Adel verpflichtet

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Er entscheidet und handelt blitzschnell. Sie wartet ab. Angela Merkel und Karl-Theodor zu Guttenberg könnten unterschiedlicher kaum sein. In der Affäre um die Luftangriffe in Kunduz hielt die Kanzlerin lange an Franz Josef Jung fest. Guttenberg hingegen entzog seinem Amtsvorgänger die Solidarität.

Quelle: WELT ONLINE; Analyse: Nicht Merkel, Guttenberg hat Jung entlassen

Endlich mal wieder ein Baron, der seine Verpflichtungen ernst nimmt. Man könnte fast zum Monarchisten werden. Ein schneidiger Kanzler, nach den deprimierenden dauerhaft herabhängenden Mundwinkeln Merkels, wäre er sowieso.

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11 Antworten to “Adel verpflichtet”

  1. Tiberius Says:

    Mir könnte das gefallen.

  2. Bauer Gerhard Says:

    Guttenberg lässt Freunde schnell fallen, wenn es um seine Interessen geht. Das konnte man schon bei seinem Start erleben als er einen Freund fallen ließ der im Alter von 16 Jahren betrunken mit dem Hitlergruß fotografiert wurde.
    Guttenberg ist ein rücksichtsloser Karrierist, er ist ein gemachter Mann, der nahezu aus dem Nichts in höchste Positionen vorstieß. So etwas geschieht nicht aus eigener Kraft, da stehen mächtige Gönner und Förderer dahinter. Diese Aufstiege sind derzeit häufig zu beobachten, Obama, Köhler, Rösler und noch ein einige deren Namen mir momentan nicht einfallen.

    Man sollte sich vom glänzenden, gegelten Haar nicht blenden lassen.

    • Mcp Says:

      Ich mache mir keine Illusionen, da ich mit den Feinheiten seines Lebenslaufes sehr wohl vertraut bin. Der Baron verfügt vermutlich über wesentlich bessere atlantische Kontakte als alle Mitglieder der Regierung zusammen. Aber wie er Merkel in der „Causa Jung“ vorgeführt hat, nötigt mir Respekt ab. Er ist mir, auch aufgrund seiner Herkunft, wesentlich sympathischer als alle Merkels dieser Welt zusammen.

      Der Mann mit dem Hitlergruß ist ein Opfer des Zeitgeistes geworden, der ihn aus der jugendlichen Vergangenheit hervorgewühlt hat, um die Karriere des Freiherren schon frühzeitig zu beschädigen. So etwas gehörte in der Politik schon immer zum politischen Alltag. Da hat jemand tief gegraben. Was hätte er den tun sollen? Sich gegen die Konventionen wenden, die ihm die öffentliche Meinung oktroyiert? Edel, aber reichlich blöde. Kein vernünftiger Mann rennt vorsätzlich mit dem Kopf gegen die Wand. Nicht einmal Du, wenn du ganz ehrlich bist.

  3. Bauer Gerhard Says:

    Deutsche Frauen, deutsche Treue,

    Mir ist schon klar, wieso diese Strophe nicht mehr gesungen wird.

    Ich habe in meinem Leben mehrfach bewiesen, dass ich zu meinen Freunden stehe, auch in Sturm und Regen (lässt sich hier leicht behaupten). Mein Vater erhielt von den Siegermächten (in seinem Fall die Amerikaner) 15 Jahre Zwangsarbeit aufgebrummt, weil er Freunde nicht verraten hat (nicht wegen Dingen während der NS-Zeit sondern wegen Vergehen gegen die Besatzungsordnung). Das war zu der Zeit als sich die Sieger die deutschen Männer als Sklavenarbeiter nutzbar machen wollten.

    Aus diesem Holz bin ich geschnitzt. Die Worte Freundschaft, Treue haben für mich eine tiefe Bedeutung.

    Diese Werte zählen heute nichts mehr, wer daran festhält ist blöde. Na gut, auch eine Meinung.
    Können sich Deine Freunde auf Dich verlassen oder lässt Du sie beim ersten Windhauch fallen? Genau dies hat Guttenberg, der edle Mensch, getan.

    Jeder für sich und alle gegen alle. Das ist der Zeitgeist, wer sich ihm unterwirft ist selbst schuld.

    • Mcp Says:

      Nun mach mal halblang, das war nicht sein „Freund“ sondern eine Jugendbekanntschaft, so wie sie jeder hat. Man kennt sich und fördert sich gegenseitig, das hat mit Freundschaft nichts zu tun. Jeder Mensch ist seines Glückes Schmied.

      In der katholischen Lehre, zumindest in der, die der Hl. Thomas lehrt, steht eine Freundschaft noch vor der Liebe, weil sie das edelste Gefühl ist, zu der ein Mensch fähig ist. Freundschaft ist etwas, was man nicht leichtfertig vergibt. Wirkliche Freunde sind selten und bedürfen immer eines Beweises. Dazu reicht eben keine Studentenfete, in der man aus Jux mal den Hitlergruß mimt.

