Neues Glaubensbekenntnis der EKD

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So ein Käse, Mann:

Die evangelische Kirche in Mecklenburg-Vorpommern hat angekündigt, stärker gegen Rechtsextremismus in den eigenen Reihen vorzugehen. So sollen die Kandidaten für die Wahl der Kirchengemeinderäte in der Landeskirche Mecklenburg im kommenden Jahr eine entsprechende Erklärung unterschreiben.

Quelle: JUNGE FREIHEIT; Wochenzeitung aus Berlin: Evangelische Kirche fordert Bekenntnis gegen Rassismus

Das Bekenntnis zu Gott reicht der EKD nicht mehr. Es muss auch ein explizites Bekenntnis zur Staatsreligion her. In der Bibel steht davon allerdings nichts.

Die Verpflichtungserklärung erinnert sehr an SED respektive Stasi Methoden. Die haben solche Wisch’s auch innig geliebt.

Nun ja. Die EKD ist nun mal keine Kirche. Hier beweist sie es wieder.

Update: Beim lesen von Mater Amatas „Bibel zitieren wird zum Risiko“ ist mir aufgefallen, dass die Erklärung Christen in einen Glaubenskonflikt führen könnte. Vor allen jene Evangelischen, die Homosexualität für eine Sünde halten und sich aktiv gegen die Homo-Ehe wenden. Schon das steht in der neuen Staatsreligion unter „Hate crime“ – Verdacht.

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17 Antworten to “Neues Glaubensbekenntnis der EKD”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Da hilft nur eines, austreten. Was soll man diesem Verein auch noch Gelder in den Rachen schieben.
    Ein gläubiger Mensch braucht nicht unbedingt die Institution Kirche, weder die katholische, noch die evangelische. Wenn es diese Herren zu bunt treiben (im heutigen Sinne von „bunt“ verstanden), dann muss man eben gehen.

    • Mcp Says:

      Da bin anderer Meinung. Es gäbe keinen Glauben ohne Kirche. Man braucht Institutionen in denen sich der gemeinsame Glaube reproduziert und stetig erneuert wird. Wenn das nicht vorhanden wäre, würde nach einer Generation schon jeder Einzelne an einen anderen Gott glauben. Die Kirche bewahrt den Glauben, den ihr Gründer hatte, gegen alle Anfechtungen des Zeitgeistes. Da die EKD das nicht macht, ist sie keine Kirche.

      Die Moslems machen es vor. In den Moscheen wird nicht nur der islamische Glaube reproduziert sondern auch die damit zusammenhängende Lebensweise.

  2. Bauer Gerhard Says:

    Das ist doch echt Käs Mann.

  3. Bauer Gerhard Says:

    Glauben gab es auch schon vor der Institution der Kirche und nicht nur über eine Generation hinweg. Die Institution Kirche ist eine Machtbasis. Den Glauben ihrer Gründer erhalten, welche Gründer denn, Jesus, die Apostel, Paulus. Ich denke mit dieser Kirche hat die heutige Kirche nichts mehr gemein, ganz ohne Wertung.

    • Mcp Says:

      Eine Machtbasis hätte ich schon ganz gerne. Du nicht?

      Mit Benedikt XVI. bin zurzeit ganz zufrieden. Natürlich verändert sich auch die Kirche mit der Zeit. Benedikt hat die Kirche mit einer Zwiebel verglichen, die mit der Zeit immer mehr Schalen bekommt. Eine Reform, so der Papst, müsse diese Schalen schälen, um zum Kern des ursprünglichen Glaubens zurückzufinden. Der Papst macht genau das und Gott schenke ihm ein besonders langes Leben, auf das er diese Aufgabe auch zu Ende bringen kann.

  4. ultramontanus Says:

    Na ja, nun, den Stasivergleich finde ich etwas — hm, naja. Ich musste auch in der BRD schon Erklärungen unterzeichnen, dass ich keinerlei Sympathie für Scientology habe und nicht in irgendeiner Form mit denen zusammenarbeite. Und auch eine Erklärung, dass ich vollumfänglich (tollet Wort) auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und Verfassung usw. stehe.

  5. Markus Says:

    > In der Bibel steht davon allerdings nichts.

    In der Bibel findet sich alles, was man darin finden will; das ist ja das tolle an ihr.

    • Mcp Says:

      In der Tat kann man als Laie in die Bibel viel hineininterpretieren. Deshalb gibt es in der katholischen Kirche die Glaubenskonkregation. Den Laien ist diese Einrichtung besser unter ihren alten Namen bekannt: Inquisition. Sie sorgt für die Reinheit des Glaubens. Das ist das tolle an ihr. 🙂

      • Markus Says:

        Ja, als Kathole hat mans da etwas einfacher; da kann man bei fast jeder Frage einfach im Katechismus nachschlagen. Aber die diversen von Rom abgefallenen Kirchen (und um eine von denen ging es hier ja) haben keine derartigen Institutionen, sondern folgen eher dem Motto „steht alles in der Bibel“ – und dabei kann eine ziemliche Bandbreite von Resultaten rauskommen, vom Calvinismus bis zu Pfingstlern und Jesusfreaks.

  6. sayadin Says:

    Eure Meinungen interessieren Benedikt nicht. Und auch den Mullas sind sie egal. Ich schlage vor an jede Kirchen/Moscheetür groß folgende Botschaft zu pinnen:

    Jesus ist tot, Allah auch.
    Schönen Tag noch.

    In der Nacht kriegt das keiner mit. Und um so mehr Plakate um so grösser die Wirkung. Luther hat nur eine Kirchentür gebraucht um die Welt zu verändern.
    Holger Rösler

  7. Mcp Says:

    Jesus ist tot, Allah auch.
    Wir werden es als Inschrift auf Ihren Grabstein meißeln.

  8. Bauer Gerhard Says:

    @Mcp
    Die Machfrage ist eine andere Frage als die Glaubensfrage. Im Kampf gegen die Islamisierung wäre die kath. Kirche ein willkommener Partner.
    Derzeit füllt die kath. Kirche aber den Anspruch auf Macht nicht aus.
    Benedikt halte ich auch für einen guten Papst, soweit ich es beurteilen kann.

    • Mcp Says:

      Man kann Macht und Glauben nicht trennen. Hätte der Papst keine Macht über mich, hätte ich keinen Glauben.

      Die katholische Kirche kämpfte einen sehr einsamen Kampf. Ich denke an die Hetze gegen Rom als Benedikt XVI. es in seiner Regensburger Rede wagte den Islam zu kritisieren.

      Ich denke an die Reaktionen als der Papst die Pius-Bischöfe in den Schoss der Kirche zurückholte.

      Die Liste lässt sich fortsetzen.

      Rom wird von vielen Seiten angegriffen und es ist bei weitem nicht allmächtig, wie es scheint.

      Aber lassen wir das.

  9. sayadin Says:

    Auf meinen Grabstein? Ok, aber das muss da noch rauf Buddha lebt ewig. Nur um die Leute zu verwirren.
    Wer Dreck anfasst bekommt schmutzige Finger. Die Kirchen haben seeehr viel Dreck produziert. Den Dreck aus dem 30-jährigen Krieg muss ich heute noch ab und an sehen. Und der Islam ist jetzt in der Phase in der die Kirchen im 30 jährigen Krieg waren. Aber das wird wohl länger als 30 Jahre dauern.
    Jesus ist tot, Allah auch und Mario Barth ist nicht lustig.
    Schönen Tag noch.
    Holger Rösler

  10. sayadin Says:

    grauenhafte Vorstellung.

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