Klima-Gate erreicht Deutschland

by

Kopenhagen hat sein „Climategate“: Der Watergate-Skandal brachte Richard Nixon zu Fall, Monica-Gate zerstörte die Glaubwürdigkeit Bill Clintons, und jetzt also Klima-Gate – der Verdacht, dass der menschengemachte Klimawandel nicht mehr ist als nur eine Verschwörung unter Klimaforschern. Das zumindest legen aus Sicht von Leugnern des Klimawandels E-Mails zwischen prominenten Forschern nahe.

Quelle: FAZ.NET; Vor dem Gipfel: Klima-Gate

Offenbar lässt sich der Skandal nicht mehr kleinreden oder ignorieren, wenn sich sogar die FAZ herablässt, über ihn zu referieren.

Wer allerdings die Debatte im Bundestag zum Klimagipfel verfolgt hat, der wird sich keine Illusionen machen: Es geht längst nicht mehr ums Klima sondern um Geld, Macht und Politik. Siehe CO2 Zertifikate.

Die Politiker werden sich dieses Thema auch dann nicht nehmen lassen, wenn sich der Verdacht als begründet und sich die halbe Klimaforschung als grandioser Schwindel erweist.

Aber der hiesige Umgang mit dem Skandal zeigt auch: Es gibt in Deutschland keine echte Opposition mehr, die sich berechtigter Zweifel annimmt und eine Politik dazu formuliert: Im konsenssüchtigen schwarz, rot, gelben und grünen Land werden Zweifler und Gegner verleumdet, verdächtigt, beleidigt, beschimpft und ausgegrenzt. Nicht nur bei diesem Thema, aber bei ihm wird es ganz deutlich: In den wesentlichen Grundfragen der Politik gibt es in Deutschland nur noch öden Einheitsbrei zu löffeln. Die Deutschen besitzen keine Streitkultur, sondern kennen nur herzallerliebste Freunde oder böse und zu vernichtende Feinde.

Wissenschaftliche Zweifel an der Stichhaltigkeit derart apodiktischer Urteile des IPCC zur Klimaentwicklung habe ich schon länger. Nicht aufgrund der empirischen Daten, sondern aus der Kenntnis dessen, was mathematische Modelle sind, was sie leisten können und was eben nicht.

Man kann beispielsweise mathematische Modelle für chemische Reaktoren mit einer begrenzten Parameterzahl aufstellen und ziemlich genau vorhersagen, was mit den Ausgangsparametern passiert, wenn ich die Eingangvariablen im vorgegebenen Bereich ändere. Dazu muss ich nicht einmal wissen, was genau in dem Reaktor vorgeht. Es genügen mir empirische Datenreihen, über die ich mathematische Funktionen lege, denen ich die empirisch ermittelten Parameter zuordne.

Solche Modelle funktionieren allerdings nur in dem Parameterbereich, für den ich empirische Daten vorliegen habe. Wenn ich dabei auch nur einen einzigen relevanten Parameter übersehen habe, ist die ganze Arbeit ein Fall für die runde Ablage.

Hinzu kommt, das bei wachsender Parameterzahl, die Komplexität des Modells Formen annehmen kann, die eine exakte Lösung mathematisch unmöglich machen. Mit anderen Worten man hat ein System vor sich, in dem sich Ausgangsparameter praktisch chaotisch verhalten, weil es entweder keine Lösung oder mehrere Mögliche davon gibt, von denen man höchstens die Wahrscheinlichkeitsverteilung kennt, unter welchen diese Möglichkeiten zur Wirklichkeit werden. Eine exakte Vorhersage solcher Systeme ist praktisch unmöglich.

Ich will nicht behaupten, dass das Klima nicht beschreibbar wäre, habe allerdings methodische Zweifel, weil einfach die Parameterzahl eines solchen Systems viel zu hoch ist und man sich über die wesentlichen Parameter noch streitet, es also keinen Konsens in der wissenschaftlichen Welt gibt und bei derzeitigem Wissensstand geben kann.

Wer nun behauptet, er wisse genau wie sich das Klima in den nächsten Jahrzehnten entwickelt ist kein Wissenschaftler, sondern entweder ein Scharlatan oder ein Politiker. Wobei Letzteres bei dem Thema wohl aufs Selbe herauskommt.

Schlagwörter: , ,

15 Antworten to “Klima-Gate erreicht Deutschland”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Sie werden weiter machen wie bisher.
    Nixon war einigen mächtigen Gruppen ein Dorn im Auge. Die Klimalüge lässt mächtige Gruppen viel Geld verdienen, daher er werden sie weiter machen wie bisher. Die Propaganda wird diesen Skandal kleinhalten und ablenken.

