Ein politisches Naturgesetz

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Die Schweizer Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten, die weithin auch als Ablehnung islamischer Einwanderung verstanden wurde, hat Kommentatoren auf der ganzen Welt schockiert. In den Tagen vor der Abstimmung hieß es nach Umfragen, dass nur 37 Prozent der Schweizer mit Ja stimmen würden; tatsächlich haben dann fast 60 Prozent so gestimmt. Das erinnert daran, dass es neben den offiziellen Reden über Einwanderung und Multikulturalismus auch eine inoffizielle Meinung gibt, die sich außer wirtschaftlichen auch auf kulturelle und soziale Fragen bezieht.

Quelle: FAZ.NET; Migration: Einwanderung in die Sozialsysteme

Man muss den Schweizern einfach dankbar sein, denn dieser Artikel wäre nie erschienen, wenn es das Referendum in der Schweiz nie gegeben hätte oder sein Ergebnis anders ausgefallen wäre.

Das Resultat der Abstimmung entsprang keiner populistischen Volkslaune, sondern ist die Reaktion einer Mehrheit auf die dramatische Massenzuwanderung der letzten Jahrzehnte und der aus ihr entstehenden Probleme.

In Deutschland haben am 17. Juni 1981 mehr als zehn Professoren das „Heidelberger Manifest“[1] unterzeichnet, in dem sie schon damals vor den heute unübersehbaren Folgen ungebremster Massenzuwanderung warnten. Dafür worden sie ausgegrenzt und stigmatisiert und der linksliberale Mainstream hat es in der Folge verstanden, das Entstehen einer rechtskonservativen Alternative zur CDU erfolgreich zu hintertreiben. Die demagogische Ausgrenzung rechtskonservativer Themen aus dem politischen Diskurs der Bundesrepublik musste, in Ermanglung wirklicher Opposition, nahezu zwangsläufig zu den Fehlentwicklungen führen, vor denen Robert Hepp[2] und Kollegen vor knapp dreißig Jahren eindringlich gewarnt hatten.

Das Beispiel lehrt wieder einmal, das keine politische Meinung illegitim ist und ein politisches System, das solche dämonisiert und ausgrenzt, steht irgendwann deshalb vor der Systemfrage, weil das politische Wunschdenken der so herrschenden Eliten mit den Realitäten kollidiert. Je länger man sich verweigert um so härter wird der Crash. Das ist ein politisches Naturgesetz. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

***

[1] Heidelberger Manifest
[2] Robert Hepp

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4 Antworten to “Ein politisches Naturgesetz”

  1. Don't care Says:

    Wenn es zu Im/Explosionen kommen wird , werden die „Eliten“, die uns in ihrer Paranoia die Suppe eingebrockt haben, rechtzeitig die Kurve gekratzt haben.

    • Mcp Says:

      Geduld ist eine Tugend der Christenheit. Erwischen wir sie nicht, schickt sie unser Gott in die Hölle. Dieser Gerechtigkeit entgeht keiner. Amen.

  2. Bauer Gerhard Says:

    Sicher, ihre Renten und Pfründe sind sicher.
    Da muss man mal dran kratzen. Regressforderungen etc. sind ja im Kapitalismus nichts ungewöhnliches und den propagieren sie ja als bestes aller Systeme. Dann sollen sie ihn auch einmal zu spüren bekommen.

    • Mcp Says:

      Kommt Zeit, kommt Rat. Aber eines scheint mir als altem „Seebären“ – ich war immerhin einmal auf Sturmfahrt im Atlatnik 🙂 – sicher: Der Wind schlägt um. Unsere Zeit kommt.

      Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
      Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
      Wo jede Blume früh geknickt,
      Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt –
      Wir weben, wir weben!

      Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
      Wir weben emsig Tag und Nacht –
      Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch –
      wir weben hinein den dreifachen Fluch –
      Wir weben, wir weben!

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