Frauenquote für die Autobahn

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Vier weibliche Abgeordnete haben im Landtag von Baden-Württemberg in einem einjährigen Kampf eine „geschlechtergerechte“ Vergabe von Fördergeldern durchgesetzt. Dabei ist höchst umstritten, was dieses „Gender Budgeting“ konkret bedeutet. Vertreter der Regierung wagen sich nicht aus der Deckung, schwanken aber unter der Hand zwischen Spott und Kritik. „Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen“, lästert einer.

Quelle: Frauen fordern Gerechtigkeit im Haushalt

Als ich die Überschrift las, dachte ich zuerst an die alte Forderung hyperventilierender Feministen, dass der faule Sack von Ehemann gefälligst nicht nur das Geld anzuschaffen soll, sondern auch noch den Haushalt zu managen hätte.

Ich gebe zu: Mein Denken ist veraltet. Denn die moderne Frau begnügt sich nicht mehr mit der Herrschaft über die heimische Haushaltskasse, nein, sie will neuerdings auch über den Staatshaushalt „geschlechtergerecht“ bestimmen. Das Ganze nennt sich euphemistisch „Gender Budgeting“ und sieht dann in etwa so aus:

„Mit der Verhinderung von Karrierenachteilen von Müttern hielt sich die Professorin aber nicht auf. Sie verwies darauf, dass 95 Prozent aller Häftlinge Männer sind. Um die Kosten in diesem Bereich zu senken, müsse die Politik „an den Männlichkeitsbildern arbeiten.“

Haben sie das Prinzip verstanden? Zukünftig werden keine Autobahnen mehr gebaut, weil auf ihnen immer noch mehr Männer als Frauen fahren. Entweder wird dort eine Frauenquote eingeführt oder den Männern wird die Benutzung der Autobahn aus Gründen der ausgleichenden Geschlechtergerechtigkeit gänzlich verboten, schließlich sind 95 Prozent aller Häftlinge Männer. Alternativ könnte man 50 Prozent des Budgets für fünf Prozent weiblicher Häftlinge aufwenden, während sich die männlichen Häftlinge – sie sind ja selber schuld – in die Reste teilen können.

Nein, das ist keine Glosse. Das makabere Lustspiel heißt „Gender-Mainstreaming“ und ist offizielle Regierungspolitik. Die männlichen Kollegen der genderbewegten Damenwelt hatten für derlei „Argumente“ nur Spott übrig, glänzten aber bei den entscheidenden Beratungen durch Abwesenheit. Entweder aus Desinteresse oder aus Feigheit, weil sich die Weicheier schon nicht mehr trauen gegen den „Mainstream“ zu schwimmen. So manches, über was man anfangs lachend und ungläubig den Kopf geschüttelt hat, entwickelte sich später zum entsetzlichen Alptraum.

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