Eine Keimzelle des Staates im Staate

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Im Kampf gegen islamistische Gewalttäter sieht Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) eine zentrale Rolle der muslimischen Geistlichen. Der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte er laut der am Mittwoch verbreiteten Vorabmeldung: „Wo finden die ersten Radikalisierungen statt? Ergebnis: Fast immer rund um die Moscheen.“

Quelle: Hamburger Abendblatt;Gewalt in Deutschland – De Maiziere erwägt Ausweisung extremistischer Imame

Die Antwort de Maizieres greift zu kurz, denn es sind keineswegs nur die „Hassprediger“ – was für unsinniges Wort – sondern die islamische Priesterschaft in Gänze, die mit ihrer Interpretation des Islam für Probleme mit islamischen Einwanderern sorgt. In den Moscheen wird nicht nur Allah verehrt sondern auch handfeste Politik formuliert, die tief in die Gesellschaft hineinstrahlt und bis zur Judikative reicht. Moscheen sind die Keimzellen eines Staates im Staate, selbst dort, wo „moderate“ Imame predigen, weil der Islam keinen Unterschied zwischen Politik und Religion kennt.

Ein Blick in die Historie des europäischen Abendlandes verschafft Klarheit über die innige Ehe von Religion und weltlicher Macht. Karl der Große konnte sein Reich nur dadurch zusammenhalten, weil er die Christianisierung der eroberten Gebiete mit allen Mitteln vorantrieb. Es ist kein Zufall, das mit der Bekehrung Widukinds zum Christentum auch der erbitterte sächsische Widerstand gegen die fremden Eroberer erlosch.

Die Religion war nicht nur die geistige Klammer des Reiches, die Kirche war vielmehr die Keimzelle fränkischer Staatlichkeit, die nicht nur das religiöse sondern auch das gesellschaftliche und politische Leben dominierte. Der Priester gehörte nicht ohne tieferen Grund dem ersten Stande an, während sich der Adel mit dem Zweiten zufriedengeben musste. Der Kleriker war in großen Teilen der mittelalterliche Reiche auch für die staatliche Verwaltung verantwortlich, weil der analphabetische Kriegeradel dem gar nicht gewachsen war.

Es gab bis ins hohe Mittelalter hinein keine Unterschiede zwischen Staat und Religion, erst der Bildungsanspruch der Renaissance schaffte die Voraussetzungen für eine nachhaltige Trennung von Staat und Kirche. Das aber muss der Islam als Religion erst noch leisten und das Beispiel der Türkei zeigt, das Entwicklung innerhalb dieser Religionsgemeinschaft eher in die andere Richtung geht.

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18 Antworten to “Eine Keimzelle des Staates im Staate”

  1. Bauer Gerhard Says:

    Religionen werden von Machtmenschen benutzt, wenn sie ihnen dient. Allein durch Missionierung, die durch die arabischen Religionen ins Abendland kam, wäre das Christentum da geblieben wo es herkam.
    Die Unterwerfung der Sachsen gelang wohl eher, weil eine große Zahl von Edlen hingerichtet wurde und damit das Volk seiner Besten beraubt wurde. Aber wie es in der Geschichte oft so geht, übernahmen die Sachsen gute 100 Jahre später das Reich und die Franken traten ins Glied zurück.

    Griechen, Römer und Germanen war die Religion anderer Stämme und Völker weitestgehend egal, sie versuchten schon gar nicht andere per Zwang zum Übertritt zu bewegen.
    Das Christentum wurde soweit germanisiert, dass es für die Germanen auch annehmbar war.
    Ein Gott der ans Kreuz geschlagen wurde, war so ziemlich das Allerletzte was ein freier Germane oder Kelte als göttlich akzeptieren konnte, welche Schmach sich kampflos ergeben.
    Deren Götter waren stark und listig, heute würde man sagen Siegertypen. Allmählich wurde aus dem stolzen, blonden Germanen ein gebeugter Büßer.

    Der germanische Kriegeradel stellte im Mittelalter auch meist die Bischöfe etc..
    Diese Bischöfe ritten teils noch mit in die Schlacht, mit Schwert und Schild gerüstet. Der germanische Kriegeradel, wie Du ihn nennst war sehr wohl in der Lage das Reich zu formen und zu regieren.

    • Mcp Says:

      Nimm es mir nicht übel, aber Du hast sehr idealisierte Vorstellungen vom Leben der Sachsen und Germanen. Kommst Du etwa aus der neuheidnischen Ecke? Dort lese ich dererlei Einlassungen des Öfteren.

      • Bauer Gerhard Says:

        Ich komme aus keiner Ecke.
        Ich lese nur auch Bücher die nicht nach 45 geschrieben wurden.

        Was ist daran idealisiert?
        Die Kirchenfürsten, hohe und niedrige, wurden lange Zeit vom weltlichen Adel gestellt, ebenso die Abtissinnen etc..
        Rainald von Dassel beispielsweise, teilweise wurden auch Unfreie in hohe Positionen berufen.
        Z. B. Bischof Ulrich ritt an der Spitze seiner Mannen gegen die Ungarn in die Schlacht.

        Wer hat das Christentum bei den Germanen „salonfähig“ gemacht? Nein, es war nicht Karl der Große, es war Chlodewig der Schaffer des Frankenreiches, er hatte durch seinen Übertritt große Ländereien kampflos gewonnen. Er brach Verträge, er schloss Bündnisse, die er im nächsten Moment wieder brach. Ein echter Saukerl, ein Machtmensch.

      • Mcp Says:

        @Bauer Gerhard
        Auch ich lese solche Bücher. Aber offenbar lesen wir nicht die gleichen. Denn in meinen Büchern, sie stammen meistens von Historikern, z. B. Delbrück, Treitschke usw., wird der germanische Adel anders beschrieben: analphabetisch, ungebildet, brutal, gewalttätig, willkürlich, manchmal sogar sadistisch. Meistens waren diese Herren damit beschäftigt sich untereinander die Köpfe einzuschlagen oder nach Beute Ausschau zu halten: Besonders die Sachsen waren für ihre brutalen Raubzüge recht berüchtigt. Ihre Blutspur zieht sich durch halb Europa: Sachsen, Niedersachen, Angelsachsen. Diese Herren waren zwar in der Lage große Raubzüge zu organisieren, aber sie konnten keine Reiche bilden, weil sie und ihre heidnische Priesterschaft viel zu ungebildet dazu waren. Die konnten nicht einmal Steuern berechnen, geschweige denn sie in gerechter Weise erheben. Sie lebten von der Hand in den Mund und mussten, wenn sie einen Landstrich kahlgefressen hatten, weiterziehen. Ihre „Fürsten“ und „Könige“ zogen mit einer großen Schar übler Raufbolde umher und sie plünderten schamlos auch das eigene Volk aus.

        Das waren die Zustände in Germanien vor der Christianisierung. Erst als das Christentum Fuß gefasst hatte, konnte so etwas wie das HRRDN überhaupt erst entstehen, gerade weil die christliche Kirche über eine gebildete Priesterschaft verfügte, die überhaupt erst in der Lage war ein Reich zu verwalten und den allgemeinen Landfrieden durchzusetzen. Vor dieser weltlichen Macht der Kirche mussten sich auch Kaiser beugen: Der Gang nach Canossa ist heute noch genauso ein Begriff wie der sprichwörtliche „Vandalismus“ der Vandalen – auch so ein urgermanischer Stamm.

        Und nein, ich habe nichts gegen die alten Germanen, nur sollte man sie nicht idealisieren.

  2. Bauer Gerhard Says:

    Moscheen gehören die Heimatländer der Moslems. In unserem Land haben sie nichts zu suchen. Gemietete Räume für gemeinsame Gebete kein Problem aber kein Eigentum.

    • Mcp Says:

      Solange die Moslems zu Allah beten habe ich gegen den Islam weniger einzuwenden als gegen Atheisten oder rote Revoluzzer. Ihre konservativen Traditionen betrachte ich sogar mit einem gewissen Wohlwollen. Das einzige was mich am Islam stört, ist sein politischer Machtanspruch. Ist der gebrochen, kann der Moslem leben und beten wo, und wie es ihm beliebt.

  3. vitzliputzli Says:

    „Solange die Moslems zu Allah beten habe ich gegen den Islam weniger einzuwenden als gegen Atheisten“

    jetzt sehe ich unser problem, das nebenbei 🙂

    „Das einzige was mich am Islam stört, ist sein politischer Machtanspruch. Ist der gebrochen, kann der Moslem leben und beten wo, und wie es ihm beliebt.“

    dieser politische machtanspruch ist leider bisher seit vielen jahrhunderten ungebrochen. und viel besserung sehe ich da bislang nicht – abgesehen davon, daß den dogmatikern das moslemische volk, korrumpiert vom westen, wenigstens teilweise davonläuft.

    was hast du gegen atheisten?

    • Mcp Says:

      @vitzliputzli
      Solange der Atheist seine Weisheiten für sich behält habe ich nichts gegen diese Typen. Allerdings verwechseln die meisten Atheisten Säkularismus des Staates mit dem Atheismus und fordern aus diesem Missverständnis heraus eine atheistische Erziehung an den Schulen. Da werde ich schwarzgallig.

      • Bauer Gerhard Says:

        Glaubst Du wirklich, Du sollst nicht töten, stehlen etc. gäbe es nur durch die Religionen bzw. das Christentum?
        Denkst Du Menschen die an keinen Gott glauben, könnten nicht in anständiger Art und Weise leben?
        Was anderes sollte an Schulen gelehrt werden? Das sich Jesus für uns ans Kreuz schlagen ließ und so die Welt erlöste. Das ist doch wirklich Privatsache solche Dinge zu glauben oder nicht und schon gar nicht Angelegenheit des Staates solche Dinge zu lehren.
        Religionsunterricht sollte außerhalb der Schule stattfinden, freiwillig und auf Kosten der Religionsgemeinschaft.
        Das hat nichts damit zu tun, dass an Schulen gegen die Religion gelehrt werden soll. Der Staat hat sich hier neutral zu verhalten.

        Ich verstehe Dein Kernanliegen und bin auch nicht für Berliner Verhältnisse an unseren Schulen. Ich bin aber nicht dafür, dass an den Schulen die Religion, d. h. deren Inhalte gelehrt werden. Das kann in der Kirche und in der Bibelstunde geschehen.
        Ich sehe das Problem auch, dass durch Marxisten und andere Leute die christl. Religion aus der Schule verdrängt wird und durch Ersatzreligionen ersetzt wird. Das will ich auch nicht.
        Die Schule soll ein Ort der Bildung sein, kein Ort der Indokrinierung, weder von der einen, noch von der anderen Seite.
        Hände weg von unseren Kindern.

        Welchen Grund gibt es für Dich für Religionsunterricht an den Schulen?
        Sollte die Teilnahme Pflicht sein, was mit Anders- oder Nichtgläubigen.

      • Mcp Says:

        @Bauer Gerhard
        Ja, ich glaube das Religionen bei der Herausbildung moralischer Grundsätze, bei der Formung von Völkern und Staaten eine wesentliche, ja herausragende Rolle gespielt haben. Aber Du vermengst die Zeitlinien in unzulässiger Weise. In Europa hat das christliche Denken stärkere Spuren hinterlassen, als die Atheisten denken, denn ein ganz wesentlicher Teil der heutigen Ethik hat sich aus der christlichen Religion entwickelt. Ich behaupte nicht, sie wären identisch – aber ihre Grundlagen sind christlicher Natur.

        Der heutige Individualismus beispielsweise ist ein Alleinstellungsmerkmal des Christentums. Die meisten modernen Ideologien haben sich aus oder im Gegensatz zum Christentum entwickelt. Immer war die christliche Religion und ihr Denken Kondensationspunkt fast aller Überlegungen. Selbst in Asien, Afrika oder Lateinamerika herrschen Ideologien vor, die ihren Ausgangspunkt in christlichem Europa hatten. Selbst der Islam ist in vielfältiger Weise europäisch kontaminiert. Er reibt sich kaum am Hinduismus oder Buddhismus, wohl aber am christlichen Kreuz.

        Und ja. Die Menschen, die ihren Bezug zu Gott verloren haben, die verlieren über kurz oder lang auch jedes ethische Maß. Die Abtreibung ist nur ein Beweis, der Kommunismus ein anderer. Es ließen sich noch andere Beispiele anführen, aber die Zwei sollten reichen. Ich behaupte nicht, dass jeder Gottlose ein schlechter Mensch ist, aber er ist, viel mehr als der Gläubige, in Gefahr seinen moralischen Kompass zu verlieren, wenn ihn die Sirenen des Zeitgeistes locken.

        __________________________________________________________________________

        Ich habe es eigentlich schon erklärt: Der säkulare Staat ist nicht atheistisch. Wenn er schon Ethik lehren will, dann bitte als Wahlfreiheit nach dem Gusto der Eltern. Das schließt Ethikunterricht für Atheisten genauso ein wie Religionsunterricht als Wahlfach. Denn gerade die ethische Erziehung der Kinder tangiert das Wesen des Elternrechtes. Alle Eltern sollen ihre Kinder so erziehen können, wie es ihnen ihr Glaube oder ihre Überzeugungen vorschreiben.

  4. Bauer Gerhard Says:

    Auch der Atheist ist ein Gläubiger, er glaubt eben, dass es keinen Gott gibt. Atheismus ist auch eine Form des Glaubens.
    Was sollen diese Glaubensfragen, wen stört etwas was der andere glaubt oder nicht glaubt. Es ist seine absolute Privatsache. So lange mir niemand seinen Glauben aufzwingen oder vorschreiben will, ist es für mich egal.
    Gegen Moscheen etc. habe ich etwas, weil sie für Leute gebraucht und gebaut werden die in unserem Land nichts zu suchen haben, die Einlass begehren und von unserer politischen Kaste aus bestimmten Zwecken aufgenommen werden.
    Für Deutsche brauchen wir keine Moscheen, die paar Hanseln haben in einem Hinterzimmer Platz. Dort können sie gerne beten, kein Problem. In den Heimatländern können die Moslems ihren Glauben leben wie sie wollen, ist mir vollkommen egal.

    Du willst politische Macht/Einfluss für das Christentum und die Macht anderer Religionen brechen.
    Mit demselben Recht kann ein anderer Gläubiger dies für seine Religion beanspruchen, so entstehen dann Religionskriege.
    Religion gehört ins Private und hat im Staat, an der Macht nichts verloren.
    Wobei Religionskrieg meist nur eine Trennlinien zweier oder mehrerer Völker sind und nur ein Teil des Trennenden sind, der Krieg wird um Macht, Einfluss, Beute geführt, unabhängig von der Religion.
    In dem Moment, wo Religionen zum Schwert greifen, bzw. deren Führer, kommen sie in die Welt der Tatsachen und müssen sich diesen beugen. Da muss schnell Schluss sein mit Nächstenliebe, dem Tötungsverbot und was die Religionen noch so alles auf Lager haben.