    Nicht die Politiker werden sich dieses Thema nicht nehmen lassen, sondern deren Auftrag- und Brötchengeber.

  2. Bauer Gerhard Says:

    „…Wer nun behauptet, er wisse genau wie sich das Klima in den nächsten Jahrzehnten entwickelt ist kein Wissenschaftler, …“
    Wer will das Wetter für nächste Woche genau voraussagen?

  3. Don't care Says:

    In den 80-gern wurde Deutschland durch die Waldsterben- und AIDS-Hype in Angst und Schrecken gehalten. Mit Angst-Terror hat man einen gefügigen und ablasszahlungswilligen Pöfel konditioniert. Die Auschwitzkeule scheint der Dressurelite offenbar nicht mehr auszureichen. „Waldsterben-“ und „AIDS“ ziehen jetzt offenbar nicht mehr richtig. Denn die Wäder stehen noch, noch ist die Hälfte der Bevölkerung von der „Immunschweäche“ dahingerafft worden.
    Ergo muss eine neue apokalyptische Bedrohung aus dem Hut. – Am besten eine, die alle und alles betrifft und von so heimtückisch diffuser Natur ist, wie das „Klima“.

  4. Bauer Gerhard Says:

    @mcp
    @mcp
    Es ist selten genug, dass Menschen einer Meinung sind. Ein Grund zur Freude.
    Selbst alte Ehepaare, die am meisten Übereinstimmung haben sollten, sind sich in Einzelfragen nur sehr selten wirklich einig, im Großen und Ganzen aber schon und darauf kommt es an.

    Nimm´s mir nicht krumm, wenn ich hin und wieder mal meine Meinung zu Einzelfragen schreibe und Dir widerspreche, mag ja durchaus lästig sein, gebe ich ja zu. Es hat nichts zu bedeuten, ist nur meine Meinung, sonst nichts.

    • Mcp Says:

      Nein, Du hast mich falsch verstanden. Ich nehme Dir gar nichts krumm. Im Gegenteil: ich freue mich über solchen Widerspruch. Im Grunde ziehen wir doch am gleichen Strang, wenn auch manchmal in entgegengesetzter Richtung. Ich kann damit gut leben.

  5. Bauer Gerhard Says:

    Ich kann mich noch gut an die Ankündigung der nächsten Eiszeit erinnern. London unter Eis etc., wohin mit den Briten? Der Ärmelkanal wäre wasserfrei gewesen usw. usf..
    Die Prediger der Apokalypse reiten seit über 2000 Jahren durch unsere Welt.

    • Mcp Says:

      Ich kann mich zwar nicht so recht daran erinnern, habe aber viel Literatur aus der Nachkriegszeit konsumiert. Damals war allen vollkommen klar: Die nächste Eiszeit steht vor der Tür – zieht Euch warm an. In einem Buch habe ich sogar Vorschläge darüber gelesen, wie man die Erde wieder wärmer machen könnte: etwa durch große Spiegel im Weltraum, welche die Nachtseite des Planeten beleuchten. Eine Horrorvorstellung, die in diesem Buch als großer Fortschritt gefeiert wurde: Licht besiegt die Finsternis und die Kälte.

      Na ja, wenn es danach geht, ist wohl die Hölle der Ort, an dem sich Fortschrittler am wohlsten fühlen.

      Auch der „nukleare Winter“ war ein beliebtes Thema der damaligen Weltuntergangsliteratur. Womit das radikalste Mittel gegen den drohenden Weltuntergang durch Erderwärmung ein kleiner Atomkrieg wäre. Der Iran böte sich an. So hat alles auch seine gute Seiten.

  6. Bauer Gerhard Says:

    Das war Ende 70, Anfang 80.

  7. Bauer Gerhard Says:

    „Der Iran böte sich an. “
    Was soll das denn?

  8. Bauer Gerhard Says:

    Exklusiv Mit einer milliardenschweren Hilfszusage für Entwicklungsländer will die EU andere Geberstaaten beim beginnenden Weltklimagipfel zu Zugeständnissen bewegen. Nach FTD-Informationen ist das Geld als Anschubfinanzierung für die Jahre 2010 bis 2012 gedacht. von Reinhard Hönighaus,…
    http://www.ftd.de/

    Unser Euro rollt wieder in die Taschen der Milliardäre.

  9. Peter Wolf Says:

    Sehr schön! Das deckt sich 1:1 mit meiner Meinung bei http://www.clima-gate.com

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: