitwirken Deutschland dahin zu führen wo wir heute sind.

    • Mcp Says:

      Ich weiß nicht, ob der Mann Jude ist oder nicht. Es ist mir in diesem Zusammenhang auch vollkommen egal. Er könnte genau so gut Russe sein oder einfach ein bezahlter Schmierfink mit dem Auftrag ein Konkurrenzprodukt niederzuschreiben. Ich weiß es nicht und es spielt für die Aussage meines Textes auch keine Rolle.

      Ich weiß nur eines ganz genau: Der Mann ist deshalb ein intellektueller Tiefflieger, weil er typische zeitgenössische Stereotype bedient und so auf Stammtischniveau argumentiert.

      Den Text auf hagalil.com kenne ich schon und kann das Interesse der Juden an einem ethnisch durchmischten Europa verstehen. Sie wären dann nicht mehr die einzigen Fremden und hoffen wohl so dem exklusiven Antisemitismus zu entgehen. In gewisser Weise klappt das ja schon, wenn man sich die Webseite von PI anschaut: Dort herrschen andere Feindbilder. Die ethnischen Fragmente fallen, wie nicht anders zu erwarten übereinander her. Solange der Plebs so beschäftigt wird, kann die Elite ungestört ihren Geschäften nachgehen: Panem et circenses. Divide et impera. Womit wir wieder bei den Galliern wären.

  3. Don't care Says:

    Eigentlich sind die Asterix-Hefte ein Kondensat des französichen Chauvinismus. Eine Selbstbeweihräucherung in einer in Comic-Form gegossenen Parabel über den Resistance-Mythos. Darin dürfen die Römer die Rolle ihrer verhassten, tumben, eroberungssüchtigen rechtsrheinischen Nachbarn spielen. Albern ist zudem, dass sich ein gallischer Ethno-Purismus paradigmatisch durch das ganze Arterix-Konzept zieht, obwohl die heutigen Franzosen doch gallisch-römische Bastarde sind. Aber da ja ,wie gesagt, nicht die Römer, sondern die Teutonen die eigentlich gemeinten „Untermenschen“ sind, rechtfertigt das offenbar einen gallischen „Quasi-Arier-Mythos“ und damit anachrionistisch vorweggenommene „Nürnberger Gesetze“, selbst wenn das ganze in „humorvollem Stil“ gehalten ist, mit allerlei (nur im französichen verstänlichen Wortspielchen) garniert.

    • Mcp Says:

      Wenn da ein paar Stereotype auftauchen, wem kümmert es anderes als ein paar wildgewordene Ideologen und Claqueure? Was soll an der Tatsache, dass die alle weiße Hautfarbe haben rassistisch sein? Und Arier? Ich weiß nicht, aus welcher Mottenkiste er diesen Begriff in Zusammenhang mit dem kleinwüchsigen Asterix holt und warum er ausgerechnet diese veraltete Bezeichnung benutzt und die heute Übliche: Indogermanen? Wobei die Gallier keine Indogermanen sondern – glaube ich – Kelten waren. Das alles hat mit Rassismus, Faschismus und Apfelmus nichts zu tun. Nicht einmal die Römer werden herabgesetzt. Schließlich haben die ganz Gallien besiegt und das kleine Dorf kann nur deshalb Widerstand leisten, weil es über einen Zaubertrank verfügt. Also nicht aufgrund „rassischer“ Überlegenheit.

      • Don't care Says:

        Mir ging es überhaupt nicht darum zu eruieren, welcher „Rasse“ die Kelten, Römer und sonstige Protagonisten angehören, sondern wollte auf die Parallelen mit berüchtigten „Rasseideologien“ anspielen, indem ich Teile ihres Vokabulars entlehnt und „missbraucht“ habe. Wollte nur aufzeigen, dass Häme und Spott gegen ein „Volk“ legitmiert ist, wenn zwar die Römer genannt, aber die „Hunnen“ gemeint sind. In dem Punkt möchte ich auch widersrpechen, die Römer werden druchaus herabgesetzt. Ihre Kultur ist dekadent, ihre Anführere unfähig und korrupt, die Soldaten dümmliche Feiglinge. Nur Kelten dies- und jenseits des Kanals werden „edle Charaktereigenschaften“ zugestanden.

      • Mcp Says:

        Entschuldige, das habe ich dann gründlich missverstanden.

        Ich persönlich habe die Römer nie als verkappte „Hunnen“ verstanden.

        Dekadenz, Korruption oder Feigheit sind kulturelle, keine ethnischen Merkmale. Aus diesem Grunde fallen so gezeichnete Römer oder Hunnen nicht unter den Begriff Rassismus. Zum Rassismus würde es erst, wenn man die „Römerhunnen“ biologisch blöde zeichnen würde. Man kann so etwas natürlich hineininterpretieren, man kann es allerdings auch lassen.

  4. Bauer Gerhard Says:

    Der Schreiber ist Jude.

  5. Bauer Gerhard Says:

    Ein kleines Dorf leistet Widerstand gegen einen übermächtigen Gegner. Das Dorf verteidigt und stellt die letzte Bastion der Unabhängigkeit von einer imperialistischen Macht dar und kann einfach nicht besiegt werden. Auf Grund von Zauberkräfte, diese Zauberkräfte können auch geistiger Natur sein. Einheit wenn es gegen Eroberer, Fremde geht.
    Das passt eben gewissen Menschen nicht.

    Auch heute ist es ein kleiner Rest (Dorf) der Widerstand leistet und sich nicht ergeben will.

    Dass wir nicht mehr wissen wer Arier sind und welche Geschichte sich damit verbindet, ist der Umerziehung und dem Verbot entsprechender Literatur geschuldet. Der Begriff Arier und auch Germane ist dadurch absolut negativ besetzt. Das Leute die Europa durchrassen wollen, den Begriff benutzen zeigt, dass es die Rasse der Arier gibt und sie ihnen ein Dorn im Auge ist.

    • Mcp Says:

      Ja gut, aber das alles ist nicht rassistisch. Ich bin indogermanischer Abstammung – früher nannte man so einen wohl Arier – und ich halte nichts von der Globalisierung, aber deshalb bin noch lange kein Rassist.

      Ich bin kein Anhänger von Theorien, die aus dem Indogermanen einen Übermenschen machen wollen. Wäre ich das, dann, aber nur dann, wäre ich ein Rassist.

      Solange dieses ideologische Element an der ethnischen Zuordnung fehlt, ist sogar die britische BNP keine rassistische Partei, sondern ein harmloser Herrenklub, der einfach nur unter sich bleiben will. Warum sollten ausgerechnet Weiße nicht das gleiche Recht haben unter sich zu bleiben, welches man Schwarzen (Black Panther) und Frauen (verschiedene feministische Organisationen) zugesteht? Das ist intellektuell äußerst unredlich. Jede wohldefinierte Gruppe, jede politische Partei und jedes Volk hat ein Recht darauf unter sich zu bleiben, denn nur so kann es auf Dauer seine Identität bewahren. Das andere das anders sehen, weiß ich freilich. Aber wie soll eine „multikulturelle Gesellschaft“ entstehen, wenn niemand imstande ist seine Kultur zu pflegen? Natürlich haben die Gallier ein Widerstandsrecht. Was denn sonst?

      Ich bin sozusagen der Verteidiger eines „reinrassigen“ Rassismusbegriffes und wehre mich gegen seine „Durchrassung“ mit fremden Gedankengut, weil es ihn vollkommen beliebig und nutzlos machen würde.

  6. Bauer Gerhard Says:

    Richtig.
    Selbst wenn Du die Überlegenheit einer Rasse, eines Volkes etc. annehmen würdest, wärst Du noch kein Rassist.
    Die Römer waren lange Zeit den Völkern des Orients überlegen.
    Briten, Holländer, Franzosen nützten ihre Überlegenheit über die Völker der Welt über Jahrhunderte aus.
    Mongolische Reiterstämme waren den germanischen Völkern in der Kampfführung überlegen und brachten sie einige Male in arge Existenznot.
    Kelten eroberten auf Grund ihrer Überlegenheit bei der Eisenbearbeitung, des Kampfeswillens Rom.
    Überlegen- und Unterlegenheit ist Bestandteil des Lebens.

    Dass es überlegene und unterlegene Menschen, Völker, Rassen etc. gibt ist eine Tatsache. Welche Rechte/Pflichten man daraus ableitet, darauf kommt es an. Überlegen oder unterlegen nicht im Sinne von höher- oder minderwertig, das ist der Unterschied.
    Daraus bestimmte Rechte auf Ausbeutung, Niederwerfung, Tötung (Jagd auf Indianer und Aborigines und Prämienzahlung), Vertreibung abzuleiten, das ist Rassismus, wenn man diesen Begriff überhaupt benutzen will. Ich will es nicht. Ich nenne es ganz einfach ein gemeines Verbrechen.

    Rassismus ist wieder nur ein weiterer Kampfbegriff, in Händen derer die, wenn man ihre Aussagen ernst nimmt und auf sie selbst anwendet, ebenfalls Rassisten sind.

    Diese ganzen -Ismusse sind nichts anderes als Schlagworte, Schubladen und Kampfbegriffe.
    Die Wirklchkeit, das Leben spielt sich auf anderen Ebenen ab.

    • Mcp Says:

      Man will die Masseneinwanderung forcieren und belegt aus diesem Grunde jede ethnische Differenzierung dabei auftretender Probleme mit einem klassischen gesellschaftlichen Tabu, weil man sonst den offenen Ausbruch latenter „Fremdenfeindlichkeit“ fürchtet.

      Das geht dann soweit, das man solche vermeintlichen „Denkmuster“ überall ausmerzen will, eben auch in harmlosen Comic-Heften. Das erinnert ein wenig an die chinesische Kulturrevolution oder an die Bilderstürmerei. Die Protagonisten dort hatten ganz ähnliche Motive und eindeutig dasselbe Niveau. Sturmtruppen brauchen einfache Losungen, differenzierte Betrachtungen hemmen die Aktion und übersteigen wahrscheinlich auch deren Horizont.

  7. Bauer Gerhard Says:

    http://www.sezession.de/8725/asterix-gegen-ricardus-redeflus.html

    Auch die Sezession beschäftigt sich mit dem Artikel.

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