    • Mcp Says:

      @Bauer Gerhard
      Du legst mir neuerdings immer Sachen in den Mund, die ich so weder geschrieben, noch gemeint habe. Ich will den politischen Anspruch des Islam genauso brechen, wie die Aufklärung den christlichen Machtanspruch gebrochen hat. Wir leben in einen säkularen Staat mit christlichen Wurzeln und Traditionen, aber aus der christlichen Religion heraus gibt es keinen politischen Führungsanspruch mehr. Politik und Religion soll fein säuberlich getrennt bleiben. In meiner Kirche frage ich nicht nach dem Parteibuch oder den politischen Ansichten meines Nachbarn. Das ist der Zustand unserer Gesellschaft und so soll es nach Möglichkeit bleiben.

      Das fünfte Gebot heißt nicht: „Du sollst nicht töten“, sondern „Du sollst nicht morden“. Das moderne Missverständnis ruht auf einem Verb, das man so oder so übersetzen kann. Im Kontext des Alten Testamentes ist die letzte Variante wahrscheinlicher.

      Eine Anmerkung zur christlichen Nächstenliebe: Ein Christ unterscheidet zwischen Fleisch und Seele. Das Fleisch verfault, allein die Seele ist unsterblich. Aber sie ist durch Sünden des Fleisches verletzbar und sie kann so verletzt werden das sie verkrüppelt. Es kann daher ein Akt der Nächstenliebe sein, das Fleisch zu töten, um die Seele vor der ewigen Verdammnis zu bewahren. Ich bin, nebenbei bemerkt, ein Befürworter der Todesstrafe die in vielen Fällen für humaner halte, als lebenslange Gefangenschaft ohne Hoffnung auf Erlösung.

      Der Glaube das Leben wäre der höchste Wert überhaupt ist nicht christlich. Christen leben im Hinblick auf die Ewigkeit. Die irdische Hülle ist nur als Gefäß für die werdende Seele von Bedeutung. Christen fürchten den Tod nicht. Er ist im Gegenteil der erste Schritt zur Erlösung. Wenn ein Muselmann sagt, dass er den Tod genauso liebt, wie die Ungläubigen ihr Leben, dann tut er dies mit Blick auf die Ewigkeit. Wer immer das verspottet, weiß in Wahrheit nicht, was Glaube ist. Auch deshalb ist ein Atheist kein Gläubiger sondern das genaue Gegenteil davon: Er glaubt an nichts.

      Der Atheismus ist wesentlich älter als die modernen Weltreligionen. Wäre er so allwissend, wie er tut, dann hätte er sich längst durchgesetzt. In Wahrheit glaubt ein Atheist nicht nur an nichts, er weiß auch nichts was die Menschen auf Dauer davon überzeugen könnte an das Nichts zu glauben.

      • Bauer Gerhard Says:

        „Das fünfte Gebot heißt nicht: „Du sollst nicht töten“, sondern „Du sollst nicht morden“. Das moderne Missverständnis ruht auf einem Verb, das man so oder so übersetzen kann. Im Kontext des Alten Testamentes ist die letzte Variante wahrscheinlicher.“
        Hier z. B. erst behauptest Du wie es richtig heißt, im letzten Satz sagst Du es sei wahrscheinlicher, dass es so übersetzt werden kann.
        Dann müsste man auch den Kontext kennen, was bedeutete morden und töten zur Zeit des AT. Das kann ja kaum mit unserer StGB-Definition getan werden.
        Streit um nichts ohne Ende. Wie immer hat dann entweder jeder recht oder keiner.
        Wir haben gelernt „Du sollst nicht töten.“, was ist schon morden, auch nur eine Definitionssache. Was für den einen Mord, ist für den anderen Notwehr oder eine Notwendigkeit, siehe als jüngstes Beispiel Kundus.

        „.. Es kann daher ein Akt der Nächstenliebe sein, das Fleisch zu töten, um die Seele vor der ewigen Verdammnis zu bewahren..“
        Das ist schon eine sehr eigenwillige Interpretation.
        Wer sagt Dir denn was Hoffnung und Erlösung für den einzelnen Menschen bringt. So etwas nenne ich Anmaßung, Du willst Gott spielen, Du nimmst Dir das Recht einen Menschen zu töten um ihn zu erlösen. Das haben wir als Kinder getan, wenn eine Ameise verletzt am Boden lag und nur noch zappelte, dann haben wir sie „erlöst“. So etwas auf Menschen auszudehnen, ist schon ein bisschen seltsam. Der eine will erlösen, der andere will schützen und so hat jeder seine Rechtfertigung um Menschen zu töten.

        Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal mit solchen Gedanken in einem Gespräch konfrontiert würde.

      • Bauer Gerhard Says:

        Ich bin prinzipiell ein Gegner der Todesstrafe, obwohl ich es manchmal verstehen kann, wenn die Todesstrafe gefordert wird.

  5. Bauer Gerhard Says:

    Glaube ruhig an die Kraft der kath. Kirche.
    Die Germanen waren Raufbolde, Met und Bier trinkende Unholde, versoffen ihren nicht vorhandenen Verstand, anstatt Landwirtschaft wurden Raubzüge organisiert.

    Wer waren denn die Führer der kath. Kirche, in den Anfangsjahrhunderten doch samt und sonders germanische Adlige. Ohne die Germanen hatte die kath. Kirche, wie überhaupt das Christentum aufgehört zu existieren. Das bisschen im Orient ist geschluckt worden. Byzanz ist untergegangen. Einzig die Germanen waren in der Lage dieser Religion Bestand zu verleihen. Letztendlich wurde das Christentum auch germanisiert. Mit dem Urchristentum hat das im Abendland praktizierte Christentum nichts mehr zu tun.

    Dass Teile der Deutschen mit ihrer Geschichte nicht sonderlich gut umgehen ist bekannt.
    Dagegen wird jeder Pfurz anderer Kulturen als Heilsbringer erkannt.
    Auch ich lese Historiker, wie u. a. Julius von Ficker, Felix Dahn, Widukind von Corvey, Oswald Spengler, Gorsleben, Gerhard Ritter u. a..
    Auch arbeiten von einzelnen Heimatforschern und der Verkehr mit ihnen bringt Aufschluss über unsere Vorfahren und viele Dinge ans Licht von denen man normalerweise nichts erfährt. Vieles davon wird verschwiegen oder in Sendungen bewusst verfälscht.

    Wenn Du die Geschichte der Vandalen und des Vandalismus glaubst, dann glaubst Du auch an den Teufel und an die Unglücksraben. Sind alles Verfälschungen, vor den Vandalen haben die Kelten bereits Rom besiegt und geplündert (die waren nicht gerade zimperlich),Plünderungen besiegter Städte war damals üblich, auch Rom plünderte, auch die Kirche bereicherte sich an unterworfenen Völkern, auch die Normannen waren Christen und die waren weiß Gott eine Plage für die eroberten Völker. Wer hat das Wort Vandalismus geschaffen, ein Pfaffe, wer machte Odin zum Teufel, seine heiligen Vögel die Raben zu Unglücksraben? Die kath. Kirche.
    Die Kirche hat bewusst und systematisch alle Zeugnisse der Religion unserer Vorfahren zerstört und verfälscht. Viele Kirchen sind auf heiligen Plätzen gebaut usw. usf..
    Das alles was mit Germanen zu tun hat einem besonderen Geruch unterliegt, hat mit dieser Verfälschung UNSERER Geschichte zu tun, die Lage hat sich nach 45 noch wesentlich verschlimmert, nach 1990 wurde noch einmal nachgelegt und vieles an Schriften verboten in denen Zeugnisse über unser Herkommen abgelegt wird.

    Wie üblich schreibt der Sieger die Geschichte aber in diesem Fall schreibt er sie nicht nur sondern verbietet und verfälscht auch noch.

    Wieso konnte sich das Christentum nirgends auf dieser Welt halten, wenn nicht germanische Völker für es eingetreten sind und immer noch eintreten?

    • Mcp Says:

      Zunächst einmal, mein unbekannter Freund, das Christentum ist nicht genuin germanisch, schon deshalb, weil ein großer Teil der Christenheit slavisch ist. Die Orthodoxen haben ihre Wurzeln in der römischen Ostkirche, also in Byzanz, respektive Konstantinopel. Das hat mit Germanen nun wirklich nichts zu tun.

      Von deiner gewagten These, dass es ohne die Germanen das Christentum nicht mehr gäbe, bleibt bei genauer Betrachtung recht wenig bis nichts übrig. Nicht jeder Weiße ist ein Germane. Ich allerdings bin mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Arier. Nicht nur weil mir ein amtlich beglaubigter Schein (mit Reichsadler) vorliegt, sondern weil ich in meiner frühen Jugend auch ein ganz übler Raufbold gewesen sein soll, der mit Gewalt, Sex und Alkohol zu kämpfen hatte. Ich bin ein Germane. Und?

      Auch die Spanier oder Portugiesen sind keine Germanen. Aber gerade die haben für die Verbreitung des Christentums in Lateinamerika und Asien gesorgt. Die am schnellsten wachsenden christlichen Gemeinden finden sich heuer in China und Indien – auch ganz ohne Germanen.

      Dass die Germanen ursprünglich üble Raufbolde waren, der Ruf hat sich bis in die Neuzeit erhalten, sagt doch nichts über andere Völker aus. Du unterstellst mir das ich durch die Beschreibung der Urgermanen einen abwertenden Vergleich anstelle. Mitnichten tue ich das. Andere Völker waren nicht besser oder schlechter – ganz wie man will. Was angeblich verschweigt oder nicht verschweigt – nun ja, das wechselt von Historiker zu Historiker. Müßig daraus eine Theorie zu entwickeln. Die Deutschen haben ein Vergangenheitssyndrom mit zwei sich widersprechenden Polen: Die einen halten das Germanentum für genauso vernichtenswert, wie die anderen es in den Himmel loben. Keine der beiden Sichtweisen spiegelt die Realität auch annähernd wieder.

      Es geht mir auch nicht um die katholische Kirche: Nüchtern betrachtet haben alle Hochreligionen dieselbe Rolle gespielt. Sie zivilisierten barbarische Stämme im Übergang von der Nomadenzeit zur Sesshaftigkeit. Sie gaben ihnen Normen und Regeln, die einen Übergang zur Zivilisation, wie wir sie heute kennen, erst möglich machten. Egal, an welchen Gott sie glauben, innerhalb aller großen Religionen gibt es wiederkehrende Gebote welche die verbindende Quintessenz jedes Glaubens sind. Die Moderne nennt sie anthropologische Konstanten, ich hingegen fasse sie als Teil einer göttlichen (natürlichen) Weltordnung auf. Keiner verstößt ungestraft gegen diese Weltordnung. Keiner, um den Preis seines Untergangs.

      • Bauer Gerhard Says:

        Das Christentum ist weder germanisch noch slawisch, das Urchristentum ist arabisch, semitisch oder jüdisch, ganz wie Du willst. Spätere Ausprägungen richten sich nach den jeweiligen Völkern. Das Christentum Südamerikas ist ein anderes als unseres, wenn heute Chinesen Christen werden, dann werden sie das ganze auch etwas anders sehen als wir.
        Die können auch sicher mit unseren Heiligen nichts anfangen, viele dieser Heiligen wurden als Nachfolger der germanischen Götter geschaffen, der hl. Georg, der Drachentöter, ist „Nachfolger“ des Schwertgottes Tyr.
        Mir ging und geht es aber nicht um heute, sondern die Kernfrage war, hätte das Christentum ohne die Germanen in Europa überleben können. Du weißt schon ein paar Jahrhunderte nach Christi Geburt.
        Einen wesentlichen Grundstein dazu legte Chlodewig, nicht weil er überzeugter Christ war, sondern weil er ein geschickter Machtmensch war.
        Noch einmal, die führenden Kirchenmänner waren Germanen und keine von anderswo importierten Menschen.

        Spanier, Portugiesen etc. konnten das Christentum nur verbreiten, weil es auf dem Gebiet der germanischen Stämme erhalten wurde. Wer hat Spanien von den Mauren befreit? und vor den Mauren waren auch schon germanische Stämme am Werke, Westgoten. Also ohne Germanen wäre in Europa nichts gelaufen und das Christentum hat damit nichts zu tun.

        Wir sprachen von der kath. Kirche, ob sich die Ostkirche behaupten hätte können, bleibt einmal dahingestellt.
        Ausgerechnet am Entstehungsort der christl. Religion konnte sie die Menschen nicht zivilisieren, machte es da der Islam?
        Die Germanen waren schon lange sesshaft bevor das Christentum bei uns ankam. Viele Steinkreise beweisen dies.

        Die misst den Religionen eine zu große Rolle bei. Die Priester aller Zeiten waren nichts ohne die Mächtigen, den Adel, die Herrscher. Kein Glauben konnte sich verbreiten ohne deren Zustimmung und/oder Förderung.
        Nicht die Religionen machen die Menschen, sondern Menschen machen die Religionen. Von Kultur zu Kultur unterschiedlich. Vieles geht Hand in Hand.
        Wer war denn sie, woher kamen sie, woher stammten sie?
        Kamen beispielsweise Araber nach Germanien und verbreiteten den christlichen Glauben oder kamen Außerirdische und brachten eine Religion um die unterschiedlichsten Barbaren zu zivilisieren, wie Du sagst?
        Es gab auch vor dem Christentum eine Religion, in Europa, im Orient und wo auch immer. Welche Religion hat die Römer kultiviert?
        Deine These ist unhaltbar, mag sie Dir noch so gut gefallen.

        Mein Einspruch erfolgte auf Deine Behauptung Karl d. Gr. konnte sein Reich nur aufbauen weil er die Christianisierung vorantrieb. Genau das ist falsch. Dann hätte er durch Missionierung sein Reich aufgebaut und nicht durch Waffengewalt. Erhalten hat er es auch mit Waffengewalt nicht durch Mönche.
        Es reisten nicht Mönche durch das Land von Pfalz zu Pfalz sondern der Kaiser mit einer treuen Schar von bewaffneten. Wie er überhaupt selten aus dem Sattel kam, Slaweneinfälle etc..

  6. Bauer Gerhard Says:

    „Alle Eltern sollen ihre Kinder so erziehen können, wie es ihnen ihr Glaube oder ihre Überzeugungen vorschreiben.“
    Auch marxistisch, rassistisch, nationalsozialistisch oder wie es ihnen sonst in den Kram passt?

    Ich lege Dir nichts in den Mund, ich antworte so auf Deine Texte wie ich sie verstehe.
    Du antwortest teilweise auch anders auf meine Kommentare als es meinen Aussagen entspricht. Ich versuche meine Thesen mit Fakten zu unterlegen, Du antwortest mit Behauptungen ohne irgendwie auf die genannten Fakten einzugehen.
    Ich beschwere mich nicht darüber. Hier bewegen wir uns auf zwei verschiedenen Wellenlängen.

    Es ist nicht einfach, dass zwei, sich unbekannte Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen etc., mit einigen Sätzen über derart tiefe Fragen umfassend austauschen.

    Atheisten sind insofern Gläubige, sie glauben auch nur zu wissen, dass es keinen Gott gibt, der religiös gläubige Mensch glaubt zu wissen, dass es einen Gott gibt oder ein göttliches Prinzip. Was auch immer.

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