      Ich habe meine Familie und darüber hinaus noch genau zwei wirkliche Freunde: einen Mann in meinem Alter und eine Frau, die wesentlich jünger ist als ich. Zu beiden habe ich aufgrund gemeinsam durchlittener Erlebnisse unbedingtes Vertrauen und ich weiß, dass diese beiden mich ganz gewiss nicht enttäuschen werden, egal was noch kommen mag. So wie ich sie nicht niemals enttäuschen werde. Aber zwei Freunde sind mehr als genug, denn schließlich bin ich verheiratet und meine Frau, wie auch meine Kinder, sind ob dieser engen Vertrautheit schon eifersüchtig genug.

      Darüber hinaus gibt es eine Menge nützlicher Bekanntschaften, die genauso lange währen, wie sie eben nützlich sind. Wenn der gegenseitige Vorteil erlischt, dann geht jeder seine eigenen Wege.

  4. Bauer Gerhard Says:

    Die Herkunft eines Menschen ist mir sowas von egal, ich beurteile einen Menschen nach seinen Handlungen.

    • Mcp Says:

      Mir nicht. Die Blutlinie ist mir wichtig und ich großen Respekt vor Familien, die sie über die Jahrhunderte zurückverfolgen können. Ich glaube nicht, dass es egal ist, welcher man angehört, denn einige Namen tauchen in der Geschichte immer wieder auf. Ich glaube daran das allein Menschen Geschichte schreiben und eben nicht daran, dass alle Menschen gleich sind.

  5. Bauer Gerhard Says:

    Ich sehe die Welt nicht als Pferdegestüt.
    Nur weil Guttenberg seine Blutlinie zurückverfolgen kann, wird er kein besserer Mensch. Das sich manche Dinge weitervererben ist bekannt, nur wer weiß schon welche Eigenschaften gerade dominant hervorkommen. Ich habe mal Schäferhunde gezüchtet, da kann man sein blaues Wunder erleben.

    Obwohl ich auch meine Blutlinie bis ins 18 Jahrhundert zurückverfolgen kann, sind es doch nur reine Daten und Namen und was die Menschen für einen Beruf ausgeübt haben.
    Nur das Wissen über diese Daten sagt noch nicht viel aus.

    Natürlich ist die Abstammung wichtig, sagt aber nichts über den einzelnen Menschen aus. Ich möchte keine Vermischung mit andersrassigen Menschen. Die Partnerwahl zweier Menschen wird heute auch nicht mehr nach Stammbaum ablaufen, vielleicht schaut man noch wo der-, diejenige rauskommt aber auch da kann man kräftig in den Dreck langen, wie wir Bayern sagen.
    Nix gwiss woas ma net.

  6. Bauer Gerhard Says:

    Jetzt hat er blitzschnell entschieden, dass der Angriff militärisch nicht angemessen war und lässt damit seine Frontsoldaten im Regen stehen.
    Anstatt darauf hinzweisen, dass es im Krieg natürlich auch zivile Tote gibt und immer geben wird und die Deutschen hier in „bester“ Gesellschaft sind.
    Was ist mit den Amerikanern, die den angeforderten Luftangriff letztendlich befahlen?
    Kein Wort davon.
    Guttenberg mag ein bisschen besser abschneiden als die sonstigen Nullen aber bringen tut er´s nicht.

    • Mcp Says:

      Das stimmt so nicht. Er hat seine Bewertung korrigiert, aber sich ganz ausdrücklich vor Oberst Klein gestellt und ihn eben nicht im Regen stehen lassen. Das man eine eigene Bewertung im Lichte neuer Tatsachen ändert ist sowenig ehrenrührig, wie die ausdrückliche Ehrenerklärung für den Oberst: „der im besten Wissen und Gewissen gehandelt hat“. Wenn er diesen Teil weggelassen hätte, und manch andere Politiker hätte das getan, dann würde Deine Einschätzung stimmen. So aber ausdrücklich nicht.

  7. Bauer Gerhard Says:

    Zweifel an Gründen für Schneiderhahns Entlassung
    (23)
    12. Dezember 2009, 17:06 Uhr

    In der Debatte um die Aufklärung des Luftangriffs auf zwei Tanklastzüge in Kundus gerät Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zunehmend in die Defensive. Angeblich ist er von Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan doch korrekt und vollständig informiert worden…..
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article5510857/Zweifel-an-Gruenden-fuer-Schneiderhahns-Entlassung.html

    Der Baron will doch nur seine Haut retten und dazu ist ihm jedes Mittel recht. Guttenberg hat die Feuerprobe auf dem Schleudersitz nicht bestanden. So billig kommt er in diesem Fall nicht weg, der Lack ist auf jeden Fall ab.
    Ich bin froh darüber, diese Blender richten noch mehr Schaden an als eine Merkel.

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