Erschreckende Defizite

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Mehr als zwei Drittel aller ehrenamtlich Tätigen in der Kirche seien Frauen.

Quelle: Aufgeschmissen ohne Ehrenämtler

Der Bischof sollte sich ernsthaft fragen, warum die heutige Kirche so unattraktiv vor allen für junge Männer geworden ist.

Ein wenig Geschichte täte gut: Wo sind die katholischen Männervereine, die katholischen Burschenschaften ohne deren tatkräftige Unterstützung die Kirche im bismarkschen Kirchenkampf sang und klanglos eingegangen wäre? Die Bischöfe haben sie ohne Not dem Zeitgeist geopfert.

Männer wünschen sich eine kämpferische, offensive Kirche und keine, die ständig nur halbherzige Rückzugsgefechte führt. Die geschlechtsspezifische Schieflage im ehrenamtlichen Bereich ist keine Errungenschaft, sondern spiegelt erschreckende Defizite innerhalb der römisch-katholischen Kirche wieder, mit denen sich die Hierarchie offenbar abgefunden hat.

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12 Antworten to “Erschreckende Defizite”

  1. nk Says:

    Das ist nur zu wahr. Die Kirche in Deutschland gibt ein schwaches, erbärmliches und weichgespültes Bild.
    Es ist wirklich nicht reizvoll für einen Mann, da mitzuarbeiten.

  2. Don't care Says:

    Das ist doch nur ein Aspekt. Für die „ehrenamtlichen Tätigkeiten“ in der Kirche haben Männer vermutlich einfach weniger Zeit, oder gehen „sinnvolllere“ ehrenamtlichen Verpflichtungen ein, wie freiwillige Feuerwehr etc. –
    Schon als Kind hatte ich allerdings den Eindruck, dass die Kirche (hier speziell an Messebesuchen festgemacht) eine Anreicherungsanlage für alte Weiber ist. – Männer wurden/werden sozialisiert die Härten des Lebens zu ertragen, während die Weiber, vor allem die älteren, die Kirchenbänke füllen/füllten und ihre sentimentalen Lieder daherwimmerten. Männer, die ihr „Seelenheil“ so verhätscheln, wie diese alten Schachteln, wurden/werden sicherlich verachtet und stigmatisert.

  3. Rumpelstilz Says:

    Die Anpassung der Kirche an den Zeitgeist schreitet voran. Man muss sich nur unsere weichgespülten Bischöfe anschauen, die überwiegend in unserem unsäglichen System fest verwurzelt sind. Die Kirche ist dabei, zu einem gutmenschlichen Sozialverein zu verkommen. Nach demMotto:
    „Allen wohl und keinem weh.“

    Durch die Diskussionen um die Piusbrüder angeregt, bin ich dabei, mich mit diesen auseinanderzusetzen. Ich muss sagen, was ich dort finde, gefällt mir.

    Die „JF“ hat einen lesenswerten Artikel:
    „Die Mär vom Priestermangel.“

    http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M536dc06ac78.0.html

  4. Rumpelstilz Says:

    Stimmt!

    Civitas, bei „über uns“:

    „Geistlicher Beirat von *Civitas* in Deutschland ist Hw. H. Pater Franz Schmidberger.“

    Pater Schmidberger ist Generaloberer der Piusbrüder in D.

  5. Benedikt Says:

    Der Cartellverband, einem Dachverband katholischer Studentenverbindungen, hat 32.000 Mitglieder. Katholische Burschenschaften gibt es hingegen kaum.

    Auch in den Innenstadtgemeinden Frankfurts sehe ich in den Gottesdiensten – abgesehen vom „StudentInnen“gottesdienst – mehr junge Männer als Frauen. Unter denen, die sich unter Kirche Vereinsmeierei vorstellen, gibt es hingegen sicherlich mehr Frauen als Männer. Diejenigen haben allerdings auch nicht verstanden, was Kirche ausmacht.

    • Mcp Says:

      Ich mache keinen großen Unterschied zwischen denen im Cartellverband organisierten Studentenverbindungen und den Burschenschaften, obwohl ich die Unterschiede natürlich kenne. Das es doch noch 32.000 (in Deutschland?) sind, ist mir allerdings neu.

      Bezüglich der Frauen: Hier ist das anders, aber die Anzahl der Katholiken kann man hierzulande an zwei Händen abzählen und nicht jede erscheint auch zum Gottesdienst. Dafür gibt es zwei Jungfern – der Kern unserer „Frauengruppe“ – in mittleren Jahren, die jedes Jahr an den Vatikan schreiben um die Frauenordination anmahnen und die aus dem Gottesdienst am liebsten eine esoterische Selbstfindungsgruppe machen würden.

      Das sollte einiges besser erklären, was ich hier schreibe.

      • Benedikt Says:

        „Das sollte einiges besser erklären, was ich hier schreibe.“

        Ja, das tut es. 😉

        Bzgl. CV: Von den 32000 Mitgliedern sind 6000 Studenten. Immerhin noch eine recht gute Summe. In den KHGs dürften auch nicht mehr StudentInnen unterwegs sein. (Da sind es wie gesagt eher mehr innen als Innen.)

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