Kindergartenpflicht für „Migrantenkinder“?

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Das Betreuungsgeld, das FDP und Union einführen wollen, ist der SPD-Migrationspolitikerin Lale Akgün ein Dorn im Auge. Die Zahlung für Eltern, die ihren Nachwuchs zu Hause betreuen, löse die Probleme von Kindern mit Migrationshintergrund nicht. Akgün wünscht sich stattdessen mehr „öffentliche Erziehung“.

Quelle: WELT ONLINE; Familienpolitik: SPD-Politikerin nennt Betreuungsgeld „Frechheit“

Öffentliche Erziehung, sprich Kindergrippen und Kindergartenpflicht für Kinder, dass ist es, was Lale Akgün meint.

Wie hätten sie es denn gern Genossin Akgün? Soll wir nur die „Migrantenkinder“ enteignen und sie in Kinderinternaten zu strammen Germanen erziehen oder wollen sie die Pflicht für alle Kinder einführen und so den Kindern die Chancen rauben, deren Eltern ihnen eine wesentlich bessere Erziehung angedeihen lassen können, als der Staat es je könnte?

Artikel 6 des Grundgesetzes bestimmt, das die Pflege und Erziehung des Kindes ein Recht der Eltern ist. Der Staat kann nur eingreifen, wenn die Eltern die Pflicht verletzen. Eine, wie auch immer geartete, Vorschulpflicht widerspricht diesem genau diesem Artikel. Das gilt auch Migrantenkinder.

Die UNO hat sich in einem am 21. Januar 2006 von Vernor Muñoz veröffentlichten Bericht besorgt darüber geäußert, dass in der Bundesrepublik alternative Lernformen wie der Hausunterricht kriminalisiert werden. Ihre Ansichten Genossin, stammen aus dem vorigen Jahrhundert.

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6 Antworten to “Kindergartenpflicht für „Migrantenkinder“?”

  1. ashrogh Says:

    „Soll wir nur die „Migrantenkinder“ enteignen und sie in Kinderinternaten zu strammen Germanen“
    Das sehe ich mal als Überspitzung, daher spare ich mit fiese Kommentare dazu. Dennoch geht es sicherlich nicht darum.
    Das Betreuungsgeld würde, realistisch betrachtet, wie von einem gewissen Politiker behauptet, als „Saufgeld“ missbraucht werden. Da ich kein Politiker bin, sondern nur jemand mit Erfahrung in solchen „Fällen“ darf ich das auch ruhig sagen, ohne geköpft zu werden.
    Eine Kindergartenpflicht für Migrantenkinder und Kinder generell halte ich für erstrebenswert, es wäre ein Mittel der schwindenden Integration (die nachweislich in der 2. und 3. Generation abnimmt) entgegen zu wirken.
    Kindergärten sind dazu da, zwischenmenschliche Beziehungen zu lernen, Sprache und der Umgang damit gehören dazu. Da wird nicht indoktriniert, kein Grundgesetz auswendig gelernt, es gibt keinen Fahnenapell, es gibt höchstens noch Bibel-Laberei-Stunde, wenn man sein Kind in einen höchst-katholischen Kindergarten schickt (das wäre dann wohl Indoktrinierung..).
    Diese 150€ sollte man Kindergärten pro Kind zukommen lassen und nicht Eltern, dafür, dass sie die Kinder zuhause vor die Glotze setzen und das Betreuungsgeld zusammen mit dem Kindergeld versaufen gehen.

    Wenn man mal betrachtet wer so alles Hausunterricht (im Ausland) beantragt, dann kann ich nur sagen: Gut, dass es in Deutschland eine Schulpflicht gibt. Das sind nämlich meistens religiöse Fanatiker, die ihre Kinder auf übelste Weise indoktrinieren und ihnen Lügen eintrichtern (ich meine mit Lügen nicht den Glauben an Gott).
    Die staatliche Schule erzieht ebenfalls nicht, die bringt bei. Wissen, das man zum Leben in unserer Gesellschaft braucht…naja und Mathematik.
    Außerdem schult auch sie die zwischenmenschlichen Beziehungen, da kann mit Mobbing nicht gegeargumentieren, jedenfalls nicht in unserer „Ellenbogen-“ und „Durchsetzgesellschaft“.
    Besonders schlaue Eltern können ihren Kindern daheim, nach der Schule, noch mehr beibringen, da stört sich ja niemand dran, jedoch das Kind zuhause wieder dumm bekommen, das schaffen die meisten nicht und so ist das ganze System gedacht.
    Kein Kind sollte seinen Eltern auf Gedeih und Verderb in Sachen (Un-)wissen ausgeliefert sein.

  2. LePenseur Says:

    Das beste wäre, die Kinderbetreuungsgelder und dergleichen ersatzlos zu streichen und im Gegenzug entsprechende Steuerabsetzbeträge einzuführen. Dann wäre nämlich ein positiver Anreiz gegeben, etwas zu verdienen. Und es wäre auch (mangels überbordender Sozialleistungen, die zum Fehlverhalten anleiten) existenznotwendig, etwas zu verdienen.

    Da zum Verdienen immer zwei gehören — der, der am anderen verdienen will, und der andere, der einen etwas verdienen lassen will — ist damit zugleich auch die Integration bestmöglich gefordert.

    Wenn mir z.B. ein schnauzbärtiger Musel in gebrochenem Deutsch erklärt, daß ich seiner Meinung nach ein degenerierter Christenhund bin, den er am liebsten erschlagen würde — aber weil er nun mal Geld zum Leben braucht, läßt er sich dazu herab, auch für so einen Schweinefresser zu arbeiten, dann werde ich vermutlich auf sein Verdienststreben schaumgebremst begeistert reagieren, sofern mir eine integriertere Alternative zur Verfügung steht. Und die steht auch hierzulande fast immer zur Verfügung. Besagter Schnauzer würde also bald lernen, daß er entweder verhungert, oder eben sein Anbot in einer Weise anpaßt, daß es zu erfolgreichen Leistungsbeziehungen führt.

    Es gibt eine Studie, derzufolge angehörige desselben syrischen Clans, die zum Teil in die USA auswanderte, zum Teil nach Schweden, sich nach 30 Jahren geradezu 180° entgegengesetzt entwickelt hatten. In den USA waren sie integrierte, erfolgreich am wirtschaftsleben teilnehmende Mitglieder der Gesellschaft — denn anders hätten sie mangels sozialer Unterstützung für Einwanderer auch nicht überlebt.

    Die Teile hingegen, die nach Schweden gelangt waren, waren auch nach 30 Jahren auch in den Folgegenerationen (die in Schweden aufgewachsen und schon teilweise geboren waren) nicht integriert und durchwegs als problematische Langzeit-Sozialfälle einzustufen. In Schweden hatten sie dank (für syrische Verhältnisse) üppiger Sozialhilfe keinerlei Veranlassung, sich zu integrieren oder überhaupt zu arbeiten, fühlten sich aber andererseits durch den höheren Lebensstandard der Einheimischen (die ja arbeiteten!) ständig frustriert und benachteiligt.

    Der alte Satz, daß von dem, wofür man bezahlt, man auch bald mehr angeboten bekommt, gilt auch hier: wer Arbeitslose unterstützt, wird Arbeitslose züchten, wer Spitäler kostenlos benutzen läßt, wird sie bald mit Kranken überfüllt sehen etc. etc. „Wirtschaft“ heißt: knappe Ressourcen durch das ständige Spiel von Angebot und Nachfrage effizient zu verteilen. Es geht nur so. Alles andere ist Sozialromantik, welche bereits mittelfristig mehr Probleme schafft, als sie zu beseitigen vorgibt.

    • Mcp Says:

      Sic. Mit der Einschränkung die mir die katholische Soziallehre auferlegt. Niemanden soll es am Nötigsten mangeln. Im Unterschied zum Sozialismus bestimmt hier der Gebende das Maß.

  3. Markus Says:

    Ich verstehe nicht, warum jedem paar Menschen, dass es geschafft hat, dem vielleicht niedrigsten der animalischen Triebe zu folgen, die Kompetenz zugeschrieben wird, ein Kind erziehen zu können. Beschulen darf man seine Kinder ja auch nicht selbst — der Staat sieht die Ausbildung ab dem 7ten Lebensjahr als hoheitliche Aufgabe, in die die Eltern nicht reinreden dürfen, aber in der vielleicht noch viel wichteren Phase davor (Spracherwerb!) dürfen die Eltern mit ihren Kindern machen, was sie wollen.

    • Mcp Says:

      Der Glaube das der Staat Kinder besser erziehen könnte, als seine leiblichen Eltern ist bestenfalls eine irrige Annahme. In jedem anderen Fall ist eine solche Forderung totalitär. Freiheit ist das glatte Gegenteil von Gleichheit.

  4. LePenseur Says:

    @Markus:

    Beschulen darf man seine Kinder ja auch nicht selbst — der Staat sieht die Ausbildung ab dem 7ten Lebensjahr als hoheitliche Aufgabe, in die die Eltern nicht reinreden dürfen

    Ja, ja, der Schulzwang in Deutschland! Eingeführt durch die Nazis, nach 1945 — man wird doch so ein praktisches Propaganda- und Disziplinierungsinstrument nicht leichtfertig aus der Hand geben! — selbstredend nicht abgeschafft, sondern sukzessive in der Anwendung verschärft. Wer die Menschen ab dem 6. Lebensjahr indoktrinieren kann, ist zwar noch nicht in der beneidenswerten Lage der Herrscher der „Schönen Neuen Welt“, aber hat schon mal den Fuß in der Tür …

    Kurze Frage: und das alles finden Sie etwa gut? Oder stört es Sie nur dann, wenn irgendeine linke Feministin Ihr Kind gehirnwäscht? Wogegen Sie nichts gegen eine Indoktrinierung z.B. durch Schönstadt*)-bewegte Religionslehrer einzuwenden hätten.

    Wenn ich Ihr Posting recht verstanden habe, sind Sie für die Kindesentziehung in Fall „inkompetenter“ Eltern. Na schön! Und wer stellt die „Erziehungsinkompetenz“ fest? Die feministische Jugendamtsdame vielleicht, die zwar in der soeben fünften Lebensabschnittspartnerschaft drei Kinder unterschiedlicher Vätern als „Patchworkfamilie“ selbst nicht auf die Reihe kriegt, aber dem Zeugen-Jehovas-Ehepaar aus dem theoretisch vorstellbaren Fall einer möglicherweise künftigen Verweigerung einer Bluttransfusion die Sorgerechte entzieht.

    Da Kinder ihre Erziehung notwendigerweise immer durch andere, ältere Menschen erhalten und sich nicht „selbst organisieren“ können, sind mir Eltern — mit all den jeweils möglicherweise vorliegenden Schwächen — immer noch tausendmal lieber, als eine staatliche Erziehungsdiktatur, die nach einheitlichen Richtlinien „Menschen plant“! Planwirtschaft hat nämlich trotz gegenteiliger Ansprüche noch nie funktioniert.

    *) nur als x-beliebiges Beispiel genannt.

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